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10-06 Kommentar Sukadev

Eine der vielen hinduistischen Schöpfungsmythen besagt, dass zuerst die großen Weisen geschaffen wurden und dann alles andere. Das ist eine etwas andere Schöpfungsgeschichte als wir sie von der Darwinschen Evolutionslehre her kennen. In der modernen Evolutionsbiologie lernt man, dass aus Einzellern Bakterien entstanden, dann Mehrzeller, daraus Pflanzen, daraus irgendwann Fische, Amphibien, dann Echsen, daraus Säugetiere, dann Primaten, daraus die Hominiden und irgendwann der Homo Sapiens und schließlich der Homo Sapiens Sapiens, also der heutige Mensch. Aber ich sehe keinen wirklichen Widerspruch zwischen den indischen (bzw. biblischen) Schöpfungsmythen und moderner Biologie. Zum einen sollten Mythen nicht wörtlich verstanden werden. Zum anderen beziehen sie sich oft nicht auf dieses physische Universum. Z.b. gelten die Manus als subtile, feinstoffliche Wesen ohne physischen Körper.

Die 7 Weisen, die Sapta Maharishis, sind Vashishta, Kashyapa, Vishwamitra, Jamadagni, Gautama, Bharadwaja and Atri.

Diese 7 großen Weisen sind die 7 Weisen der Spiritualität. In Haridwar bei Rishikesh gibt es den Sapta Rishi Mandir, einen Tempel, in dem die 7 Rishis verehrt werden.

Diese 7 Rishis sind jeweils Begründer von Guru-Linien. Yoga Vidya steht in der Tradition von Swami Vishnu, Swami Sivananda und wir beziehen uns auf Vasishtha. Unsere Guru Paramapara Stotram beginnt mit „Narayanam Padmabhavam Vashishtham…“ Narayana ist ein Name von Vishnu. Er gilt als der erste Guru, was symbolisch dafür steht, dass letztlich Gott selbst der erste und wahre spirituelle Lehrer ist. Als nächstes kommt Padmabhava. Das ist Brahma, also der Schöpfer selbst. Darauf folgt Vasishtha, der erste menschliche Guru.

Es gibt also diese 7 Weisen und damit 7 Haupt-Guru-Linien, die sich jeweils auf einen Rishi beziehen. Die meisten spirituellen Traditionen von heute beziehen sich auf Vasishtha. Er ist nicht nur ein Mensch, der irgendwann vor 6.000 Jahren auf  der Erde war, sondern er gilt als die Seele der ganzen spirituellen Tradition, der wir folgen. Und indem wir die Guru Parampara Stotram rezitieren, stimmen wir uns auf diese Tradition ein, im Bewusstsein, dass alle Traditionen aus dem gleichen Gott stammen und somit Teil der Tradition Gottes sind.

Ich möchte eine kleine Geschichte erzählen, die in der Yoga Vasishtha vorkommt. Vishwamitra war ein großer König. Eines Tages ging er mit seinem ganzen Gefolge von mehreren tausend Menschen auf einen Ausflug in den Wald. Dabei besuchte er den Rishi Vasishtha in seinem kleinen Ashram. Vasishtha wollte das ganze Gefolge bewirten, doch Vishvamitra lehnte zunächst ab, da er meinte, dass ein armer Rishi das nicht tun konnte. Doch Vasishtha hatte kein Problem damit, denn er besaß Kamadhenu, die wunscherfüllende Kuh, eine Art Tischlein-deck-dich-Kuh. Diese wunscherfüllende Kuh versorgte den ganzen Hofstaat Vishvamitras mit Essen.

Als Vishvamitra das sah, dachte er: „Wozu braucht ein Rishi eine wunscherfüllende Kuh? Es wäre viel praktischer, wenn ich sie hätte. Ich könnte so viel Gutes mit ihr tun.“ Vishwamitra sagte daher zu Vasishtha: „Bitte gib mir doch die Kuh. Als König kann ich damit viel Besseres anstellen.“ Vasishtha sagte, dass das gefährlich sei. Man müsse wissen, wie man mit Kamadhenu umgeht. Daher müsse er die Bitte des Königs ablehnen. Vishvamitra bot Vasishtha eine ganze Menge Geld und Vieh an, denn er dachte: „Wenn ich Kamadhenu habe, brauche ich sowieso nichts anderes.“ Als Vasishtha sich auf nichts einlassen wollte, beschloss der König, die Kuh mit Gewalt zu nehmen. Daraufhin erhob Vasishtha seinen Yoga Danda (Yoga Stab) und schützte damit die magische Kuh. Keiner der Krieger von Vishvamitra konnte etwas dagegen ausrichten. So erkannte Vishwamitra, dass die Kraft eines Weisen letztlich stärker als die Kraft eines Königs ist und er dachte: „Dann will ich auch Rishi werden. Wenn ein Rishi so viel machtvoller ist als ein König, selbst als der machtvollste König, dann will ich auch Rishi werden.“

