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15-01 Kommentar Sukadev

Feigenbäume haben vielfach verzweigte Wurzeln, viele Blätter und Früchte. Der „Asvattha Baum“ gilt als Symbol für den Lebensbaum, der gleichzeitig Knospen, Blüten, reife Früchte und Stengel bereits abgefallener Früchte trägt – so wie im Universum viele Dinge gleichzeitig da sind und sich ereignen. Er ist immergrün; gleichzeitig wachsen manche Blätter, andere sind schon groß, wieder andere verwelken oder fallen ab.

Eine Interpretation dieses Beispiels: So wie ein Baum fest verwurzelt ist in der Erde, so ist das ganze Universum zutiefst verwurzelt in Brahman und hat Brahman als seinen Stamm. Die sich verästelnden Wurzeln sind wie die Astralwelt. Die Äste und Zweige, die aus dem Stamm kommen sind wie die Kausalwelt, und die einzelnen Blätter, Blüten und Früchte sind wie die physische Welt.

Angenommen, wir wären ein Blatt und könnten nur Blätter sehen. Dann sieht es für uns so aus, als seien wir umgeben von lauter individuellen Blättern. Wir stellen vielleicht fest, wenn wir uns im Wind bewegen, bewegen sich die anderen Blätter auch; wenn wir vertrocknen, tun das die anderen auch. Aber wir wissen nicht wie und warum, wir können den Baum als Ganzes nicht sehen. Angenommen, wir hätten mehr Fähigkeiten als das typische Blatt eines Baumes, wir könnten zum Beispiel miteinander sprechen. Dann würden wir uns als individuelle Seelen erleben, weil wir nicht wissen, dass wir am und aus dem gleichen Baum sind. Yogis sagen: Wir sind alle Teil des gleichen kosmischen Baumes, wir sind wie Blätter, die über die zehn Sinne, die Sinnes- und Handlungsorgane, miteinander in Kontakt treten. Im Unterschied zu den Blättern können wir auch sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen. Wir können uns fortbewegen, unterhalten, etwas tun, Stoffe aufnehmen und ausscheiden und wir können weitere Blätter erzeugen. Aber gleichzeitig sind wir immer miteinander verbunden als Teil des kosmischen Baumes, wir sind und waren nie getrennt voneinander.

„Die Blätter sind Metren und Hymnen“…

Wir könnten uns selbst auch in dem Beispiel als Blüten oder Früchte sehen und die Blätter wie die Weisheit der Veden. „Veden“ steht hier für Wissen auf verschiedenen Ebenen, mit dem wir auch als organischer Teil des Lebensbaums in Verbindung stehen und in Kontakt treten können.

Krishna legt das Beispiel des Ashvatta-Baums wie folgt aus:

 

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