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12-12 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 12. Kapitel,  12. Vers: Friede folgt auf Entsagung

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„Sreyo hi jnanam abhyasaj jnanad dhyanam visisyate dhyanat karma-phala-tyagas tyagac chantir anantaram.“

Krishna, der Lehrer, spricht zu Arjuna, dem Schüler:

„Besser als Üben ist in der Tat Erkenntnis; besser als Erkenntnis ist Meditation; dann der Verzicht auf die Früchte des Handelns: Frieden folgt unmittelbar auf Entsagung.“

Krishna beschreibt hier verschiedene Möglichkeiten, wie man Gott erfahren kann. Und er dreht jetzt fast die Reihenfolge der letzten Verse um. Besser als Üben ist Erkenntnis. Also, Yoga üben ist wichtig, das hat er ja im neunten Vers gesagt. „Übe, so kommst du zu Gott.“ Noch besser ist die Erkenntnis, nämlich die Erkenntnis, dass du Brahman bist, oder die Erkenntnis, dass alles Gott ist, oder die Erkenntnis, dass die ganze Welt letztlich eine Manifestation Gottes ist. Besser als Erkenntnis ist Meditation. Wenn es also nicht nur Erkenntnis ist, sondern Verwirklichung in der Meditation. Noch besser als die Meditation ist Verzicht auf die Früchte des Handelns. Eigentlich das, was Krishna vorher gesagt hatte: „Verzicht auf die Früchte des Handelns, das machst du dann, wenn du das andere nicht üben kannst.“ Jetzt lobt er plötzlich den Verzicht auf die Früchte des Handelns. Wir dürfen dort nicht immer nach einer linearen Logik forschen. Im Grunde genommen, tue das, was dir gelingt. Und das, was du tun kannst, mache es von Herzen. Und in jedem Fall gilt, Frieden folgt unmittelbar auf Entsagung. Unruhe und Ängste, Niedergeschlagenheit usw. kommen, wenn du an irgendetwas verhaftet bist, verhaftet an deine eigenen Vorstellungen, verhaftet an Ergebnisse, Verhaftung an die Handlung, Verhaftung an Früchte. Wenn du dich ganz Gott hingibst, wenn du die Früchte des Handelns ganz Gott hingibst, bist du sofort im Frieden. Wann immer du merkst, dass du nicht im Frieden bist, sei dir bewusst: „Irgendwo habe ich mich identifiziert mit den Früchten des Handelns. Lasse das los und sofort ist Frieden da.

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