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11-33 Kommentar Sukadev

Dieses Gefühl können wir auch entwickeln. Auf der einen Ebene sollten wir sehr verantwortungsbewusst handeln und dabei verhaftungslos, wunschlos und pflichtbewusst sein. Es ist schwierig, Verhaftungslosigkeit mit Pflichtbewusstsein zu verbinden. Die meisten Menschen sind entweder das eine oder das andere. So müssen wir einerseits so tun, als ob wir wirklich der Handelnde sind und Verantwortung übernehmen. Auf der anderen Seite sollten wir dabei das Gefühl haben, dass letztlich Gott alles macht. Und wenn es dann nachher gut ausgeht und wir großes Lob bekommen, können wir innerlich lächeln und sagen: „Oh Gott, Du hast ein schönes Spiel gespielt. Du hast alles gemacht und jetzt werde ich gelobt.“

Wie sollte man handeln, wenn man z.B. überfallen wird. Soll man dann die eigene Aggression unterdrücken? Da ist ein anderes Thema dabei. Man kann sich auch zur Wehr setzen, allerdings im Sinne von Verhältnismäßigkeit, so wie auch Arjuna kämpfen soll. Man muss sich nicht alles gefallen lassen. Wenn man sich allerdings nicht mehr mit dem Körper identifiziert, sondern nur mit Gott, dann schützt Gott einen. Solange aber noch eine Identifikation da ist, können wir uns auch verteidigen.

Dieses Mehrfachbewusstsein lehrt uns Krishna immer wieder an neuen Stellen. Er zeigt uns, dass wir im spirituellen Leben öfters den Standpunkt wechseln müssen. Reifes spirituelles Leben muss immer wieder mit Paradoxien umgehen. Weil das nicht so einfach ist, haben immer wieder Menschheitsverführer die Neigung, die Aussagen der Schriften zu vereinfachen, zu simplifizieren und Teile aus einer Schrift wörtlich zu nehmen, um Fanatiker auszubilden. Krishna hat aus dieser Vision heraus eine sehr weite Sichtweise.

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