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18-02 Kommentar Swami Sivananda

Kamya karmani: Aktivitäten wie Asvamedha (ein besonderes Opfer), usw., die ausgeführt werden, um spezielle Absichten aus Eigennutzen zu erreichen. Die Weisen sagen, Tyaga sei die Aufgabe der Früchte aller Nitya und Naimittika Werke (gewöhnliche und außergewöhnliche, d.h. gelegentliche, Pflichten).

Die Grundbedeutung der Worte Sannyasa und Tyaga ist ›aufgeben‹. In der gängigen Bedeutung sind Sannyasa und Tyaga mehr oder minder Synomyma. Beide bedeuten ›Entsagung‹. Die beiden Worte haben nicht zwei voneinander vollkommen verschiedene Bedeutungen wie Stein und Frucht, oder Topf und Tuch. Sie übermitteln dieselbe Grundidee mit einem leichten Unterschied.

Es kommt der Einwand: »Es heißt, daß Nitya und Naimittika Handlungen keine Früchte bringen können. Warum wird hier dann die Preisgabe ihrer Früchte erwähnt? Es ist dasselbe, als verlange man die Preisgabe des Sohnes der unfruchtbaren Frau!« Wir sagen: »Der Einwand ist nicht korrekt. Nach Ansicht des Herrn verursachen übliche und gelegentliche Pflichten ihre eigenen Früchte (vgl.VXIII.12). Nur Sannyasins, die dem Wunsch nach den Früchten der Handlungen entsagt haben, erhalten die Früchte nicht, andere Menschen jedoch müssen die Früchte der üblichen und der gelegentlichen Handlungen ernten.«

Wenn man nach dem Erreichen von Selbstverwirklichung allen Handlungen entsagt und in den vierten Lebensstand (Sannyasa) eintritt, ist dies Vidvat-Sannyasa. Wenn man allen Handlungen entsagt und in den Stand von Sannyasa eintritt, um VedantaVichara zu praktizieren (die Betrachtung über die Wahrheiten der Vedantaphilosophie und über die wahre Bedeutung der großen Aussagen aus den Upanishaden, die das Einssein der individuellen Seele und der höchsten Seele enthüllen) und dadurch Selbstverwirklichung erreichen möchten, ist es Vividisha-Sannyasa.

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