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12-01 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 12. Kapitel,  1. Vers: Das Individuum hat Angst, seine Individualität zu verlieren, Hingabe hilft

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Das zwölfte Kapitel ist überschrieben als Bhakti Yoga, der Yoga der Hingabe. Im elften Kapitel hat Krishna, der Lehrer, Inkarnation Gottes, dem Arjuna die Vision der kosmischen Gestalt gegeben. Arjuna hat erfahren, hinter dem ganzen Universum gibt es eine unendliche Weltenseele. Das gesamte Universum ist wie ein Körper Gottes. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, alles ist letztlich gleichzeitig da in dem unendlichen Sein Gottes. Jede Einzelseele ist eine Manifestation der kosmischen Seele. Und alles, was geschieht, geschieht letztlich nach dem Willen Gottes. Auf einer relativen Ebene hat jeder Mensch eine gewisse Freiheit. Aber von einer kosmischen Ebene kann sich jeder nur für das entscheiden, was letztlich im kosmischen Plan angelegt ist. Das Universum ist multidimensional und die verschiedenen Möglichkeiten sind alle im Göttlichen angelegt. Wir haben also eine gewisse Freiheit, das zu erfahren, was die Konsequenz ist aus unseren Handlungen. Aber letztlich können wir uns für nichts entscheiden, was nicht im kosmischen Plan vorgesehen ist. Krishna hat Arjuna gesagt, diese Vision der kosmischen Gestalt ist nicht erreichbar durch Praktiken, durch Wohltätigkeit, durch Rituale, sie ist erreichbar durch Bhakti, durch Hingabe. Und wenn man diese großartige Erfahrung hat und vielleicht ängstlich ist, wie es Arjuna dann nachher war, denn das Individuum hat nachher doch Angst, seine Individualität zu verlieren, dann ist Bhakti Yoga, der Yoga der Hingabe, sehr, sehr wichtig. Bhakti Yoga hat verschiedene Aspekte. Du kannst Bhakti üben, Hingabe, gegenüber dem Unendlichen, dem Ewigen, dem Absoluten, dem Unmanifesten, oder du kannst Hingabe üben gegenüber einem persönlichen Aspekt Gottes. Und so ist der erste Vers der Bhagavad Gita die Frage von Arjuna: „Was ist besser?“

„Arjuna uvaca Evam satata-yukta ye bhaktas tvam paryupasate ye capy aksaram avyaktam tesam ke yoga-vittamah.“

Arjuna sprach:

„Die Gläubigen, die stets standhaft Dich so verehren, oder auch die, die das Unvergängliche und Nichtmanifeste verehren – wer ist erfahrener im Yoga?“
Ist also beim Bhakti Yoga besser, eine konkrete Gestalt Gottes zu verehren, oder die nichtmanifeste?

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