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08-19 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 8. Kapitel, 19. Vers: Der ewige Zyklus

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Krishna, der Lehrer, spricht zu Arjuna:

„Dieselbe Vielzahl von Wesen wird wieder und wieder geboren und hilflos beim Anbrechen der Nacht wieder im Nichtmanifesten aufgelöst, Oh Arjuna, und sie taucht bei Tagesanbruch wieder auf.“

Krishna beschreibt hier den ewigen Zyklus des Entstehens und des Vergehens. Tag und Nacht sind ja hier Tag und Nacht Brahmas, also Tag und Nacht der Schöpfung. Die Schöpfungen kommen und die Schöpfungen gehen. Die Wesen kommen und die Wesen gehen. Das Vergängliche geht immer weiter. Was einen Anfang hat, hat ein Ende. Und was ein Ende hat, hat wieder einen Anfang. Es ist gut, dich vom Vergänglichen zu lösen und zum Unendlichen, zum Ewigen zu kommen. Shankaracharya hat es mal so ausgedrückt: „Wieder wirst du geboren, wieder wächst du auf, wieder wirst du alt, wieder wirst du sterben, wieder wirst du geboren, wieder wirst du sterben. Jeder Mensch, den du triffst, war schon mal deine Mutter. Jeder Mensch, den du triffst, war schon mal dein Vater. Jeder Mensch, den du triffst, war schon mal dein Kind, dein Freund und Gegner. Wann hast du endlich genug davon? Wache auf, erkenne dein Selbst als das Selbst aller Wesen.“ Denke mal darüber nach. Du bist sehr verhaftet an deine Eltern, an deine Kinder, an deinen Partner. Du hast Menschen, die du magst, du hast Menschen, die du nicht magst. Aber jeder, den du siehst, war vielleicht schon mal deine Mutter, dein Vater. Es heißt, wir haben uns schon so oft inkarniert, im Tierleib schon 8.400.000 Mal, im menschlichen Körper schon viele Tausende oder Zehntausende Mal. Und wenn du außerdem weißt, dass die Menschen sich typischerweise in Clustern inkarnieren, also in Gruppen, aber in unterschiedlichen Beziehungen, dann kannst du dir bewusst sein, der, den du jetzt vielleicht gerade siehst oder demnächst siehst, war schon mal deine Mutter. Innerlich kannst du sagen, „Mami“ oder „Papa“. Jeder war schon mal dein Kind, jeder war schon mal dein Freund. Und wer jetzt deine Mutter und dein Vater ist, war im früheren Leben vielleicht dein Freund, war im früheren Leben vielleicht dein Chef oder dein Kollege oder dein Nachbar. Daher, relativiere so deine Beziehungen. Du hast Aufgaben und du hast Dharmas, du hast Pflichten. Und natürlich haben Beziehungen etwas besonders Schönes. Du kannst aber die Verhaftung etwas reduzieren, wenn du dir bewusst bist: „In diesem Leben ist er jetzt mein Kind. In einem anderen Leben war jemand anderes mein Kind. In diesem Leben bin ich das Kind von diesem Mann und dieser Frau. In früheren Leben war ich das Kind von jemand anderes. In diesem Leben habe ich bestimmte Aufgaben gegenüber meinen Kindern, meinen Eltern, meinen Geschwistern, gegenüber wem auch immer, aber das ist nur in diesem Leben so. Im nächsten Leben kann es wieder anders sein.“ Im Inneren sind wir alle eins und unendlich. Ansonsten spielen wir unsere Rollen, die mit bestimmten Aufgaben verbunden sind.

Hari Om Tat Sat

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