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06-03 Kommentar Sukadev

Zum spirituellen Leben gehören zwei Aspekte: (1) die spirituelle Praxis (Sadhana) im engeren Sinne (Meditation, Asanas, Pranayama, Studium der Schriften, Mantra-Singen etc.); dies kann man als „Nichthandeln“ bezeichnen. (2) die Spiritualisierung des Alltags, also die Handlungen des täglichen Lebens.

Es ist wichtig, da einen guten Rhythmus zu haben: Täglich 1-3 Stunden spirituelle Praxis; ein mal pro Woche etwas mehr; ein Mal alle 1-2 Monate ein Wochenende intensiverer Praxis; eins bis zwei mal im Jahr 1-2 Wochen viel Sadhana. Alle paar Jahre mal mehrere Wochen oder gar Monate am Stück.

Es ist also wichtig, eine gute regelmäßige spirituelle Praxis zu haben und immer wieder auch intensiver zu praktizieren. Für den spirituellen Fortschritt sind am Anfang des Wegs der Alltag und die Einstellung, mit der wir den Alltag leben, wichtiger als die spirituelle Praxis an sich. Zu Anfang ist für den Fortschritt entscheidender, wie wir spirituelle Prinzipien ins tägliche Leben bringen, als die Art und Qualität unseres Sadhanas. Spirituelle Praxis ist natürlich wichtig, damit man die Kraft für den Alltag hat. Aber die innere Transformation geschieht im Alltag, nicht in der Meditation.

Später, in einer fortgeschritteneren Phase des spirituellen Lebens, ist die Meditation wichtiger. Zwar lebt der Aspirant/Meister weiter seinen Alltag. Aber ab einer gewissen Stufe geschieht die innere Transformation mehr in der Meditation, weniger im Alltag. Dann sind auch Perioden längerer Meditation besonders wichtig.

Und wann ist man soweit, dass die Meditation selbst wichtiger für den Fortschritt ist als das Umsetzen spiritueller Prinzipien im Alltag? Das sagt Krishna im nächsten Vers:

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