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12. Kapitel: Der Yoga der Hingabe

GottesbeziehungIm 12. Kapitel der Bhagavad Gita geht es um ein sehr modernes Thema: „Sollen wir Gott konkret verehren oder abstrakt?“ Sollen wir Gott  als allumfassendes, kosmisches Prinzip sehen, als reines Bewusstsein, allgegenwärtig, allmächtig, allwissend oder eher konkret, zum Beispiel als Licht, als Krishna, als Jesus, als Vater im Himmel, als jemanden, mit dem wir sprechen können?

Wir können eine persönliche Beziehung zu Gott aufbauen, indem wir zu ihm sprechen, ihm zuhören, ihn rufen. Da ist natürlich eine naive Vermenschlichung dabei – hat Gott nichts anderes zu tun in diesem unendlichen Universum als mir zuzuhören, wenn ich ihn etwas frage? Und wie ist es mit den Millionen Menschen weltweit, die ihn gleichzeitig um etwas bitten? Kann er allen gleichzeitig zuhören?

BetenTrotzdem, wir können uns vorstellen, Gott hört mir zu, ich kann zu Gott eine Beziehung aufbauen, ich kann Gott fragen. Wer das tut, wird spüren, Gott antwortet. Trotz aller hohen Philosophie ist es für mich immer wieder ein Wunder. Man stellt Gott eine Frage, man bittet ihn um Hilfe, er lässt einen etwas zappeln und plötzlich kommt eine Antwort, eine Klarheit, ein bestimmtes Gefühl, und man spürt, das, worum man gebeten hat, ist plötzlich auf die eine oder andere Weise da. Das passiert immer wieder. So wie Krishna auch sagt: „Manche sehen Ihn als ein Wunder, manche verehren Ihn als ein Wunder.“ So ist es letztlich.

Krishna rät Arjuna: „Baue eine persönliche Gottesbeziehung auf. Das fällt leichter.“ Modern ausgedrückt, Emotionen sind stärker als der Intellekt und konkrete Sachen faszinieren die meisten Menschen mehr als abstrakte. Krishna sagt aber auch: „Du kommst auch mit abstrakter Gottesbewusstheit zum Ziel. Leichter fällt es jedoch über einen persönlichen Aspekt.“

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