Das ist also ein Beispiel, wie jemand auf den spirituellen Weg kommt, nur um mehr Macht zu bekommen. Die Geschichte geht wie folgt weiter: Vishvamitra übte intensiv Tapas (spirituelle Praktiken und Askese). So sammelte er starke spirituelle Kräfte. Dann ärgerte er sich über etwas und über diesen Ärger verlor er seine spirituelle Kraft. Dann wurde er in Versuchung geführt, fiel der Versuchung zum Opfer und verlor dabei wieder von seiner spirituellen Kraft. Er ließ sich aber nicht entmutigen und praktizierte immer wieder von Neuem. Irgendwann ist er dann zum Rishi geworden. Aber er war immer noch nicht ein Brahmarishi wie Vasishtha. Daraufhin praktizierte er weiter intensiv, wurde irgendwann zum Rajarishi, zum königlichen Rishi, was ihm auch noch nicht genügte. So machte er weiter und wurde zum Brahmarishi, einem der Brahman verwirklicht hat. Weil er aber später kam, gehört er nicht zu den Saptarishis, denn die galten schon vorher als die 7 Rishis. Vishwamitra machte viele Fehler. Er stürzte immer wieder auf dem Weg. Aber irgendwann wurde er doch zum Rishi, zum Maharishi, zum Rajarishi, schließlich zum Brahmarishi. Das soll heißen, dass wir nirgendwo   stehen bleiben und immer weiter an uns arbeiten sollen, bis wir Brahman erreichen.

 

Purva Chatvara, die „4 Alten“, sind die 4 Kumaras. Dies bezieht sich auf folgenden Schöpfungsmythos:

Nachdem Brahma die Welt geschaffen hatte, schuf er aus seinem Geist die 4 Kumaras Sanaka, Sananda, Sanatana, Sanatkumara. Er bat sie: „Helft mir weitere Wesen zu erschaffen.“ Doch anstatt ihm zu helfen, stellten sich die 4 Kumaras einige hochspirituelle Fragen wie z.B.: „Warum sollen wir in die Schöpfung hineingehen? Wozu überhaupt? Was ist der Sinn der ganzen Schöpfung? Wer bin ich? Was soll das Ganze? Was ist wahres Glück? Was ist Unsterblichkeit?“

Es gibt ein kosmisches Gesetz, das besagt: „Ist der Schüler bereit, ist der Meister nicht weit.“ Die Kumaras waren zwar gemäß dem Schöpfungsmythos die einzigen Menschen auf der Erde. Aber dieses Gesetz gilt auch, ohne dass es andere Menschen gibt. Also musste sich Gott auf Erden inkarnieren. Er inkarnierte sich als Shiva, in der Gestalt von Dakshinamurti. Murti bedeutet „die Verkörperung“ von Dakshina „der Gabe“. Die 4 Kumaras erblickten diesen Meister, verneigten sich vor ihm und fragten: „Was ist der Sinn des Lebens? Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Wie erreiche ich die Unsterblichkeit?“ Zur Antwort erhob Dakshinamurti nur die Hand und machte als Geste das Chinmudra, das Zeichen für reines Bewusstsein. Im Chinmudra beugt sich der Zeigefinger und die Spitze des Zeigefingers berührt die Daumenspitze. Der Zeigefinger steht für das Ego. Der Daumen für Brahman (das Absolute). Die anderen Finger stehen für die 3 Gunas, Tamas (Mittelfinger), Sattwa (Ringfinger) und Rajas (kleiner Finger). Im Chinmudra beugt sich der Zeigefinger (das Ego). Er neigt sich zum Daumen, zu Brahman hin. Der Zeigefinger löst sich von den 3 kleineren Fingern, also von der Verbindung mit den 3 Gunas. Das Ego verbindet sich mit Brahman. Es entsteht ein Kreis, eine Einheit. Die 4 Kumaras sahen das Zeichen, meditierten über die Bedeutung, erkannten die Bedeutung und erreichten die Selbstverwirklichung. Wenn das Ego sich verneigt, also von den 3 Gunas weggeht und sich mit Brahman verbindet, dann ist die Einheit geschaffen. In dieser einen Geste ist alles, was es vom spirituellen Weg zu wissen gilt: Wir verneigen uns mit dem Ego weg von den 3 Gunas, verbinden uns mit Gott und sind in der Einheit.

Die Geschichte geht natürlich weiter. Brahma (der Schöpfer) war nicht sehr begeistert, dass sich die 4 Kumaras von der Welt abwandten und so schnell ihr höchstes Selbst verwirklichten. Deshalb schuf Brahma die nächste Generation der Menschen als Mann und Frau. Er stattete sie mit viel Anziehungskraft zwischen den Geschlechtern aus und stellte damit sicher, dass die Menschen nicht zu schnell die Selbstverwirklichung erreichen und alles andere vergessen. So konnte die Schöpfung weitergehen.

