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02-49 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 2. Kapitel, 49. Vers: Nimm Zuflucht bei der Weisheit

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Handeln, um gutes Karma zu erreichen, ist dem Yoga der Weisheit weit unterlegen, Oh Arjuna. Nimm Zuflucht bei der Weisheit. Unglücklich sind die, für die die Früchte Motiv der Handlung sind.“

Es gibt verschiedene Gründe, warum Menschen ethisch sein können, warum sie gute Handlungen ausführen. Manche Menschen sind deshalb gut, damit sie in den Himmel kommen. Manche sind deshalb gut, weil sie sich deshalb Belohnung versprechen. Belohnung von Gott oder Belohnung von einem Karma. Wenn du gute Handlungen ausführst, nur um Belohnungen zu bekommen, dann führt dich das nicht zur Freiheit. Letztlich ist dort eine Frucht das Motiv deiner Handlung. Du bist gut wegen Hintergedanken. Du kannst jemand anderes etwas Gutes tun, vielleicht sogar damit er nachher dir etwas Gutes tut. Eine Hand wäscht die andere. Du erwartest Dankbarkeit, du erwartest einen Vorteil. Du kannst das auch etwas komplexer machen. Eben, du hilft jemandem, du gibst ihm einen Teil deines Geldes, du gibst ihm einen Teil deiner Zeit, du hilfst ihm weiter, indem du dein Wissen teilst, weil du denkst, „dafür werde ich dann belohnt werden“. „Wenn ich jemand anderes helfe, wird mir später irgendjemand anderes helfen, wenn ich mal in Not bin. Auf der einen Seite ist es egal, aus welchen Gründen man Gutes tut. Besser, man tut Gutes, als Schlechtes. „Gut“ ist jetzt im Sinne verstanden von „Hilfreiches“, um anderen Leid zu nehmen oder anderen aus vor allem nicht verschuldeten oder auch selbst verschuldeten Leiden zu helfen. Es ist immer gut, etwas Gutes zu tun. Aber es reicht nicht aus, nur etwas Gutes zu tun. Wenn dabei die Früchte das Motiv der Handlung bleiben, dann ist immer das Potential verunglückt, denn die Früchte können sich einstellen, vielleicht aber auch nicht. Am besten ist, anderen Gutes zu tun, aus Weisheit heraus, in dem Bewusstsein, „wir sind alle eins“. Das Bewusstsein aller Wesen ist eins. Wenn du jemanden siehst, der leidet, sei dir bewusst, letztlich leidest du. So wie Jesus gesagt hat: „Was du tust dem Geringsten deiner Brüder, das tust du mir.“ Aus dem Bewusstsein der Einheit, aus dem Bewusstsein, dass Gott hinter allem steht, kannst du anderen Gutes tun, ohne an Früchten zu hängen. Noch eine Stufe höher ist, es wirklich zu spüren und das Gutes kommt ganz von selbst durch dich. Bis dahin, tue Gutes, einfach, weil es getan werden muss, weil du die Mittel dafür hast, weil vielleicht Gott dich in die Situation geschickt hat mit den Mitteln, die du brauchst, um anderen Gutes zu tun.

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