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03-04 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 3. Kapitel, 4. Vers: Freiheit von Karma

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Krishna, der Lehrer, spricht:

„Weder durch das Nicht-Ausführen von Handlungen erreicht der Mensch Freiheit von Karma, noch gelangt er durch bloßes Entsagen zur Vollkommenheit.“

Handlungen können binden und mit jeder Handlung können wir neues Karma schaffen. Wir können die höchste Verwirklichung erreichen, indem wir kein neues Karma schaffen und das alte Karma ausarbeiten. Dann ist ja die Frage: Und wie kommen wir jetzt dazu, kein neues Karma zu schaffen? Krishna sagt hier, nicht allein durch das Nicht-Ausführen von Handlungen kommen wir jenseits des Karmas. Manchmal haben wir Pflichten. Und manchmal wird durch das Nicht-Ausführen von Pflichten neues Karma geschaffen. Es nutzt nichts, vor den Verantwortungen wegzulaufen oder schwierige Dinge immer wieder zu verschieben. Gut, manchmal bist du vielleicht nicht bereit, etwas Schwieriges jetzt anzugehen, dann verschiebst du es. Aber Aufgaben werden nicht dadurch erledigt, dass du sie vermeidest. Ein spiritueller Aspirant, der voranschreiten will, geht mutig das an, wenn er erkennt, was anzugehen ist. Wenn du erkennst, du hast eine bestimmte Schwäche, dann überlege: „Könnte ich jetzt an dieser Schwäche arbeiten? Könnte ich etwas dafür tun, um diese Schwäche zu überwinden?“ Wenn du in dir eine verborgene Stärke hast, die du bisher noch nicht umgesetzt hast, noch nicht in den Alltag gebracht hast, dann überlege: „Was könnte ich tun, um diese Stärke in den Alltag zu bringen?“ Wenn du merkst, dass bestimmte Hindernisse in dir sind, bestimmte Unreinheiten, dann gehe sie jetzt an. Durch das Vermeiden allein wird nicht das betreffende Problem aus der Welt geschaffen. Im Gegenteil, gehe Dinge mutig an! Indem du mutig Dinge angehst, kannst du an dir wirklich arbeiten und voranschreiten. Du kannst jetzt gleich überlegen, was könntest du angehen? Was hast du vielleicht schon öfter mal verschoben? Wie könntest du es jetzt gut angehen? Verfalle dabei nicht in die Alles-oder-Nichts-Philosophie, wo du sagst, „vollkommen kriege ich es jetzt nicht hin“. Alles ist ein Prozess. Die Reise nach Rom beginnt mit dem ersten Schritt. Und egal, welche Sache du angehen willst, es beginnt immer mit dem ersten Schritt. Ich wünsche dir dafür viel Kraft! Es gibt dafür sogar ein Mantra, das Ganesha-Mantra. Om Gam Ganapataye Namah. Om Gam Ganapataye Namah. Om Gam Ganapataye Namah. Gehe jetzt mit neuer Kraft das an, was für dich auf dem Weg liegt.

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