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17-05 Kommentar Swami Sivananda

Es gibt Menschen, die der Ansicht sind, das Quälen des Körpers sei das richtige Mittel, um das Ziel des Lebens zu erreichen. Sie tun das, um Menschen anzuziehen und Geld für die Befriedigung ihrer Sinne zu erhalten. Sie stehen mit erhobenen Armen auf einem Fuß. Das ist nicht wirkliches Tapas. Das ist tamasiges Tapas. Körperliche Qualen bringen keine Befreiung. Diese Menschen sind nicht einmal mit den ersten Elementen der Schriften vertraut. Sie bekritteln die religiösen Praktiken der Weisen und Älteren und verhöhnen gebildete Menschen. Sie sind von Stolz über ihre eigene Großartigkeit geschwellt. Sie sind stolz auf ihren Reichtum. Sie üben Askesen, die nicht geboten sind. Diese Menschen üben strenge, den Schriften widersprechende Askesen durch die Kraft von Wunsch und Verhaftung.

Sie nehmen sogar Kindern das Leben, um ihre Gottheit günstig zu stimmen. Anstatt ihren Egoismus zu töten, töten sie viele unschuldige Tiere im Namen des Opfers; in Wirklichkeit töten sie sie aber zu ihrer Gaumenfreude. Wahrhaft ganz schrecklich! Sie sprechen schlecht über die Schriften und wandern im Wald der Täuschung und Verblendung umher. Sie folgen dem Diktat der Leidenschaft. Sie bringen Schmerzen über sich selbst und über andere. Sie üben Askesen, die ihnen selbst und anderen Lebewesen Schmerzen verursachen. Ihr Schicksal ist wirklich beklagenswert. Sie sind der Zerstörung anheim gegeben.
Kamaragabalanvitah kann auch interpretiert werden als »besessen von Lust, Verhaftung und Macht.«
Dambha: Prahlerei: Der Mensch mit Dambha wünscht, daß alle ihn für tugendhaft halten mögen, und so zeigt er anderen sein rechtschaffenes Wesen. In Wahrheit ist er nicht tugendhaft. Er gibt vor, etwas zu sein, was er nicht ist.
Ahankara: Ichbewußtsein: Der Egoist denkt und fühlt, daß er anderen im Besitz aller tugendhaften Eigenschaften überlegen ist.
Raga: Extreme Verhaftung an Sinnesobjekte.
Bala: Große Kraft im Ertragen heftiger Schmerzen aufgrund von Raga zu Sinnesobjekten (Schmerz, der daher rührt, daß man sich darum bemüht, Dinge zu erlangen und zu behalten).
Kama: Lust: Das Verlangen nach allem.

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