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14-24 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 14. Kapitel 24. Vers: Der Gunatita lebt aus dem Selbst ohne Unterschiede

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„Sama-duhkha-sukhah sva-sthah sama-lostasma-kancanah tulya-priyapriyo dhiras tulya-nindatma-samstutih.“
„Wer derselbe bleibt in Vergnügen und Schmerz, wer im Selbst ruht, für wen ein Klumpen Erde und ein Stück Gold dasselbe bedeuten, wer sich den Freundlichen und Unfreundlichen gegenüber gleich verhält, wer fest ist, und für wen Tadel und Lob gleichbedeutend sind.“
Dies ist die Fortsetzung der Antwort von Krishna auf Arjunas Frage: „Wer ist ein Gunatita, einer, der jenseits der drei Eigenschaften gegangen ist? Wie verhält sich derjenige, der im höchsten Selbst verwirklicht ist? Wie ist ein Vollkommener? Wie ist ein Heiliger?“ Hier gibt Krishna einige weitere wichtige Charakteristika. Und das Schöne ist, du musst nicht warten, bis du verwirklicht bist, um so zu sein. Du kannst das jetzt schon umsetzen. Was Krishna beschreibt, was automatisch in einem Heiligen, einem Weisen ist, ist etwas, was du selbst bewusst entwickeln kannst. Und du kannst die verschiedenen Dinge im täglichen Leben eben auch als Aufgabe nehmen, um das zu entwickeln. „Wer derselbe bleibt in Vergnügen und Schmerz und dabei im Selbst ruht.“ Vergnügen kommt, Schmerz kommt. Mal schmeckt das Essen gut, mal schmeckt es weniger gut. Mal bekommst du das, was du magst, mal bekommst du nicht das, was du magst. Mal ist es angenehm warm, mal ist es etwas kälter. Mal scheint die Sonne, mal regnet es. All das geschieht. Vergnügen und Schmerz kommen. Du kannst dir bewusst sein, egal, ob du gerade im Vergnügen bist oder im Schmerz bist, letztlich spielt es keine große Rolle, in Wahrheit bist du im Selbst. Das kannst du auch üben. Du kannst gerade dann, wenn du Schmerzen empfindest – es gibt körperliche Schmerzen, es gibt emotionale Schmerzen, es gibt geistige Schmerzen – immer dann kannst du ins Selbst gehen, in das, was du wirklich bist. Oder auch wenn du im starken Vergnügen bist, bevor du dich zu sehr daran verhaftest, kannst du einen Moment lang nach innen gehen und in das Selbst gehen und dir bewusst sein: „Ich bin nicht Vergnügen, ich bin nicht Schmerz.“ „Für wen ein Klumpen Erde und ein Stück Gold dasselbe bedeuten.“ Das heißt, es gibt äußerlich nichts Wertvolles oder nicht Wertvolles. Ein Klumpen Erde ist ein großes Wunder der Natur. Ein Klumpen Erde ist nicht einfach nur Erde, so viele Mikroorganismen sind darin. Eigentlich ist ein Klumpen Erde sehr viel interessanter und faszinierender als ein Stück Gold. Natürlich, ein Stück Gold ist mehr wert für den Menschen und auf dem Aktienmarkt oder auf dem Goldmarkt. Aber ein Klumpen Erde ist etwas Großartiges. Du kannst auch sagen, wer das Wunder Gottes in jedem sieht, hat die Gunas überwunden. Es gibt nichts wirklich Wertvolles und Wertloses, alles ist sehr wertvoll, weil es aus Gott heraus entsteht. Du kannst dir dieses Wundern bewahren, wenn du dich immer wieder wunderst über Großartiges. Es gibt so viel Großartiges in einem Klumpen Erde, in einem Stück Stein. Wenn du ein Stück Stein anschaust, das ist doch etwas Großartiges, ein Wunderwerk der Schöpfung. Letztlich kannst du das in allem sehen. Es gibt nichts Wertvolleres und weniger Wertvolles. Es ist alles dasselbe.
Für die nächste Zeit werde dir bewusst, dass du eins bleibst in Vergnügen und Schmerz und dass alles letztlich wertvoll ist, dass es nichts Äußeres gibt, was nicht wertvoll ist.

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