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12-17 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 12. Kapitel,  17. Vers: Öffne dich für Gott überall

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„Yo na hrsyati na dvesti na socati na kanksati subhasbha-parityagi bhaktiman yah sa me priyah.“

„Wer weder jubelt noch hadert, sich auch nicht sorgt und nicht wünscht, wer weder Gut noch Böse kennt und voller Hingabe ist, der ruht in der Liebe Gottes.“
In diesen Versen beschreibt Krishna die Eigenschaften eines Bhaktas. Diese Eigenschaften sind zum einen die Konsequenzen von tiefer Hingabe, Bhakti, wie auch das, was hilft, Bhakti weiter zu entwickeln. Wer weder jubelt noch hadert bedeutet, es ist ok, wenn du dich mal sehr freust, es ist auch gut, dich mal zu ärgern. Aber man kann sagen, wenn du in Jubeln und Enttäuschung letztlich innerlich weißt, alles ist das Werk Gottes, dann bist du nicht verhaftet daran. Krishna beschreibt vielleicht auch das Ideal des Gleichmuts. Aber jeder Mensch ist anders. Die einen haben eben diese Eigenschaft von himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt. Bringe beides Gott dar. Ruhe mit beidem in Gottes Liebe. Sei weder verhaftet an den Jubel und denke, der müsste weitergehen, noch habe Angst davor, dass die Betrübtheit dauerhaft anhält. In Jubel und in Betrübtheit bleibe irgendwo innerlich der Gleiche. Du kannst z.B. jetzt in Gott ruhen. Du kannst jetzt, in diesem Moment, zu dem in dir gehen, was immer gleich ist. In diesem Moment kannst du fühlen, Gott ruht in dir. Und wann immer du in einem Jubel bist und daran verhaftet bist, erkenne tief im Inneren, in dir ist diese Gleichmut, hinter allem ist das Wirken Gottes. Wenn du betrübt bist, sei es aus gar keinem Grund, vielleicht einfach, weil durch irgendwelche karmischen Zyklen jetzt weniger Energie hast, sei es, weil du Enttäuschungen hattest, sei es, weil irgendwas schwierig ist, dann gehe auch zu diesem tiefen Aspekt in dir, zu Gott in dir, und wisse, Gott ist dort. Öffne dich für Gott überall, so bist du jenseits von Jubel und Betrübtheit.

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