Suche
  • TIPP: Nutze die Suche, um bestimmte Verse zu finden.
  • z. B.: die Eingabe 01-21 bringt dir 1. Kapitel, 21 Vers.
Suche Menü
Kapitel
Vers
Schrift öffnen

12-01 Kommentar Swami Sivananda

Das zwölfte Kapitel will zeigen, daß Bhakti Yoga, der Yoga der Hingabe, viel einfacher ist als Jñana Yoga, der Yoga der Erkenntnis.

Im Bhakti Yoga errichtet der Gläubige eine Beziehung der Nähe und Vertrautheit zum Herrn. Langsam baut er jedes der fünf Bhavas (Gefühle) auf, je nach Temperament, Geschmack und Fähigkeit. Die fünf Gefühle sind Santa Bhava (das Gefühl friedvoller Anbetung); Dasya Bhava (das Gefühl, Diener des Herrn zu sein); Sankhya Bhava (das Gefühl des Freundes); Vatsalya Bhava (das Gefühl der Eltern gegenüber dem Kind); und Madhurya Bhava (das Gefühl Liebender zueinander).

Der Gläubige entwickelt diese Gefühle dem Herrn gegenüber. Das letzte (Madhurya Bhava) ist der Gipfelpunkt der Hingabe. Es ist Aufgehen oder Verschmelzen im Herrn.

Der Gläubige betet den Herrn an. Er denkt ständig an ihn (Smaranam). Er singt Seinen Namen (Kirtanam). Er spricht von Seiner Herrlichkeit. Er wiederholt Seinen Namen. Er singt Sein Mantra (Japa). Er betet und er verneigt sich vor Ihm. Er hört Seine Lilas (göttlichen Spiele). Er gibt sich vollständig, bereitwillig und bedingungslos hin, er erlangt Seine Gnade, ist eins mit Ihm und geht schließlich in Ihm auf.

Der Gläubige beginnt mit der Verehrung von Bildern oder Symbolen Gottes. Dann verehrt er die Gestalt im Innern. Schließlich wird er zur höchsten Verehrung des alles durchdringenden Brahman geführt (Para Puja).
So: Wie im letzten Vers des vorhergehenden Kapitels beschrieben.
Avyaktam: Das Nichtmanifeste, das, was die Sinne nicht erfassen können, das alle Begrenzungen übersteigt. Das nichtmanifeste Brahman ist jenseits aller Begrenzungen.

Das, was die Sinne wahrnehmen können, heißt Vyakta, manifest.

Die Herzen der Gläubigen sind ganz auf Dich fixiert. Sie verehren Dich von ganzem Herzen und aus ganzer Seele.

Es gibt andere, die das nichtmanifeste Brahman verehren, welches jenseits von Zeit, Raum und Kausalität ist, keine Eigenschaften hat, ewig und unbestimmbar ist und sich jenseits von Sprache und Geist befindet. Das sind die Weisen.

Wer von den beiden – Verehrender oder Erkennender – kennt den Yoga besser? (Vgl.XI.55)

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.