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10-38 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 10. Kapitel, 38. Vers: Gehe geschickt vor

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„Dando damayatam asmi nitir asmi jigisatam maunam caivasmi guhyanam jnanam jnanavatam aham. Unter den Strafenden bin Ich das Zepter; unter denen, die den Sieg wünschen, bin Ich die Kunst des Staatsmannes; und Ich bin auch die Stille unter den Geheimnissen; Kenntnis bin Ich unter den Wissenden.“
Krishna sagt: „Unter denen, die den Sieg wünschen, bin Ich die Kunst des Staatsmannes.“ Wenn du irgendwo Erfolg haben willst, gehe geschickt vor. Betrüge andere nicht. Führe keine Kriege, auch nicht im übertragenen Sinn. Kämpfe nicht gegen andere. Gut, das kann man nicht verallgemeinern, es mag auch mal notwendig sein, z.B. einem Gewaltverbrecher das Handwerk zu legen. Und wenn du Polizist bist, wirst du manchmal auch deine juristische, gesetzliche Macht nutzen müssen. Aber im Allgemeinen gilt, gehe staatsmännisch vor. Und ein guter Staatsmann berücksichtigt die Interessen von allen, die daran beteiligt sind. Wenn du jemanden besiegst, ist das nur ein Pyrrhussieg, denn er sinnt auf Rache. Und auch die, die gesehen haben, wie du einen anderen besiegt und unterworfen hast, denken: „Oh, das kann mir als nächstes blühen.“ Wann immer du in Konflikt mit anderen bist, wann immer du dich für eine gute Sache engagieren willst, sei es nur, wenn du dich engagieren willst für etwas, was du brauchst, aber noch besser, wenn du dich engagieren willst für eine gute Sache, dann sei dir bewusst, es sind andere involviert darin. Versuche herauszufinden, was vielleicht deren Interesse ist und schaue, ob du das auch berücksichtigen kannst. Manchmal ist Kompromiss notwendig, manchmal ist eine dritte Weise hilfreich und manchmal hilft es, dass man erst das eine und dann das andere macht. Gehe staatsmännisch vor. Überlegt jetzt, was dich heute oder morgen noch erwartet. Gibt es einen anderen, gegen den du dich durchsetzen willst? Überlege, gibt es vielleicht eine geschickte Weise, dich durchzusetzen? Eine staatsmännische Weise, eine Weise, in der du die Interessen von dem anderen und von dir berücksichtigst? Und erkenne, dass darin Gott ist.

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