Die Manus sind mythologische Gesetzgeber für die Menschen. Es gibt zum Beispiel die Manu Smriti, eine Schrift, welche Regeln für das Zusammenleben von Menschen aufstellt. Vieles daraus ist etwas veraltet und kann nur im Kontext der Zeit verstanden werden. Manche Passagen sind jedoch weiterhin hochmodern. Aus der Manu Smriti stammt z.B. die Theorie der 4 Lebensstadien des Menschen (4 Ashramas mit Brahmacharya, Grihastya, Vanaprastha, Sannyas), der 4 Purusharthas (Bestrebungen des Menschen Kama, Artha, Dharma, Moksha) und der 4 Varnas (Shudras, Vaishyas, Kshatriyas, Brahmanas). Auf diese Konzepte bezieht sich Krishna in der Bhagavad Gita immer wieder.

Die Puranas beschreiben, dass es für jedes Zeitalter einen neuen Manu gibt. Das soll zeigen, dass die spirituellen Prinzipien zwar gleich bleiben, aber die Art, wie Spiritualität im Alltag gelebt wird, in jedem Zeitalter anders ist. Sitten, Gebräuche und konkrete Ausformungen von Ethik sind von Kultur zu Kultur, von Generation zu Generation unterschiedlich. Ethische Grundsätze bleiben dagegen vom spirituellen Standpunkt aus gleich. Z.B. finden sich in (fast) allen Religionen Gebote wie Nichttöten, Nichtstehlen, Nichtlügen. Patanjali nennt 5 Yamas, die nicht durch Zeit, Ort und Umstände veränderlich sind und für alle Wesen gelten: Ahimsa (Nichtverletzen), Asteya (Nichtstehlen), Satyam (Wahrhaftigkeit), Brahmacharya (Vermeiden von sexuellem Fehlverhalten), Aparigraha (Unbestechlichkeit). Aber die Umsetzung dieser Punkte ist in jeder Kultur anders. Z.B. Brahmacharya (Vermeiden von sexuellem Fehlverhalten): Arjuna und seine 4 Brüder hatten gemeinsam eine Ehefrau. Arjuna und Bhima hatten darüber hinaus weitere Nebenfrauen. Eine solche „Polygyandrie“ (Ehe zwischen mehreren Männern und Frauen) würde in der heutigen Zeit als unmoralisch gelten. Damals war das etwas gesellschaftlich Akzeptiertes. Vor 40 Jahren galten Geschlechtsverkehr vor der Ehe sowie Scheidung als unethisch. Heutzutage wird das allgemein akzeptiert. Oder Ahimsa: In Europa gilt es als mitfühlend, kranke Hunde einzuschläfern. Vor 60 Jahren hätte das in Indien als höchst unmoralisch gegolten. Deshalb gilt es zu unterscheiden: Was ist Shruti – Offenbarung und dauerhafte Wahrheit? Dafür sind die Rishis zuständig. Was ist Smriti – Überlieferung, kulturabhängige Ethik? Dafür sind die Manus zuständig.

 

Die 4 Kumaras sind auch die 4 Tschadwaras: Shatvano, Maravas, Tata. Und die Savarnis sind die 4 Manus. Diese werden sehr umfangreich in manchen der Puranas beschrieben, insbesondere in der Markandeyapurana. Ein Manu ist nicht wirklich ein physischer Mensch, sondern so etwas wie der Herrscher über ein ganzes Menschengeschlecht. Es gibt die so genannten manvantaras (Zeitalter, Ära eines Manu). Ein manvantara dauert 308 Millionen Jahre. Das soll ein Unterzeitalter sein und über dieses Zeitalter wacht eine astrale Wesenheit, die sich Manu nennt. In den Puranas wird gesagt, dass die heutige Menschheit schon 4 Haupt-Manus hatte. Vielleicht sind dabei 4 Stufen der Menschheitsgeschichte gemeint: Altsteinzeit, Jungsteinzeit mit Erfindung des Ackerbaus, Zeit der Hochkulturen mit Erfindung der Schrift, Beginn von Philosophie und Spiritualität.

