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05-12 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 5. Kapitel, 12. Vers: Frieden kommt aus Entsagung

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„Wer die Einheit gefunden hat, ausgewogen und harmonisch ist, gelangt zum ewigen Frieden, nachdem er den Früchten des Handelns entsagt hat. Nur wer die Einheit nicht gefunden hat, der Unstete, der Unausgewogene, vom Wunsch Getriebene, Verhaftete, ist gebunden.“

Auf Entsagung folgt Freiheit und innerer Frieden. Auf Verhaftung und auf Wünsche folgt Gebundenheit und letztlich Leid. Es gibt einen Unterschied zwischen Engagement, Enthusiasmus und Wunsch und Getriebenheit. Engagement, Enthusiasmus kommt, weil du von innen heraus merkst, das muss getan werden, weil du merkst, das ist deine Aufgabe oder weil du merkst irgendwo, du hast die richtigen Fähigkeiten, du bist die richtige Frau am richtigen Ort. Mache es dann mit Enthusiasmus! Mache es so gut, wie du kannst! Aber eben ohne Verhaftung.

Anders ist jemand, der irgendwo getrieben ist, der denkt, „ohne mich klappt es niemals“, der immer hinterher rennt. Aus diesem hinterher Rennen, sei es, hinter einem Wunsch hinterher rennen oder sei es irgendwo sonst getrieben, daraus entsteht Unfrieden und letztlich nicht nur Unfrieden mit dir selbst, sondern auch Unfrieden mit anderen. Sei dir bewusst, dass hinter allem ein kosmisches Ganzes steckt, dass du auch nur ein Instrument bist in den Händen dieses kosmischen Einen. Dann tue, was du tun kannst, so gut, wie du kannst und gib die Früchte deines Handelns auf! Ich weiß, das erzähle ich jetzt momentan fast täglich, aber Krishna erzählt es fast in jedem Vers in diesem Kapitel. Und er sagt es deshalb, damit du dich mehrere Tage damit beschäftigen kannst und jeden Tag von neuem dir vornehmen kannst, nicht verhaftet zu sein, nicht an eigene Vorstellungen gebunden zu sein. Wenn du Vorstellungen hast und das gehört zum Menschsein dazu, begreife sie als Arbeitshypothesen! Sei bereit, deine Vorurteile und deine Vorstellungen zu ändern, wenn du feststellst, dass von einem anderen Standpunkt aus eine andere Ansicht vielleicht genauso gut oder sogar besser ist. Ich wünsche dir freudevolle Unbedingtheit.

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