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08-03 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 8. Kapitel, 3. Vers: Jeder Mensch ist Bewusstsein

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Krishna sprach:

Brahman ist das Unvergängliche, das Höchste. Sein eigentliches Wesen heißt Wissen um das Selbst. Das Opfer, das die Wesen sein und sichtbar sein lässt und sie auch erhält, heißt Handlung.“

Krishna, der Lehrer, erklärt die Begriffe, nach denen Arjuna in den vorigen Versen gefragt hat. „Was ist Brahman?“ „Brahman ist das Unvergängliche, das Höchste, die höchste Wirklichkeit.“ „Was ist Adhyatma, das höchste Selbst?“ Krishna sagt: „Das eigentliche Wesen von Brahman ist das höchste Selbst. Du kannst Brahman erfahren als dein Selbst. Du selbst bist im tiefsten Inneren dieses Brahman.“ Jeder Mensch ist im Grunde genommen Bewusstsein. Das ist das, was den Menschen ausmacht. Nicht der Körper, der nach dem Tod leblos da liegt. Nicht die Persönlichkeit, die sich verändern kann. Nicht irgendetwas anderes macht den Menschen aus, außer Bewusstheit. Dieses Bewusstsein, das ist in Wahrheit Brahman. Deine Bewusstheit ist der göttliche Kern. Spüre das immer wieder. Sei dir bewusst: „Inmitten aller Veränderungen ist in mir Brahman, das Bewusstsein.“

Vielleicht spürst du es jetzt, während ich spreche. Es ist wichtig, sich immer wieder bewusst zu machen: „Das, was mich wirklich ausmacht, ist Brahman.“ Und Brahman erkennst du, indem du dich selbst erkennst. Arjuna hat auch gefragt: „Was ist eine gute Opfergabe?“ Wie können wir letztlich Gott dienen? Und Krishna sagt hier: „Die tägliche Handlung ist die beste Opfergabe.“ Es ist zwar gut, auch in Ritualen, wie z.B. Puja, Homa, Arati, Yajna, Gott zu verehren, Gott Dinge darzubringen in Gottesdiensten oder was auch immer du machen willst. Oder vielleicht hast du auch einen Altar. Und da ist es gut, ab und zu mal eine Blume drauf zu stellen. Vielleicht verneigst du dich vor dem Altar, vielleicht sprichst du ein Gebet. Aber Krishna sagt klar, die beste Opfergabe ist das tägliche Leben. Tue das, was du tust, so, dass du es bewusst als Gabe an Gott darbringen kannst. Wenn du unethische Handlungen tust, dann kannst du sie vielleicht Gott nicht so gut darbringen. Nimm dir also vor: „Was auch immer ich im Alltag tue, das will ich Gott darbringen.“ Und umgekehrt: „Ich will nur das tun, das ich guten Gewissens Gott darbringen kann.“ Wenn du das tust, fällt es leicht, ein ethisches Leben zu führen. Und es fällt leicht, Gott auch tatsächlich im Alltag zu spüren.

Viele Menschen machen den Fehler, ihr Leben in kleine Abteilungen zu packen. „Das ist mein spirituelles Leben. Hier ist mein familiäres oder Beziehungsleben. Hier ist mein Berufsleben. Da ist vielleicht noch das Leben in meiner Freizeit.“ Und so machen sie vielleicht ein oder zwei Stunden spirituelles Leben am Tag. Krishna lehrt den Yoga des Alltags und er sagt: „Die Gabe an Gott ist der Alltag.“ Ähnlich auch wie Jesus es gesagt hat: „Was du dem Geringsten deiner Brüder getan hast, das hast du mir getan.“

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