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15-11 Kommentar Swami Sivananda

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Nun wird die Beschreibung der Entwicklung der individuellen Seele abgeschlossen.

Die Yogis, die mit eiserner Entschlossenheit streben, mit festem Entschluß, Glauben, Ernsthaftigkeit und ausgewogenem Geist, sehen Ihn in ihren Herzen wohnend. Sie nehmen Ihn in ihrem Geist und Verstand weilend wahr. Sie erkennen Ihn – »Ich bin Das.« Diejenigen aber, deren Verstand dumpf ist, und die nicht die richtige Disziplin von Geist und Sinnen haben, die sich nicht durch Askese, selbstlosen Dienst und Mildtätigkeit gereinigt haben, die ihre Sinne nicht bezwungen haben, die nicht regelmäßig meditieren, die ihre schlechten Gewohnheiten nicht aufgegeben haben, die Lust, Stolz, Ichdenken, Zorn, Gier und Heuchelei nicht ausgerottet haben, die nicht wahre Unterscheidung zwischen dem Wirklichen und dem Unwirklichen entwickelt haben, sehen Ihn nicht, wie hart sie auch danach streben mögen, Ihn durch das Studium heiliger Schriften zu erkennen. Sie können nicht Selbstverwirklichung erlangen. Bloßes Studium von Schriften allein kann einem Menschen, dessen Geist unrein ist, nicht helfen, Selbstverwirklichung zu erlangen. Der Geist des Suchenden muß ruhig und rein sein. Er muß ständige, fortdauernde und tiefe Meditation über das Selbst praktizieren. Nur dann wird er das Selbst in seinem eigenen Herzen wohnend verwirklichen, erkennen und wahrnehmen.

Dieses Ziel (das höchste Wesen), das Feuer, Sterne, Blitz, Sonne und Mond nicht erhellen, von dem der Suchende nicht mehr zu diesem Samsara, der Welt von Geburt und Tod, zurückkehrt, sobald er es einmal erreicht hat, von dem die individuellen Seelen nur eingebildete Teile sind aufgrund der begrenzenden Hülle (Unwissenheit), so wie der Äther im Gefäß begrenzt zu sein scheint, obwohl er eins ist mit dem universellen Äther – ist die Essenz aller weltlichen Erfahrungen.

So wie der Äther im Gefäß identisch wird mit dem universellen Äther, wenn die begrenzende Hülle (der Topf) zerbrochen ist, so wird auch die individuelle Seele eins mit dem höchsten Wesen, wenn die begrenzende Hülle (Unwissenheit) durch Selbsterkenntnis, Selbstverwirklichung, zerstört worden ist, welche aus der Meditation über die richtige Bedeutung der großen Sätze aus den Upanishaden, nämlich Tat Twam Asi (Das bist Du) oder Aham Brahma-Asmi (Ich bin das höchste Wesen) erwachsen ist. Dann verwirklicht er, daß Brahman die Essenz von allem ist, und daß Er die Grundlage aller Erfahrung ist.

Damit Arjuna dies verstehen möge, gibt der Herr eine kurze Zusammenfassung Seiner Erscheinungsformen in den nächsten vier Versen. Eine Beschreibung der alldurchdringenden Natur des Selbst wird hier gegeben.

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