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17-21 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 17. Kapitel 21. Vers: Gaben, an Bedingungen geknüpft, sind rajasig

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Dana, das Geschenk, das im Hinblick darauf gemacht wird, ebenfalls etwas dafür zu erhalten, in der Hoffnung auf Gewinn oder auch widerwillig, ist rajasig.“

Ein rajasiges Geschenk ist eines, das einem nicht auf dem spirituellen Weg weiterbringt. Es kann entweder das Ego fördern oder es fördert Wünsche, aber es kann auch einfach neutral sein. Es ist ok, wenn du jemand anderem etwas gibst und auch erwartest, dass er etwas für dich zurückgibt. Darauf beruht letztlich zwischenmenschliche Beziehung, Freundschaften usw. Auch Beziehungen zwischen Arbeitgeber, Arbeitnehmer, zwischen Leistungserbringern und Kunden usw. Nur das, was du so üblicherweise machst, ist jetzt für den spirituellen Weg nicht etwas, was dich voranbringt. Du reinigst dich dadurch nicht, du entwickelst dich spirituell nicht. Eine Gabe, die du machst, um etwas dafür zu bekommen, in der Hoffnung, dass du dabei etwas gewinnst, und sei es nur Ruhm, sei es nur Anerkennung, sei es aber auch eine materielle Gabe zurück, die ist rajasig und bringt dir spirituell so viel nicht.

Da kannst öfters auch dich selbst überprüfen: „Mache ich tatsächlich jeden Tag mindestens eine Sache, wo ich nichts dafür zurückhaben will und wo ich einfach gleichmütig bin?“ Jeden Tag eine Sache machen für jemand anderes, ohne irgendetwas dafür erhalten zu wollen, kann dich auf dem spirituellen Weg sehr weit voranbringen. Er sagt noch, eine weitere Form von rajasiger Gabe ist, wenn du widerwillig gibst. Du tust etwas, aber du magst es eigentlich nicht. Du weißt, du müsstest es machen, aber du machst es ohne Herz und du tust es einfach so. Vielleicht weil es von der Gesellschaft erwartet wird, weil es vom anderen erwartet wird, aber es ist kein Herz dabei. Es ist wichtig, wenn du etwas gibst, dass du es mit Liebe machst und mit Freude und mit Demut. Zumindest, dass du es neutral machst. Widerwillig ist nicht so gut. Das heißt jetzt nicht, wenn du deine Aufgaben mal widerwillig erledigst, dass das gleich schlecht ist. Widerwillig Aufgaben erledigen ist ja schon mal besser, als sie gar nicht erledigen. Es ist aber etwas, was nicht so gut ist auf dem spirituellen Weg, im Sinne von, es bringt dich nicht voran. Es gibt dir jetzt auch keine Rückschritte. Es ist besser, gute Sachen widerwillig zu machen als gar nicht zu machen, gar nichts Gutes zu machen, aber um wirklich voranzukommen, ist es wichtig, wann immer du etwas tust, tue es mit Liebe, tue es mit Freude, tue es mit Hingabe, ohne etwas dafür zu erwarten.

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