Die 7 Rishis und die 4 Manus kann man auch als innere Aspekte jedes Menschen bezeichnen:

die 7 Rishis entsprechen den 7 Ebenen des Seins, den 7 Chakras

die 4 Kumaras entsprechen den 4 Aspekten des menschlichen Geistes, Manas (Denkprinzip), Chitta (Unterbewusstsein), Buddhi (Vernunft), Ahamkara (Ichbewusstsein)

 

Es gibt noch weitere Interpretationen für die Bedeutung insbesondere der Manus. Manus gelten auch als Regenten der gesamten Menschheit. Die Puranas, z.B. die Markandeya Purana, beschreiben genau, in welchem Zeitalter welcher Manu geherrscht hat. Dabei wird sogar gesagt, dass der Manu eines bestimmten Zeitalters in einem früheren Zeitalter ein Mensch war und sich wegen bestimmter Verdienste in einem nächsten Zeitalter als Manu inkarniert. Und die „Regierungszeit“ eines Manus wird als Manvantara bezeichnet. Die Theosophen haben versucht, das genauer zu systematisieren und zu sammeln und verschiedenen Puranas eine Essenz zu entnehmen. Eine Menge darüber kann man in Madame Helena Blavatskys Hauptwerk „Die Geheimlehre“ finden. Diese „Geheimlehre“ stimmt zwar nicht 100% mit den Puranas überein, denn damals waren die Puranas in Indien noch nicht vollständig ins Englische übersetzt, aber man bekommt zumindest eine Ahnung über die kosmologischen Sichtweisen der Inder vor einigen Jahrtausenden. Swami Sivananda und Swami Vishnu-devananda haben auf diese detaillierte Kosmologie keinen allzu großen Wert gelegt und mehr als Mythen oder Symbole behandelt.

Eine weitere Interpretation für Manu findet man in der modernen Systemtheorie. Zunächst in einfachen Worten: Die kleinste biologische Einheit ist die Zelle. Eine Zelle ist schon ein vollständiges Lebewesen. Sie hat eine DNA und Mitochondrien, die als Kraftwerke der Zelle bezeichnet werden. Eine Zelle hat Organe und Organellen. Sie kann Stoffe aufnehmen und wieder abgeben. Typische Einzeller sind z.B. die Pantoffeltierchen. Einzeller gibt es schon seit Milliarden von Jahren auf der Erde. Eine Zelle besteht aus Teilen, den Molekülen. Die Moleküle im Einzeller werden ständig ausgetauscht, aber der Einzeller bleibt der gleiche. Der Einzeller ist also ein Organismus, der aus Teilen besteht, die miteinander in Verbindung stehen. Und der Einzeller steht in Verbindung mit der Umgebung. Ein Einzeller ist, laut Systemtheorie, weniger etwas Stoffliches, als vielmehr bestimmte Organisationsprinzipien von Teilen und Verbindungsprinzipien mit der Umwelt.

Wie der Einzeller besteht jeder Organismus aus Teilen, die auf bestimmte Weise miteinander in Beziehung treten und für den Gesamtorganismus Funktionen erfüllen. Jeder Organismus tritt auf bestimmte Weise mit der Umwelt und anderen Organismen in Beziehung. Die Teile des Organismus und die Umwelt können sich dabei beständig verändern. Was einen Organismus ausmacht, sind hauptsächlich die Organisationsprinzipien und die Arten der Verbindungen. Und jeder Organismus ist wieder Teil eines größeren Organismus.

Komplexere Lebewesen bestehen aus verschiedenen Organen. Jedes Organ ist ein eigenständiger Organismus. Es besteht aus Teilen, den Zellen, die auf verschiedene Weisen miteinander in Beziehung stehen und bestimmte Funktionen für den Gesamtorganismus erfüllen. Und jedes Organ steht in Beziehung zu seiner Umwelt, zu anderen Organen und erfüllt bestimmte Zwecke für einen größeren Organismus, z.B. für einen Menschen.

Der Mensch selbst ist ein Organismus. Er besteht aus einzelnen Organen (die auch in andere Menschen transplantierbar sind), die miteinander in Beziehung stehen und für den Menschen bestimmte Funktionen erfüllen. Er steht in Verbindung und Austausch mit der Umwelt und mit anderen Lebewesen. Und jeder Mensch ist ein Teil eines größeren Organismus, z.B. der Familie. Eigentlich ist der Mensch Teil von verschiedenen Organismen: Familie, Firma, Stadt, Yoga-Center etc.

Alle Menschen zusammen bilden den Organismus namens „Menschheit“. Die Intelligenz der „Menschheit“ als Ganzes, und damit alle Organisationsprinzipien des Organismus Mensch, wird als Manu bezeichnet. Die Menschheit als Ganzes ist Teil des Organismus Erde, Bhumi Devi, die „Göttin Erde“. Bhumi Devi ist Teil dieses Sonnensystems, Surya Bhagavan genannt. Dieses Sonnensystem ist Teil dieser Milchstraße, deren Intelligenz als Indra bezeichnet wird. Das gesamte Universum als Ganzes ist Körper von Ishwara, des Schöpfergottes.

Dazu noch ein paar weitere Gedanken:

Eine Einzelzelle steht einzeln für sich, ist aber auch Teil eines Organs. Man kann sagen, dass jede Zelle in unserem Körper ein Einzelbewusstsein hat und jedes Organ als Ganzes hat wiederum Bewusstsein. Das entspricht dem, was Yoga sagt: Brahman (Bewusstsein) ist überall, Brahman spiegelt sich in jedem Upadhi (jedem Träger von Brahman). Jede Zelle ist wie ein Upadhi von Brahman. Jede unserer Zellen hat auch ein kleines Einzelbewusstsein.

