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10-01 Kommentar Sukadev

Bereits im 2. Band der Bhagavad Gita hatte ich gesagt, dass wir nicht denken sollten, Gott wäre parteiisch. Wir sollten nicht denken, dass er den einen Menschen liebt und den anderen Menschen nicht. Gott liebt jeden Menschen. Gott ist unser höheres Selbst. Gott ist das kosmische Bewusstsein. Gott ist hinter Allem. Er liebt seine Schöpfung und jeden Teil der Schöpfung, zu der auch wir Menschen gehören. Es heißt, wenn wir einen Schritt auf Gott zugehen, geht Gott hundert Schritte auf uns zu. Im übertragenen Sinne bedeutet das, dass Gott uns jederzeit segnet. Wir müssen uns nur für ihn öffnen.

Krishna spricht diese Worte zu Arjuna, und damit zu uns allen, nicht, damit wir beeindruckt sind, sondern damit es uns wohlergeht. Die Bhagavad Gita ist nicht einfach nur eine trockene, logisch systematisch aufgebaute Abhandlung. Sie ist vielmehr psychologisch ausgerichtet. Krishna gibt Arjuna viele Tipps, wie er spirituell wachsen kann.

Ein wichtiger Tipp für alleMenschen die unterrichten und Vorträge geben: Haltet die Vorträge nicht, um jemanden intellektuell zu beeindrucken. Haltet die Vorträge nicht, damit eure Zuhörer hinterher ein wunderbares philosophisches Konstrukt wiedergeben können. Haltet die Vorträge nicht, um zu zeigen, wie großartig ihr seid, sondern überlegt: Was kann ich Gutes im Leben anderer bewirken? Wie kann ich mit meinen Worten Menschen inspirieren und positiv in ihrem Leben unterstützen? Je nach Anlass und Ort des Vortrags kann die Motivation verschieden sein.

Wenn du z.B. nach einer Yogastunde einen Kurzvortrag über das Verdauungssystem hältst, dann mache dies, weil du den Teilnehmern helfen willst, sich gesünder zu ernähren und dadurch mehr Energie zu bekommen. Wenn du über den Aufbau der Wirbelsäule sprichst, dann mache dies nicht, um hinterher darüber eine Klausur schreiben zu lassen, sondern damit die Teilnehmer verstehen, wie ihr Rückgrat aufgebaut ist. Sie sollten daraus lernen, wie sie sich besser rückengerecht verhalten können und verstehen, wie die Yogaübungen wirken, korrekter ausgeführt werden können und wie sie in ihrer eigenen Yogapraxis die Übungen an ihre spezifischen Probleme anpassen können, damit es ihnen besser geht.

Wenn du einen Yoga-Vortrag auf einer Messe gibst, könnte das Ziel sein, Menschen dazu zu motivieren, deinen neuen Yogakurs zu besuchen. Oder du willst ihnen einfach nur 2 Übungen an die Hand geben, die ihr Leben positiv beeinflussen.

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