Suche
  • TIPP: Nutze die Suche, um bestimmte Verse zu finden.
  • z. B.: die Eingabe 01-21 bringt dir 1. Kapitel, 21 Vers.
Suche Menü
Kapitel
Vers
Schrift öffnen

13-10 Kommentar Sukadev

„Unerschütterliche Hingabe an Mich durch den Yoga des Nichtgetrenntseins“: im Bhakti Yoga können wir Gott hingegeben sein und wissen, dass wir stets mit Gott verbunden sind. Hingabe geschieht auch durch spirituelle Praxis oder Verweilen an einsamen Orten, z.B. indem man öfter in einen Ashram geht. Krishna sagt nicht, dass Arjuna ständig die Einsamkeit suchen soll. Im Gegenteil, er ermutigt ihn, Yoga im Alltag zu leben. Gerade für Menschen, die im Alltag sehr engagiert sind, ist es hilfreich, ab und zu in einen Ashram zu fahren. Auch wenn man in einem Ashram nicht immer sehr einsam ist – oft sind viele Menschen dort, gerade wenn es ein Ashram mit starker spiritueller Schwingung ist. Trotzdem ist man abgeschieden vom normalen Alltag. Als spiritueller Aspirant brauchst du manchmal Rückzugsmöglichkeiten.

Abneigung gegenüber der Gesellschaft vom Menschen“: Auch das gilt als Hilfe zur spirituellen Entwicklung. Andererseits hat er vorher von Ahimsa (Nichtverletzen) gesprochen, von Sanftmut und Liebe. Ab und zu ist es aber notwendig, alleine zu sein. Insbesondere ist es auch ein Zeichen von spirituellem Fortschritt, wenn man für das oberflächliche Gerede, besonders auf manchen Gesellschaften, Partys etc. eine gewisse Abneigung entwickelt, wenn man die Faszination für Partys verliert, wenn einem riesige Familienfeiern nicht viel sagen. „Abneigung gegenüber der Gesellschaft von Menschen“ heißt nicht, dass man Familienfeiern, Empfänge etc. meiden sollte. Im Sinne von Ahimsa/Nichtverletzen, Sanftmut und Geschick im Handeln gilt es, das zu tun, was nötig ist, unabhängig davon, ob man es mag oder nicht. Man kann es als selbstlosen Dienst ansehen, als bestimmte Aufgabe in der Familie, die man erfüllt. Letztendlich sollte man als spiritueller Aspirant seine Entscheidungen nicht von Raga (Mögen) und Dvesha (Nichtmögen) diktieren lassen. Es kann notwendig sein, zur Silber- oder Goldhochzeit der Eltern zu gehen, obgleich dort geraucht wird und man als Vegetarier und Nichtalkoholkonsument vielleicht schräg angeschaut wird. Vielleicht mag man es nicht, aber irgendwo ist es notwendig und so tut man es trotzdem. Vielleicht kann man dem einen oder anderen ein freundliches Wort schenken, etwas über die Verrücktheiten dieser Welt lernen und über Dukha (Unglück, Sorge) in all diesen Sinnesobjekten, in Geburt, Tod, Alter, Angst und Schmerz reflektieren. Familienfeiern sind oft eine Quelle von Vairagya, und wenn du es von diesem Standpunkt aus betrachtest, sind sie plötzlich wieder wunderschöne Angelegenheiten.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.