Das Einzelbewusstsein einer Zelle denkt natürlich nicht wie ein Mensch, es hat kein Gehirn. Und auch der Astralkörper einer Zelle ist nicht stark entwickelt, aber Brahman spiegelt sich in jeder einzelnen Zelle. Die diversen Zellen sind Teil eines Organs. Das Herz ist ein eigenes System und somit mehr als die Summe einzelner Zellen. Natürlich kann man Zellen vom einen Herz auf das andere übertragen. Man kann sogar das ganze Herz von einem Körper in einen anderen transplantieren. Ein Herz an sich ist auch wieder wie eine Einzelseele. Ein ganzer Mensch hat natürlich eine Einzelseele, als solche empfinden wir uns auch. Der ganze Körper ist ein bestimmtes System, er steht im Austausch mit der Umwelt, er nimmt Stoffe auf, er gibt Stoffe ab. Er besteht aus einzelnen Teilen, ist aber mehr als die Summe der einzelnen Teile.

 

Der Mensch gehört auch, wie oben gesagt, mehreren größeren Systemen an. Die meisten gehören zu einem größeren System namens Familie. Familien haben oft eine Art System, eine Art Gruppengeist für die ganze Familie, manchmal auch ein Gruppenkarma. Das Familienstellen von Bert Hellinger ist sehr bekannt. Hellinger versucht, psychische Konflikte und Probleme mit Familienstellen aufzulösen. Dabei ist sein Ansatz, dass man für individuelles Wohlergehen seinen Platz in der Großfamilie finden muss und insbesondere seine Vorfahren ehren sollte bzw. das Gefühl entwickeln sollte, von allen akzeptiert zu sein. Ich bin zwar mit einigem nicht einverstanden, was Hellinger da „normativ“ beschreibt. Der Ansatz ist aber durchaus ähnlich wie in vielen Religionen. Im Judentum und Christentum heißt es: „Du sollst Vater und Mutter ehren.“ Das findet man auch im Taoismus, Konfuzianismus, Islam, Hinduismus. Es ist nicht nur der Wunsch der Älteren (welche die Schriftkanons zusammenstellen), von den Jüngeren geehrt zu werden… sondern es ist eine tiefe Erkenntnis, dass der Einzelmensch Teil eines größeren Ganzen ist, mit dem er sich in Harmonie befinden und für welches er wichtige Aufgaben erfüllen sollte. Ob das notwendigerweise die Familie sein muss, steht auf einem anderen Blatt. Der Mensch fühlt sich aber nur dann erfüllt, wenn er für etwas, was mehr ist als er selbst, Aufgaben übernimmt. Das ist auch die Theorie von Victor Frankl und der von ihm begründeten Logotherapie. In vielen Religionen werden sogar die Vorfahren über Generationen hinweg verehrt. Davon hat der Vorfahr, mindestens nach hinduistischen Vorstellungen, nichts – er ist vermutlich schon wieder reinkarniert. Man erkennt damit an, dass man Teil dieser Familie ist.

Dann gehören viele Menschen einer Firma an. Viele gehören zu einer spirituellen Tradition. Die meisten religiösen Richtungen sehen die „Gemeinde“, die Sanga (Buddhismus) als sehr wichtig an.

Im Yoga spielt die Guru Sampradaya, die Gurulinie, eine wichtige Rolle. Ein Aspirant kann Teil einer Gurulinie werden und sich als Teil davon fühlen. Jede Gurulinie hat bestimmte Charakteristika und jeder einzelne kann wertvolle Beiträge leisten. Jede Sampradaya hat einen bestimmten Charakter. Ich kann bis zu einem gewissen Grad sogar spüren, wenn jemand zu einer bestimmten spirituellen Tradition gehört. Da ist eine bestimmte Schwingung. Menschen einer Tradition stimmen sich aufeinander ein, haben eine Verbundenheit, Gemeinsamkeit, agieren und reagieren auf eine bestimmte Art und Weise.

Der Einzelne ist dabei nicht auf eine bestimmte Tradition festgelegt. Genauso wie ein Herz von einem Körper in einen anderen transferiert werden kann, so ähnlich kann man auch in eine andere Tradition hineingehen. Allerdings ist das auch nicht immer einfach, besonders wenn man schon mal in einer Tradition gut verankert war. Deshalb empfehlen die Meister auch, langfristig in einer Haupt-Tradition zu bleiben. Dies ist aber nur eine Empfehlung. Viele Aspiranten (und viele Meister) haben in ihrer spirituellen Entwicklung verschiedene Stadien zu durchschreiten und lernen von unterschiedlichen Meistern.

