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14-03 Kommentar Sukadev

In diesen ersten Versen drückt Krishna hoch philosophisches Jnana Yoga aus, indem er sagt, letztlich bin Ich, Gott, alles.

Es gibt zum einen Brahman, das Absolute. In diesem Vers ist aber etwas anderes gemeint. Im Original-Sanskrit steht hier „Maha Brahma“, das „Große Brahma“, was eher der Mula Prakriti entspricht, der Urnatur, dem Urschoß des Universums, der kosmischen Ursuppe vor dem Urknall.

In dieses Maha-Brahma lege ich den Keim…. Das ist gewissermaßen der Urknall, aus dem alle Wesen geboren werden.

Das ist die Terminologie und Sichtweise der Samkhya Philosophie, einer der sechs klassischen indischen Philosophiesysteme. Dort gibt es zwei Urprinzipien, nämlich die Urnatur, Urenergie, Prakriti, und den Purusha, reines Bewusstsein. Wenn Bewusstsein und Energie zusammen kommen, wird das ganze Universum geboren. Das Absolute individualisiert sich in allen Formen des Universums. Die individuellen Wesen entstehen und die Bindung beginnt wieder. Von nun an streben die individuellen Wesen wieder danach sich zu befreien und irgendwann hört der ganze Kosmos wieder auf bis zum nächsten Schöpfungszyklus.

Die Samkhya Philosophie führt also im Gegensatz zur Vedanta Philosophie von der reinen Einheit ein Dualitätsprinzip ein. Krishna geht hier somit zwar von der Vedanta -Philosophie etwas weg, fügt jedoch gleichzeitig dem Ganzen einen Einheitsgedanken hinzu, indem er sagt, dass er selbst letztlich dieser Mutterschoss ist und gleichzeitig das absolute Bewusstsein dahinter. 1)

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1)       Siehe auch Einführung in die indischen Philosophiesysteme in „Die Weisheit der Bhagavad Gita für Menschen von heute, Band 1“.

 

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