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03-01 Kommentar 2 von Sukadev: „Sowohl als auch“

Arjuna sprach: „Wenn du Jnana, Wissen, dem Karma, der Handlung, für überlegen erachtest, Oh Krishna, warum verlangst du dann von mir, dass ich mich an dieser furchtbaren Handlung beteilige?“

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In den vorigen Versen hat Krishna gesprochen von Jnana Yoga und von Karma Yoga. Er hat darüber gesprochen, wie wichtig es ist, aus dem richtigen Wissen heraus zu handeln. Er hat davon gesprochen, dass es wichtig ist, zu erkennen, „ich bin das unsterbliche Selbst, ich bin der Atman, ich bin Satchidananda, Sein, Wissen und Glückseligkeit“. Er hat davon gesprochen, einfach nur zu handeln, um etwas Gutes zu bewirken, ist nicht ausreichend. Wenn man handelt, soll man handeln im Bewusstsein der Verbundenheit und der Einheit. Man soll sich bewusst sein, egal, was man tut, das Selbst ist eins, das Selbst ist unendlich, das Selbst ist ewig.

Arjuna versteht das nicht. Dir geht es vielleicht auch manchmal so. Auf dem spirituellem Weg gibt es immer wieder widersprüchliche Aussagen. Es heißt ja sogar, der Teufel kann die Schriften zitieren. Mal gilt das eine, mal gilt das andere. Als einfach gestrickte Aspiranten wollen wir vielleicht gerne die Wahrheit einfacher haben. Wir wollen klar haben, „das musst du machen, das musst du machen, und wenn du das tust, dann wirst du nachher in den Himmel kommen, die Erlösung erreichen oder alles richtig machen, keine Sünden begehen“.

Reife Spiritualität ist anders. Reife Spiritualität ist oft mehr sowohl als auch und nicht entweder oder. So kannst du dir jetzt vielleicht bewusst werden, gibt es auch für dich sich scheinbar widersprechende Empfehlungen aus deinem spirituellen Übungssystem. Und sei dir bewusst, das muss nicht widersprüchlich sein, sondern das eine kann richtig sein und das andere auch.

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