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08-06 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 8. Kapitel, 6. Vers: Der letzte Gedanke vor dem Tod

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Krishna spricht zu Arjuna:

„Jeder, der am Ende den Körper verlässt und an irgendein Wesen denkt, geht alleine zu diesem Wesen, Oh Arjuna, durch sein ständiges Denken an dieses Wesen.“

Krishna spricht hier über den Tod und die Wichtigkeit des letzten Gedankens. Es heißt, der letzte Gedanke vor dem Tod bestimmt, wo wir uns inkarnieren und wie die Zeit zwischen zwei Leben ist. Ähnlich wie auch der letzte Gedanke beim Einschlafen. Angenommen, dein letzter Gedanke beim Einschlafen ist ein Gebet oder ein Mantra, dann werden deine Träume über Mantras sein, werden deine Gedanken im Traum spirituell sein und du wirst am nächsten Morgen mit einem spirituellen Gedanken aufwachen.

Angenommen, dein letzter Gedanke ist, dass du dir Sorgen um einen Menschen machst. Dann wirst du vielleicht von diesem Menschen träumen und du wirst am nächsten Morgen mit Gedanken an diesen Menschen aufwachen. So ist wichtig, was du denkst, bevor du einschläfst. Das ist eine gute Sache, mit dem Mantra einzuschlafen oder vor dem Einschlafen ein spirituelles Buch zu lesen. Es ist auch gut, vor dem Einschlafen nichts Schweres zu essen. All das hilft, dass du gut einschläfst, dass du gute Träume hast, gut am nächsten Morgen aufwachst und am nächsten Morgen auch inspiriert in die Meditation gehen kannst. Ähnlich ist es beim letzten Einschlafen, könnte man sagen, also beim Sterben. Der letzte Gedanke vor dem Sterben bestimmt, in welche der Astralwelten du eingehst und wie du dich im nächsten Leben wieder inkarnierst. Ich habe ja ein ganzes Buch geschrieben über Karma und Reinkarnation und es gibt auch eine Podcastreihe über Karma und Reinkarnation. Da führe ich diese Dinge etwas mehr fort. Woran auch immer du in diesem Leben besonders intensiv denkst, daran kannst du anschließend nach dem Tod weiter denken, bzw. im Moment des Sterbens kommt dieser Gedanke ganz von selbst.

Wenn du in diesem Leben dein Mantra regelmäßig wiederholst und insbesondere auch bei einem Mantra bleibst, eine Hauptmeditationstechnik hast, dann wird es dir leicht fallen, im Moment des Sterbens dieses Mantra zu wiederholen und mit dieser Meditationstechnik deinen Körper zu verlassen. Das sind wichtige Gründe, weshalb es gut ist, ein Hauptmantra zu haben, eine Hauptmeditationstechnik und einen Aspekt Gottes, an den du immer wieder denkst. Dieser Gedanke wird stärker sein als jeder andere Gedanke und er wird von selbst im Moment des Todes an die Oberfläche deines Bewusstseins kommen.

Jetzt halte einen Moment inne und überlege, was ist dein Hauptmantra und wiederhole es nochmals. Wenn du kein Mantra hast, überlege, ob du vielleicht mal eine Mantraweihe mitmachen willst, z.B. in einem der Yoga Vidya Ashrams. Wenn du noch keine Hauptmeditationstechnik hast, überlege, ob es vielleicht gut ist, mal eine auszuwählen. Du kannst dir auch am Anfang etwas Zeit lassen. Der spirituelle Weg dauert ja hoffentlich lange. Du weißt zwar nicht sicher, wann der Tod kommt, aber die Hoffnung ist, dass du noch einige Jahre, vielleicht Jahrzehnte, vor dir hast. So ist es durchaus gut, mit Bedacht zu wählen und einiges auszuprobieren, dann aber bei einer Haupttechnik zu bleiben.

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