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12-15 Kommentar Sukadev

Krishna sagt: „Wir mögen die Welt nicht beunruhigen.“ Das heißt, wir mögen nicht annehmen, dass wir jetzt alles machen müssen und überquellen von Sendungsbewusstsein. Wir wollen uns als Instrument fühlen, wir wollen anderen helfen, anderen dienen.

Im 20. Jahrhundert gab es einige, die gedacht haben: Wenn wir nur die Welt ausreichend und radikal umwandeln, bricht das goldene Zeitalter aus. Das haben Stalin, Mao, Pohl Pott probiert und Hitler hat es auf seine Weise probiert. Verschiedenste Menschen haben das immer wieder versucht und es führte nur zu immer größeren Problemen. Der Mensch ist in seinem physischen Körper ein unvollkommenes Wesen, auch wenn er im tiefsten Innern vollkommen ist. Wir können nicht die ganze Welt vollständig umkrempeln und meinen, dadurch würde das Gute entstehen. Immer wieder kamen Menschen, die dachten, sie finden die große neue Weltreligion, die alle anderen Religionen mit einschließt, wodurch alle endlich zur Harmonie kommen. Meistens entstand so eine neue Religion, manchmal sogar ein neuer Fanatismus. So sind letztlich Islam, Sikhismus, Bahai und andere Religionen entstanden.

Am besten ist es, wenn wir uns als Instrument in den Händen Gottes fühlen. Wir haben sehr wohl eine Mission, aber wir wollen diese mit Mitgefühl weitergeben, als Teil des Ganzen. Wir wollen die Welt nicht beunruhigen und uns nicht durch die Welt beunruhigen lassen. Wenn unsere Zufriedenheit davon abhängt, was die anderen machen, haben wir ein Problem. Es fängt schon beim Wetter an. Angenommen, wir freuen uns, wenn die Sonne scheint, dann sind wir froh, wenn die Sonne scheint. Aber wenn der Wetterbericht sagt, dass es morgen regnet, sind wir vielleicht schon heute beunruhigt… In Mitteleuropa ändert sich das Wetter ständig. Wer daher nur glücklich ist, wenn die Sonne scheint, hat genügend Gelegenheiten, sich unglücklich zu fühlen. Und angenommen, es wäre immer gutes Wetter, dann würde sich das ganze Wüste nennen. Und dann würde man sich erst recht nicht wohl fühlen. Dort kann man auch nicht leben. Die Welt ist nicht so, wie wir sie gerne hätten. Wir sollten lernen, uns nicht zu sehr beunruhigen zu lassen, wenn die Welt unruhig wird und frei zu sein von Aufregung, Furcht und Angst.

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