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10-01 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 10. Kapitel, 1. Vers: Was ist die Bhagavad Gita?

Krishna, der Lehrer, spricht zu Arjuna, dem Schüler. Krishna sprach:
„Wiederum, Oh mächtig bewaffneter Arjuna, höre Meine erhabenen Worte, die Ich dir, den Ich liebe, verkünden werde, damit es dir wohl ergehe.“

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Die Bhagavad Gita ist ein Zwiegespräch zwischen Krishna und Arjuna. Die meisten der Leser wissen das längst, aber da diese Kommentare über viele Monate, ja Jahre veröffentlicht werden, will ich noch einmal ein paar Worte zur Bhagavad Gita sagen. Und wenn du schon regelmäßig diese Texte liest, ist es trotzdem immer wieder gut, sich bewusst zu machen, was die Bhagavad Gita ist.

Bhagavad heißt Erhabener, der Göttliche, Gita heißt Gesang. Krishna ist eine Manifestation Gottes, er gilt als Avatar, als Inkarnation. Daher, was er sagt, sind nicht nur irgendwelche Worte, sondern es sind Offenbarungen. Bhagavad Gita gilt als Offenbarung Gottes. Und es ist gut, diese Worte auch anzuhören mit einem gewissen Vertrauen, mit einer gewissen Demut, mit dem Wunsch, zu lernen. Es ist gut, anders an die Bhagavad Gita heranzugehen als an andere Bücher, wo man eine kritische, skeptische Haltung hat oder vielleicht historisch überlegt.

Die Bhagavad Gita ist eine Schrift, von der du besonders viel lernst, wenn du sie mit Hingabe liest, wenn du dir überlegst: „Ja, was heißt das für mich? Wie kann ich das umsetzen?“ So gilt die Bhagavad Gita auch als Mantraschrift. Du kannst auch einfach die Verse anhören oder lesen und wenn du die Verse anhörst, hat das Sanskrit an sich Wirkung auf dich. Du kannst meditieren über einen Vers. Du kannst darüber nachdenken. Du kannst auch die Bhagavad Gita wie ein Orakel aufschlagen. Du kannst dir eine Frage stellen oder Gott eine Frage stellen, dann die Bhagavad Gita aufschlagen und den Vers nehmen als Antwort auf deine Frage oder mindestens als Hinweis, von welchem Standpunkt aus du die Frage angehen kannst.

Krishna spricht im 1. Vers des 10. Kapitels: „Ich liebe dich. Ich will dir Gutes tun.“ Und auch das ist etwas, was du dir vergegenwärtigen kannst. Gott liebt dich so, wie du bist. Gott will dir Gutes. Gott spricht Worte zu dir, damit es dir gut geht. Alles, was im Alltag geschieht, sind letztlich auch die Worte Gottes. Aber alles, was geschieht, auch weniger schöne Dinge, hilft dir, damit du Gott erfährst, hilft dir, damit du dich entwickelst. Letztlich, Gott liebt dich. Das klingt vielleicht etwas abgedroschen. Du hast vielleicht in deiner Kindheit, so wie ich, andere gekannt, die dir irgendwelche Plaketten aufgeklebt haben, „Gott liebt dich“ oder „Gott liebt auch dich“. Aber auf eine gewisse Weise ist das purer Bhakti. Du weißt, Gott liebt dich und er liebt dich so, wie du bist. Du musst dir die Liebe Gottes nicht verdienen. Du musst nicht ein toller Yogi sein, um Gottes Liebe zu verdienen. Letztlich, Gott liebt dich so, wie du bist, mit all deinen Schwächen. Und weil Gott dich liebt, will er dir helfen, dass du dich weiter entwickelst. Gott stellt dir keine Vorbedingungen für seine Liebe. Gott bringt die Liebe ohne Bedingungen. Er liebt dich bedingungslos. Du kannst diese Liebe annehmen und du kannst sie spüren. Du kannst sie auch ablehnen, dann spürst du sie vielleicht nicht. Gott wird dich immer weiter lieben. So wie eine Mutter ihr Kind liebt, egal, was das Kind macht. Auch wenn das Kind sich gegen die Liebe wehrt, die Mutter wird das Kind lieben. So liebt dich Gott. Nimm diese Liebe an. Sei dir dessen bewusst und entspanne dich ganz.

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