Suche
  • TIPP: Nutze die Suche, um bestimmte Verse zu finden.
  • z. B.: die Eingabe 01-21 bringt dir 1. Kapitel, 21 Vers.
Suche Menü
Kapitel
Vers
Schrift öffnen

17-20 Kommentar Sukadev

Dana, ein echtes Geschenk im spirituellen Sinn ist zum Beispiel, wenn man jemandem etwas gibt, ohne etwas dafür zu erwarten, einfach im Bewusstsein, es ist meine Aufgabe. Oder man hat etwas, der andere hat es nicht, also gibt man es ihm.

Oder ein Mensch braucht etwas, man selbst hat es und gibt es ihm. Man erwartet nicht, dass er einem morgen etwas dafür zurück gibt. – Es ist kein Handel.

Natürlich kann man auch mal etwas im Austausch tun, aber dann ist es kein Dana, kein Geschenk, das uns spirituell weiter bringt.

„…am rechten Ort und zur rechten Zeit“: Das Geschenk muss dem anderen natürlich auch helfen. Zum Beispiel jemandem, der sich vorgenommen hat, zu fasten, gerade dann seine Lieblingsspeise oder Lieblingsschokolade zu geben, ist nicht das rechte Geschenk am rechten Ort zur rechten Zeit.

Oder angenommen, jemand ist gerade in einer Hochphase, wo er in uneigennützigem Dienen aufgeht oder es aus bestimmten Gründen auch machen muss, und man schenkt ihm eine Kinokarte oder eine Karte für ein Reitturnier, von dem man weiß, das interessiert ihn, aber er hat gar keine Zeit, hinzugehen.

Also, wir müssen uns beim Geben in den anderen hinein versetzen und schauen, was hilft ihm, was braucht er in diesem Moment.

Sattwiges Geben heißt nicht, jemand etwas Gutes antun, sondern ihn mit Liebe und Feingefühl zu unterstützen.

„…Ein würdiger Mensch“ – heißt, mit Würde und Hochachtung zu geben, nicht herablassend, nicht das Gefühl zu vermitteln: Du bist ein armer Schlucker, ich gebe dir das jetzt. Geben sollte wie eine Verehrung sein.

Swami Vishnu hat am Ende von Seminaren gern einen Satz gesagt, der heute in die Werbung einiger Airlines Einzug gehalten hat, nämlich: „Thank you for the opportunity to serve you – Danke für die Gelegenheit, Euch zu dienen“. – Danke, dass ich dir etwas geben durfte. – Das stammt aus der indischen Spiritualität und wurde später kommerzialisiert.

Nicht von ungefähr heißt es ja auch, Geben ist seliger als Nehmen. Wer etwas gibt, kann demjenigen dankbar sein, dem er etwas geben konnte, denn er läutert sich dadurch, arbeitet sein Karma ab, entwickelt Mitgefühl und Liebe, öffnet sein Herz, überwindet sein Ego und seine Anhaftungen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.