Auch eine ganze Stadt kann ein gemeinsames Gruppengefühl haben und es heißt auch, eine Stadt ist wie ein Einzelwesen als Ganzes. Und da ist Hamburg anders als Berlin oder gar wie Bad Meinberg. Und Menschen, die in diese Städte ziehen, werden Teile davon und werden beeinflusst.

 

Krishna spricht in der Bhagavad Gita nicht davon, wie man genau mit seiner Familie, seinen Eltern oder Kindern umgeht. Das ergibt sich aus dem Spannungsverhältnis zwischen Svarupa, der Wesensnatur, dem Dharma, wobei hier die „Gepflogenheiten“ gemeint sind und dem Karma. Krishna sagt an vielen Stellen, dass man seiner Wesensnatur folgen muss.

Wir sind oft anders als unsere Eltern oder als unsere Geschwister, und das ist nicht nur im Yoga-Bereich so. Wer eine Sippschaft genau anschaut, stellt fest, dass es da ganz unterschiedliche Interessen gibt – der eine ist Künstler, der andere Bauer und der nächste will die Firma übernehmen und oder will in die Wissenschaft. Oft sind die Eltern enttäuscht, dass das Kind, vorzugsweise natürlich der älteste Sohn, nicht die Landwirtschaft übernimmt. Dieser will etwas anderes machen, z.B. Yogi werden usw.

Jeder muss seiner Svarupa, seinem Herzen folgen und seinen Weg finden bzw. seinen spirituellen Weg gehen. Hauptkriterium für das Verhalten sollte nicht einfach der Wunsch der Eltern sein. Mein Ratschlag ist dabei, seinen Weg konsequent aber mit Freundlichkeit, Toleranz und ohne Missionsdrang zu gehen. Egal, was man macht, es ist oft unvermeidbar, dass es Konflikte mit den Eltern oder den Kindern gibt. Wenn man jedoch freundlich bleibt und die Verbindung nicht abreißen lässt, bleibt gute Kommunikation möglich, auch wenn man seinen eigenen Weg geht. Das ist einer der Vorteile der heutigen Zeit, wo Toleranz eine große Rolle spielt und es allgemein akzeptiert ist, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss.

Manchmal gibt es eine Weile Spannungen, wenn man sich anders entwickelt als das die Eltern bewusst oder unbewusst erwartet haben. Wer zum Beispiel auf vegetarische Ernährung umgestellt hat, wurde vielleicht eine Weile mit heller Aufregung konfrontiert. Mancher, der begonnen hat, zu meditieren und regelmäßig Yogaseminare zu besuchen, wird zunächst auf Sorge bei seinen Eltern oder seinem Partner stoßen. Nach einer Weile wird sich das Verhältnis zu den Eltern und zum Partner wieder normalisieren. Die meisten Eltern werden versuchen, das zu kochen, was der Sohn oder die Tochter tatsächlich isst. In den meisten Fällen sind Konflikte durch den Beginn einer ernsthaften spirituellen Praxis von vorübergehender Natur. Jedoch sollte man nicht erwarten, dass die Eltern das dann auch machen oder einen dafür loben, dass man anders ist, als sie es für einen vorgesehen haben. Irgendwo habe ich gelesen, dass Söhne ihr ganzes Leben danach streben, damit der Vater sagt: „Das hast du gut gemacht, ich bin stolz auf dich.“ Vielleicht trifft das sogar auf Töchter zu. Gerade von dieser Vorstellung sollte man Abstand nehmen. Darauf sollte man das Leben nicht ausrichten. Vielleicht hat man Glück und der Vater sagt das einem irgendwann. Aber erwarte das nicht. Richte vor allem dein Leben nicht danach aus, die Anerkennung der Eltern zu suchen. Die Eltern lieben dich auch so. Sie werden es vielleicht nicht für richtig heißen, was man macht, doch so lange sie sehen, dass man einigermaßen glücklich ist, ist es für sie schon halbwegs in Ordnung. Die meisten Eltern lieben einen mehr als alles andere. Wenn man sogar mehr als ein bisschen glücklich ist, werden die Eltern den eigenen Weg langfristig akzeptieren, denn das Glück der Kinder liegt ihnen am meisten am Herzen.

Ein kleiner Tipp, falls du ein Kind hast. Sage ihm öfters: „Das hast du gut gemacht. Ich bin stolz auf dich.“ Das ist auch wichtig, wenn deine Kinder über 18 sind…

Es kann eine Herausforderung sein, wenn man einen Partner hat, der nicht den gleichen Weg geht, vor allem, wenn sich die Wege sehr stark unterscheiden. Das kann eine Belastung sein und manchmal, wenn keine wirklich starke, gemeinsame Ebene da ist, kann es auch zu einer Trennung führen. In den meisten Fällen gilt aber auch hier, wenn wirklich Liebe da ist, wird man sich nach einer Periode der Schwierigkeiten wieder zusammenfinden.

