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05-10 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 5. Kapitel, 10. Vers: „Verhaftungen aufgeben“

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„Wer seine Handlungen Brahman opfert und Verhaftung aufgibt, wird von Sünde nicht befleckt, so wie das Lotusblatt vom Wasser nicht befleckt wird.“

Das war Bhagavad Gita, 5. Kapitel, 10. Vers

„Wer seine Handlungen Brahman opfert und Verhaftungen aufgibt, wird von keiner Sünde befleckt.“ Was heißt Sünde? Wenn wir etwas Schlechtes tun, wenn wir etwas Falsches tun, anderen schaden, bleibt etwas zurück in unserem Geist. Angenommen, du hast jemand anderen verletzt, da bleibt etwas in dir. Yogis würden sagen, in Wahrheit sind wir alle eins. Wenn du gegen diese Einheit verstößt, spürst du das. Irgendwo merkst du, es war nicht richtig. Irgendwas hindert dich daran, dich anschließend glücklich zu fühlen. Jetzt ist es aber so, dass man nicht handeln kann, ohne irgendeinen Menschen auch mal weh zu tun. Wenn du einen Menschen einen Gefallen tust, kann es sein, dass er irgendwo denkt, du willst ihn abhängig machen. Angenommen, du tust ihm keinen Gefallen, dann fühlt er sich vielleicht nicht ausreichend beachtet oder ist verzweifelt. Tust du ihm etwas, denkt er, du erwartest Dankbarkeit usw. Du kannst alles tun, was du willst, um anderen zu helfen, Konflikte entstehen trotzdem.

Das soll jetzt nicht heißen, dass du nicht probieren solltest, anderen Gutes zu tun. Selbstverständlich solltest du probieren, anderen Gutes zu tun. Selbstverständlich ist es wichtig, dass du die Gefühle anderer respektierst und dass du das, was du tust, unter Berücksichtigung auf die Wirkungen tust, die du auf andere vielleicht hast. Aber sei dir bewusst, ganz reine Handlungen, die niemand als anstößig empfindet, sind nicht möglich. Daher sagt Krishna so: „Tue, was du kannst, so gut, wie du kannst, und dann bringe es Gott dar.“ Sage: „Oh Gott, ich will jetzt das Bestmöglichste tun. Ich tue mein Bestmögliches. Ich tue das, um den anderen zu helfen und zu dienen. Ich weiß nicht hundertprozentig, ob ich es richtig tue. Ich weiß nicht, ob meine Entscheidung richtig war. Ich bitte dich, führe und lenke mich. Ich übergebe dir diese Handlung. Ich übergebe dir diese meine Entscheidung. Sorge du dafür, dass Gutes daraus wird.“ Wenn du deine Handlung so ausführst und so Gott darbringst, dann wird dich anschließend nichts beflecken, du wirst, selbst wenn es nachher schief geht, kein schlechtes Gewissen haben. Mindestens nicht sehr lange, denn du hast es nach bestem Wissen gemacht, du hast es Gott dargebracht. Krishna hat noch ein weiteres kleines Wort dort: „Verhaftungen aufgeben“ Das ist auch noch mal etwas Wichtiges. Manchmal musst du auch die Handlung aufgeben, manchmal musst du Erwartungen aufgeben. Manchmal ist es gut, was Gutes zu tun, ohne zu hoffen, dass du gelobt wirst dafür. Das heißt auch, Verhaftungen aufzugeben. So überlege, was du heute oder morgen besonders tun willst, was du besonders Gutes tun willst! Und du kannst es jetzt schon Gott darbringen.

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