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13-17 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 13. Kapitel 17. Vers: Das Licht der Lichter

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„Jyotisam api taj jyotis tamasah param ucyate jnanam jneyam jnana-gamyam hrdi sarvasya visthitam.“
„Von Ihm, dem Licht der Lichter, wird gesagt, Es liege jenseits der Dunkelheit; das Wissen, das zu Wissende und das Ziel des Wissens, das im Herzen aller ist.“

 

Von Ihm, dem Unendlichen, dem Ewigen, wird gesagt, er sei das Licht der Lichter, liege jenseits der Dunkelheit. Wenn es dir mal nicht so gut geht, wenn du vielleicht mal in Dunkelheit bist, sei es aus Verzweiflung, sei es, dass du dich verlassen fühlst, sei es, dass du in einer melancholischen Stimmung bist, mit gutem Grund oder grundlos in einer schlechten Stimmung, dann kannst du dir bewusst machen, die Dunkelheit ist nicht zu vertreiben, du brauchst sie nicht loszuwerden, du brauchst noch nicht mal die Ursache dafür festzustellen und abzustellen, denn du bist auch jetzt und in diesem Moment letztlich Licht. Das Göttliche ist in dir. Das Göttliche ist in allen Wesen. Es ist das Licht der Lichter jenseits aller Dunkelheit. Manchmal hilft es, dass du überlegst: „Wo in mir ist dieser Ort des Lichtes der Lichter? Wo in mir ist die Quelle von Freude?“ Heutzutage spricht man ja viel über Burnout und Erschöpfung. Viele Menschen sind erschöpft von den Herausforderungen des Lebens. Aber hinter allen Erschöpfungen ist das Licht der Lichter. In Wahrheit bist du nie ausgebrannt, das Licht geht nie aus, sondern es ist immer da. Es ist das Licht der Lichter, jenseits aller Dunkelheit. Frage dich: „Wo in mir ist dieses Licht der Lichter in diesem Moment? Wo in mir ist die Freude? Auch wenn ich momentan kaum äußeren Grund zur Freude habe, in mir ist diese Freude.“ Oder wenn du gerade viel Grund zur Freude hast, sei dir bewusst, die Freude ist nicht wirklich in äußeren Dingen. Sei dankbar für die Freude, die Freude erinnert dich an Gott. Und in dieser Freude erfährst du Gott. Diese Freude ist im Herzen aller. Diese Freude ist in deinem eigenen Herzen. Nimm dir jeden Tag Zeit, die Freude im Herzen zu spüren. Das kannst du natürlich schon machen am Anfang der Meditation. Am Anfang der Meditation spüre in dein Herz hinein. Du kannst es machen am Ende der Meditation, dann kannst du vom Herzen gute Wünsche in alle Richtungen schicken. Gute Wünsche schicken zu allen Wesen, die du kennst, mindestens zu allen Wesen, mit denen du heute besonders zu tun haben wirst. Du kannst die Freude vom Herzen in alle Richtungen schicken. Und wenn du jemanden siehst, dann kannst du eine Herzensverbindung herstellen. Wenn du sagst, „guten Tag“, sage es nicht einfach so, wünsche dem anderen einen guten Tag. Oder wenn du sagst, „Grüß Gott“, spüre, dass das Göttliche im anderen ist und grüße Gott dort. Oder wenn du sagst, „Hallo“, sei dir bewusst, es kommt vom Englischen „Hey Lord, ich grüße das Göttliche in dir“. Oder sage innerlich: „Om Namah Shivaya. Gruß an das Liebevolle in dir.“ Auch ohne Gruß kannst du diese Herzensverbindung herstellen. Wenn ihr Worte austauscht, tauscht nicht nur Worte aus, kommuniziert. Kommuniziert mit dem Herzen. Ich kann dir das gerade für heute oder für morgen besonders empfehlen, schaffe eine Herz zu Herz Verbindung. Wenn du mit jemand anderem sprichst, spüre ihn oder sie von deinem Herzen aus. Wenn du etwas von ihm willst, spüre es vom Herzen. Wenn er oder sie etwas von dir will, spüre das vom Herzen. Nachher musst du immer noch schauen, wie ihr eure Interessen und Anliegen in Übereinstimmung bringt. Aber zunächst, spüre den anderen vom Herzen her.

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