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14-11 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 14. Kapitel 11. Vers: In Sattva scheint Licht und Weisheit

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„Sarva-dvaresu dehe’smin prakasa upajayate jnanam yada tada vidyad vivrddham sattvam ity uta.“
Wir sind im 14. Kapitel, dem Yoga der drei Gunas. Krishna, der Lehrer, Inkarnation Gottes, lehrt Arjuna, den Schüler, über die drei Eigenschaften in der Natur:
„Wenn durch jedes Tor, jeden Sinn, in diesem Körper das Licht der Weisheit scheint, kann erkannt werden, dass Sattva vorherrscht.“
In den vorigen Versen hat Krishna gesprochen über die drei Gunas. Nun, woher weiß man überhaupt, dass du in Sattva, Rajas oder Tamas bist? Krishna sagt: „Wenn in diesem Körper das Licht der Weisheit scheint.“ Also, Licht ist dort, Weisheit und Scheinen und Strahlen. Jedes dieser drei Worte hat etwas zu bedeuten. Licht, du fühlst dich lichtvoll, du fühlst dich freudevoll, du fühlst dich inspiriert. Das ist ein Zeichen, dass Sattva vorherrscht. Und manchmal kannst du auch das Sattva vorherrschen lassen, z.B. jetzt, indem du einen Moment lang innehältst und dir vorstellst, dass Licht in dich hineinströmt oder dass Licht von dir hinausströmt, dass du dein Herz spürst, dass dein Herz geöffnet ist. Sei es, dass du dir vorstellst, dass von oben Licht in dich hineinströmt und dein Herz entzündet, dass dein Herz leuchtet. Sei es, dass du Liebe im Herzen spürst, Freude im Herzen spürst. Sei es, dass dieses Licht überall hin ausstrahlt. Das ist auch eine Weise, wie du dein Sattva immer wieder spüren kannst. Du kannst in dein Herz gehen und sagen: „Wo in mir ist dieses Licht? Wie fühlt es sich an, wenn Licht da ist?“ Manchmal kannst du dir auch überlegen: „Wie wäre es, wenn ich jetzt mein Herz spüren würde? Wie wäre es, wenn ich jetzt Liebe spüren würde? Wie wäre es, wenn ich jetzt Freude spüren würde?“ Dieses Licht ist ein Zeichen, dass Sattva vorherrscht. Sattva ist immer da und Sattva kann jetzt in diesem Moment vorherrschen, wenn du dieses Licht spürst. Du kannst aber auch Sattva vorherrschend machen, indem du dich auf dieses Licht konzentrierst und so dieses Licht sich entfalten lässt. Das Licht der Weisheit, sagt er. Weisheit heißt höhere Erkenntnis. Weisheit heißt Bewusstsein, Gott ist überall. Weisheit heißt, im Inneren von jedem Menschen ist das reine, unendliche Selbst. Jeder Mensch ist entweder eine Manifestation Gottes oder Kind Gottes. Gott offenbart sich überall. Das ist Weisheit, so hat es Krishna in den vorigen Kapiteln beschrieben. Was ist Weisheit? Auf Sanskrit steht dort auch Jnana, Wissen, höhere Erkenntnis. Wenn du anderes Wissen hast oder andere Vorstellungen als diese Verbundenheit, diese Einheit, diese Liebe, dann ist es nicht Weisheit, dann ist nicht Sattva da. Du kannst aber auch umgekehrt über Weisheit zu Sattva kommen. Du kannst einen Moment lang innehalten und dir bewusst sein, Gott wohnt im Inneren von jedem, Gott ist hinter allem, Gott ist spürbar hinter allem. Hinter dieser scheinbaren Maya existiert Brahman, das Unendliche. Das dritte Wort ist „strahlen“, es scheint. Dieses Licht scheint, es strahlt. Das heißt, du kannst auch selbst strahlen. Stahlen heißt auch, du strahlst Liebe aus, du strahlst Freude aus. Du kannst ein Lächeln ausstrahlen, du kannst Wohlwollen ausstrahlen, weil das hilft, dass Sattva stärker wird.

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