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06-01 Kommentar Sukadev

Ein indischer „Hausvater/Hausmutter“ (englisch „Householder“) hatte im alten Indien die Aufgabe Yajnas auszuführen und auch das Herdfeuer zu unterhalten, also zu kochen. Er ist also jemand „mit Feuer“. Ein Sannyasin, Entsagter, im wörtlichen Sinn, führt keine Rituale aus und kocht auch nicht selbst. Er ist also jemand, der „ohne Feuer“ ist.

Krishna interpretiert den Ausdruck „Sannyasin“, Entsagter, anders: Ein Sannyasin und ein Yogi ist, wer seine Pflichten erfüllt, ohne an den Früchten zu hängen.

Man kann den Ausdruck „ohne Feuer“ auch moderner interpretieren: Manchen Menschen fehlt das innere Feuer: Sie sind träge, behäbig, haben mangelndes Selbstwertgefühl, meinen, sie könnten dieses und jenes nicht. Sie trauen sich wenig zu oder sind zu träge, etwas anzupacken. Ihnen ist alles zu anstrengend. Sie verbrämen das als „yogische Entsagung“, aber eigentlich fehlt ihnen das innere Feuer. Swami Sivananda hat mal humorvoll gesagt, er hätte da eine besondere Methode, nämlich „Yoga Danda“, um die Kundalini Energie zu erwecken. Das ist ein Wortspiel. „Yoga Danda“ ist zum einen eine Art Stock, den man zur Aktivierung von Prana und Nadis an Akupunkturpunkte drücken kann. „Danda“ heißt aber auch ein ganz normaler „Stock“, mit dem man träge Büffel antreiben kann. Im Deutschen würde man sagen: „Sich einen Tritt in den Hintern geben.“ Diesen Tritt müssen wir uns selbst geben oder geben lassen. Und man selbst sollte andere auch nicht in ihrer Trägheit unterstützen. Wir sollten unsere Handlungen mit Enthusiasmus tun, so gut wie wir können, mit großem Engagement, mit innerem Feuer, aber ohne Verhaftung.

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