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18-07 Kommentar Sukadev

Seiner Verantwortung nicht gerecht zu werden oder unverantwortlich zu handeln ist nicht korrekt.

Es gibt bestimmte Dinge, die liegen klar in unserer Verantwortung. Dabei gilt in vielerlei Hinsicht, wer „A“ gesagt hat, muss auch „B“ sagen. Natürlich gibt es immer Grenzsituationen, und nicht alles gilt unter allen Umständen für jeden. Aber im Allgemeinen gilt, wer ein Kind in die Welt gesetzt hat, muss sich normalerweise um das Kind kümmern. Als Eltern hat man eine Verantwortung gegenüber dem Kind.

Wer eine Partnerschaft eingeht, hat bestimmte Verpflichtungen, zum Beispiel, sich um den Partner/die Partnerin zu kümmern, wenn er/sie krank ist.

Wenn man einen Arbeitsvertrag unterschrieben hat, hat man auch bestimmte Pflichten.

Und wenn man auf der Straße an jemandem vorbei geht, der gerade mit einem Herzinfarkt zusammenbricht, hat man eine gewisse Verantwortung, sich darum zu kümmern.

Wir haben verschiedene Verantwortungen und die gilt es wahrzunehmen. Aufgaben einfach nicht wahrzunehmen, weil sie zu anstrengend sind oder weil man denkt: „Ich bin jetzt auf dem spirituellen Weg. Ich brauche meine Meditation. Was um mich herum geschieht, ist mir egal“ ist tamasig und führt sicher nicht zur Erleuchtung.

Aber natürlich gibt es Grenzfälle, wo es nicht so leicht ist, zu entscheiden, was ist jetzt meine Pflicht. Angenommen, man sieht, jemand hat sehr viel zu tun und schafft es kaum. Man selbst hat auch schon viel gemacht und will sich hinsetzen zur Meditation, weil man fühlt, man braucht das für die eigene Regeneration. In dem Fall stellt sich schon die Frage, was soll man jetzt tun? Auf der einen Seite ist es ein gewisser Egoismus, den anderen so viel arbeiten zu lassen. Auf der anderen Seite, wenn man dauernd so weit geht, dass man immer allen hilft und nicht auf die eigenen Ressourcen und deren Regeneration achtet, wird man irgendwann vielleicht selbst krank und tut sich und anderen keinen Gefallen. So gilt es, von Fall zu Fall abzuwägen, was ist jetzt meine persönliche Pflicht.

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