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16-22 Kommentar Sukadev

In der Katha Upanishad beschreibt Yama seinem Schüler Naciketas den Unterschied zwischen Shreya Marga, dem Weg des Guten und Preya Marga, dem Weg des Angenehmen, Vergnüglichen. Da heißt es, der Weg des angenehm Vergnüglichen führt ins Leid, während der Weg des Guten über Leid – indem man manchmal Dingen und Wünschen entsagen, sich überwinden muss – zur Erkenntnis des Höchsten führt.

Oft ist die Unterscheidung zwischen Shreya, dem Guten und Preya, dem oberflächlich betrachtet Angenehmen, zwischen Dharma und Adharma, gar nicht so einfach.

Da gibt uns Krishna im vorherigen und diesem Vers konkrete Hilfen für den spirituellen Weg: Man muss sich befreien von Kama, Krodha und Lobha. Wenn wir uns von Vorstellungen, Wünschen und Anhaftung befreit haben, erwacht die gesunde Intuition, die uns sagt, was zu tun ist.

Vicharana, die zweite Bhumika (Stufen der spirituellen Entwicklung) ist dadurch charakterisiert, dass man nicht nach Kama, Krodha und Lobha handelt, sondern das tut, was gut für einen ist. Vichara heißt Befragung, Unterscheidung. Vicharana steht in enger Verbindung mit der Entwicklung von Viveka, Unterscheidungskraft, und Buddhi, intellektuelle Befragung, Willens- und Entscheidungskraft.

Man überlegt zum Beispiel: „Was folgt aus diesem Wunsch, oder aus diesem Ärger oder dieser Gier? Was ist letztlich der Gewinn und was das Resultat? Entspricht es dem, was mich auf meinem persönlichen und spirituellen Weg wirklich voran bringt? Entspricht es dem, was eigentlich zu tun wäre?“

Auf der Vicharana-Stufe nutzt man dann seine Unterscheidungskraft und muss manchmal gegen seine Wünsche handeln.

In Tanumanasa,  was der nächste Schritt ist, mag man ganz von selbst das, was gut für einen ist. Und so gelangen wir zum höchsten Ziel.

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