Ich frage gerne in Yogalehrer Weiterbildungsseminaren: Wer hat einen Partner, der einen anderen oder gar keinen spirituellen Weg geht? In der Mehrheit der Fälle funktioniert es, manchmal nach einer Periode des „Neuzusammenraufens“.

Und wie ist es mit Kindern? In der heutigen Zeit sollte man davon Abstand nehmen, dass die eigenen Kinder langfristig die gleichen spirituellen Werte annehmen. In den meisten Fällen sind Kinder zunächst einmal Nachahmer und mindestens bis 8, 10 Jahre sind die Eltern die wichtigsten Bezugspersonen im Leben. Ich kenne eine ganze Reihe von Kindern, die mit 7 oder 8 Jahren sehr viel Yoga machen, die mit 5 oder 6 Jahren anfangen, Harmonium zu spielen und dann mit 7 oder 8 umso besser Harmonium spielen. Oft wird es dann mit 9 oder 10  Jahren langsam weniger. Ab 11 oder 12 Jahren üben die mit Yoga aufgewachsenen Kinder immer weniger Yoga. Ab da sind nicht mehr die Eltern die wichtigsten Bezugspersonen sondern die Spielkameraden. Wenn es Schulen gäbe, an denen die Mehrheit der Kinder Yoga übt, würde vermutlich ein großer Teil der Kinder auch als Jugendlicher weiter Yoga üben. Bis es soweit ist, wird die Mehrheit der Kinder, die mit Yoga aufgewachsen ist, in der Jugend andere Werte, nämlich die der Klassenkameraden und Freunde, verinnerlichen oder doch mindestens leben.

Ich habe allerdings schon oft erlebt, dass Yoga-Kinder, die in der Jugend gegen Yoga rebelliert haben, mit Ende Zwanzig wieder mit Yoga begonnen haben und sogar Yogalehrer geworden sind. So ist es z.B. mit Amari, der Tochter von Narayani. Auch bei Leela Matas Kindern ist das teilweise so. Relativ häufig bleiben die Kinder aus Yoga-Familien vegetarisch, selbst wenn sie mit ihrer Clique in die Disco gehen oder sich auf andere Weise ihrer Clique anpassen.

Manche Eltern wollen ihr Kind wertneutral erziehen, damit es später selbst entscheiden kann. Ich meine, dass es keine wertneutrale Erziehung gibt. Oft heißt „wertneutrale Erziehung“ atheistische Erziehung. Auch damit prägt man die Kinder. Ich glaube, spirituelle Eltern sollten den Kindern auch Spirituelles lehren. Man sollte es ihnen nicht vorenthalten oder abwarten, bis sie es irgendwann selbst entscheiden. Wenn sie noch jung sind, ist es schon gut, ihnen Angebote zu machen, sie einige Yoga-Übungen mitmachen zu lassen oder auf eine kindgerechte Weise Mantras mit ihnen zu singen. Man kann sie auch einmal ins Haus Yoga Vidya mitnehmen, damit sie dort Yoga, Mantras und Meditation lernen. So wachsen sie in eine gewisse spirituelle Tradition hinein. Im Alter von 8 bis 12 Jahren werden sie dann ihre eigenen Wege gehen. Ab 12 Jahren sind Eltern sowieso hauptsächlich Ernährer und Grenzensetzer, um Extreme zu vermeiden und vielleicht Zuhörer oder unverbindlicher Ratgeber bei Fragen.

Mit 12 ist vermutlich die Erziehung der Eltern zu einem großen Teil abgeschlossen. Früher haben deshalb die Kinder tatsächlich das Elternhaus mit 13 oder 14 Jahren verlassen und sind zum Handwerkermeister, in die Klosterschule, ins Internat oder auf Wanderjahre gegangen. Bei den Evangelischen werden die Kinder mit 14 konfirmiert und weitestgehend vollwertige Mitglieder der Gemeinde. Es ist also ganz natürlich, dass Jugendliche auch heute früh selbständig sein wollen.

Nach dem altindischen Ashrama-System sind die Kinder mit 12, 13 Jahren zum Guru gegangen und haben dann in der Familie des Gurus gelernt und gelebt. Die Eltern sind nicht mehr die Haupt-Bezugspersonen gewesen. Die Eltern wurden ab und zu mal besucht oder kamen zu Besuch. Es ist natürlich nicht falsch, dass Kinder bei den Eltern leben. Eltern sollten aber wissen: Wenn man den Kindern etwas beibringen will, hat man bis zum Alter von 12 Jahren Zeit. Danach kann man Angebote machen. Manchmal sind die Kinder auch froh darüber und nehmen eine ganze Menge von den Eltern an. Natürlich müssen immer noch Grenzen gesetzt werden, aber die weitere Orientierung suchen sich die Kinder typischerweise bei jemand anderem als bei den Eltern. Eine kleine Anmerkung zu dem oben Gesagten bezüglich Kindern und Jugendlichen: Das steht so nicht in der Bhagavad Gita, ist vielmehr meine persönliche Meinung, z.T. angelernt, z.T. aus Gesprächen mit Eltern entstanden, z.T. aus Beobachtungen von Kindern, die ich in 30 Jahren Yoga Praxis habe erwachsen werden sehen, z.T. aus Gesprächen mit Erwachsenen, die schon als Kind Yoga geübt haben.

