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06-04 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 6. Kapitel, 4. Vers: Vollkommenheit im Yoga

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„Wenn ein Mensch nicht an den Sinnesobjekten oder Handlungen hängt und allen Gedanken entsagt hat, wird von ihm gesagt, er hätte Yoga erreicht.“

Was heißt, Vollkommenheit im Yoga? Was heißt, Yoga erreicht haben? Yoga heißt Einheit, Yoga heißt Harmonie. Krishna gibt hier eine einfache Definition. Wenn wir nicht hängen an den Objekten und nicht hängen an den Handlungen und nicht hängen an unseren vorgefertigten Meinungen und wenn wir gleichzeitig dabei enthusiastisch im Alltag sind, dann haben wir Yoga erreicht, Harmonie. Nicht hängen an Sinnesobjekten. Sei dir immer wieder bewusst, was kommt, geht auch wieder. Alles, was einen Anfang hat, hat auch ein Ende. Nichts in dieser Welt ist beständig. Man kann es nicht oft genug sagen. Krishna wiederholt sich da ja auch immer wieder und deshalb wiederhole ich es ja auch immer wieder in diesen täglichen Inspirationen. Hänge nicht an Sinnesobjekten, hänge nicht auch an Handlungen! Das, was du heute tust, ist vielleicht morgen nicht mehr das Richtige. Und das, was du morgen tust, ist vielleicht wieder etwas anderes als übermorgen. Sei natürlich auch beständig! Eine gewisse Beständigkeit ist auch notwendig. Aber hänge nicht daran! Und besonders wichtig, hänge nicht an Vorstellungen! Du machst dir vielleicht Vorstellungen, wie dein Partner, deine Partnerin sich zu verhalten hat, wie deine Kinder sich zu verhalten haben, wie deine Eltern sein sollten, dein Chef, dein Mitarbeiter, deine Kollegen, deine Kunden usw. Gib immer mal wieder diese Vorstellungen auf! Lass immer wieder los! Und stelle dir immer wieder die Frage: „Angenommen, ich wäre jetzt neu in der Situation. Was würde ich über diesen Menschen denken? Oder angenommen, ich wäre jemand anderes. Wie würde ich diese Situation einschätzen? Angenommen, ich wäre mein Kunde. Wie würde ich die Situation ansehen?“ Lerne es, spielerisch mit Gedanken und Vorstellungen umzugehen! So kannst du in größerer Harmonie mit dir selbst, in größerer Harmonie mit deinen Mitmenschen, in größerer Harmonie mit deinem Schicksal und deinen Aufgaben sein. Und du bist im Yoga, in dem Gefühl der Einheit und Verbundenheit.

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