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10-34 Kommentar Sukadev

Das muss nach den Früchten kommen. Gott ist auch der, der uns alles wegnimmt. Gott gibt uns alles und Gott nimmt uns alles. Auch das können wir als solches sehen. Dazu heißt es in der Bibel: „Gott hat es gegeben. Gott hat es genommen. Gepriesen sei er.“ (Buch Hiob)

Ich bin der Reichtum der Menschen, die wohlhabend sein sollen.“:  Reichtum kann man auf verschiedene Weisen interpretieren. Es gibt materiellen Reichtum, es gibt immateriellen Reichtum. Mit manchen Reichtümern bist du vielleicht von Geburt an gesegnet durch wohlhabende Eltern, vielleicht einfach liebevolle Eltern. Sicherlich hast du andere immaterielle Reichtümer, einen scharfen Intellekt, ein liebevolles Herz, vielleicht ein handwerkliches Talent, eine künstlerische Fähigkeit. All diese Reichtümer kommen letztlich von Gott. Auch die Reichtümer, die du dir scheinbar selbst erarbeitet hast, stammen letztlich von Gott und können auch jederzeit von Gott genommen werden. Angenommen, du bist geldmäßig arm geboren, hast hart in der Schule gelernt, dir dein Studium fast erkämpfen müssen und dann mit großem Arbeitseifer ein kleines Vermögen angehäuft. Selbst dieser Reichtum stammt von Gott. Es hätte so viel auf dem Weg schief gehen können. Und es kann jederzeit schief gehen. So gilt es, Dankbarkeit zu zeigen und inallen eigenen und fremdem Gaben Gott zu sehen.

Es gibt eine kleine Geschichte von einem Minister und einem Tagelöhner: Ein Minister ritt jeden Tag prächtig gekleidet auf einem großartigen Pferd durch den Park. Am Wegesrand saß dabei stets ein Tagelöhner, bevor er seinem Tagewerk nachging. Als die Amtszeit des Ministers zu Ende ging, stellte sich der Tagelöhner dem Minister in den Weg und sagte zu ihm: „Verehrter Minister, ich möchte dir für die großen Wohltaten danken, die du mir hast zukommen lassen.“ Der Minister konnte sich nicht daran erinnern, für den Tagelöhner jemals etwas getan zu haben. Er fragte ihm: „Ich weiß deinen Dank zu schätzen. Aber, guter Mann, welche Wohltat habe ich dir denn zukommen lassen?“ Da sagte der Tagelöhner: „Jeden Morgen bist du an mir in der schönsten Kleidung und mit dem großartigsten Pferd, das ich jemals gesehen habe, vorbeigeritten. So habe ich jeden Morgen mit diesem großartigen Augenschmaus begonnen.“ Was meinst du. Wer hatte mehr von dem Reichtum? Der Minister oder der Tagelöhner?

Es gilt, in allem Großartigen, in aller Reichhaltigkeit des Lebens (und des Sterbens) Gott zu sehen.

Jetzt spricht Krishna von den weiblichen Vorzügen. Lies dir genau durch, was die weiblichen Vorzüge laut Krishna sind:

;unter den weiblichen Vorzügen (bin Ich) Ruhm, Reichtum, Sprache, Gedächtnis, Intelligenz, Festigkeit und Verzeihen.“: Diese gelten als die Eigenschaften von Frauen. Das ist ein anderes Menschen- oder Frauenbild, als wir es traditionell bei uns haben. Intelligenz gilt als weiblich, so wie auch im Griechischen Sophia, die Weisheit, als Göttin verehrt wurde. Sprache, Gedächtnis, Festigkeit, aber auch Verzeihen. Lakshmi gilt als Göttin von Ruhm und Reichtum, Saraswati als Göttin der Sprache, Gedächtnis und Intelligenz. Parvati steht für Festigkeit und Verzeihen. In all diesen Eigenschaften kannst du Gott, Göttin oder das kosmische Bewusstsein sehen.

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