Zurück zur Theorie der Manus und Rishis aus der Sicht der Systemtheorie:

Als Menschen sind wir Teil von größeren Gruppen. Diese Gruppen haben eine Gruppenseele, ohne dass wir das zu wörtlich zu nehmen brauchen. Wir sind gleichzeitig Teil von verschiedenen Gruppen. Wir können uns durchaus von einer Gruppe lösen und in eine andere Gruppe hineinwachsen. Alle Gruppen von Menschen sind auch Teil der gesamten Erde. Und die Intelligenz hinter der gesamten Erde wird als Bhumi Devi bezeichnet. Bhumi ist „die Erde“ und Devi heißt „die Göttin“. Bhumi Devi ist die „Göttin Erde“. Die Erde selbst hat ein Bewusstsein. Die ganze Erde ist wie der physische Körper von Bhumi Devi. Und Bhumi Devi hat einen Astralkörper, die Gedankenatmosphäre und die geistigen Prinzipien auf der Erde. Darüber hinaus hat Bhumi Devi ein Bewusstsein. Das ganze Planetensystem hat insgesamt auch wieder ein Bewusstsein, was sich Surya nennt (Sonnengott). Im Yoga verehren wir die Erde und die Sonne. Wir sind wie Zellen der Erde. Und die Erde ist wie ein Organ des Sonnensystems. Wenn wir Surya verehren, verehren wir die Seele dieses Sonnensystems und ehren, dass wir Teil dieses Sonnensystems sind.

Ein Manu gilt also als ein Herrscher über das ganze Menschengeschlecht. Alle Menschen zusammen bilden auch ein Menschengeschlecht und sind Teil von Manu. Manchmal wird gesagt, Manu ist wie unser Vater. Manu wird dann auch als derjenige genannt, der den Gesetzmäßigkeiten des Menschseins entspricht, der so ist wie die Grundstruktur des Menschen. In Manu sind aus der Jungschen Sichtweise alle Archetypen des Menschen.

Nach dem Siddhanta (alte indische astronomische Schrift von vor ca. 2.000 Jahren) dauert ein Manvantara, also ein Manu-Zeitalter, 311 Millionen Jahre. Und im gegenwärtigen Kalpa sollen wir uns im 7. Zeitalter, also dem Zeitalter des Vaivasvata Manu, befinden. Das nächste Zeitalter wird das Savarni Manvantara genannt. In der Devi Mahatmyam im Markandeya Purana wird erzählt, wie Suratha die Qualifikation zum künftigen Manu erworben hat. Diese Chronologie von Manus, also Regenten von Menschengeschlechtern, widerspricht natürlich den archäologischen Funden. Entweder man geht davon aus, dass die anderen Manvantaras auf anderen Planeten oder Seinsebenen gewesen sind oder man sieht das Ganze allegorisch. Swami Sivananda und Swami Vishnu-devananda haben darüber nicht allzu viel gesagt, vermutlich weil es für die spirituelle Praxis des Einzelnen letztlich nicht von Bedeutung ist.

Dennoch, ich finde die Grundidee großartig: Alle Menschen zusammen bilden ein großes Ganzes. In diesem Sinne sind wir alle Brüder und Schwestern, nicht nur Kinder des einen Gottes sondern auch Kinder des einen Manus. Und wir sind uns auch deshalb ähnlich, weil wir wie Zellen des gleichen Manus sind. Wir können aber auch sagen, ein Manu ist wie eine Gattung Mensch und wir sind Homo sapiens, eine bestimmte Species. Man könnte die anderen Manus auch als frühere Menschenarten interpretieren, z.B. Homo Neandertalensis, Homo Australopithecus etc.

Zurück zu dem, was Krishna eigentlich gesagt hat: „All diese Wesen sind aus mir heraus entstanden, die 7 großen Weisen, die Rishis, die Kumaras und die Manus.“ Egal wie man es versteht, es läuft auf Folgendes hinaus: Alle spirituellen Haupttraditionen, die 7 Ebenen des Seins, alles stammt aus Gott und ist daher göttlich. Nicht nur die ursprüngliche Welt, sondern auch die physische Welt ist göttlich. Die 4 Kumaras als Symbol der ursprünglichen Spiritualität sind göttlich, die Manus, welche das Menschengeschlecht dort regieren oder das Wissen dieses Menschengeschlechts, die göttlichen Prinzipien hinter dem Menschsein an sich, auch das ist göttlich. All das kommt aus Krishna (wörtlich „der Geheimnisvolle“).

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