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02-61 Kommentar Sukadev

Krishna erzählt Arjuna, wie ein selbstverwirklichter Mensch sein sollte. Krishna identifiziert sich mit Gott. Wir sollen unsere Sinne zügeln, uns ruhig hinsetzen und uns dann in die göttliche Wirklichkeit versenken. Dies gilt auch als eine Meditationstechnik, die wir üben können. Wenn wir ein Mantra wiederholen, dann sind wir uns der göttlichen Gegenwart bewusst. Wenn wir unsere Sinne beherrschen, kann unsere Erkenntnis beständig wachsen und stetig sein. Wenn wir von unseren Sinnen immer wieder hin und her gerissen werden, verlieren wir das Wissen, da unser Buddhi in den Dienst der Sinne gebracht wird anstatt umgekehrt, die Sinne in den Dienst des Buddhi. Die meisten Menschen benutzen ihre Vernunft, um ihre Sinne zu befriedigen. Andere Menschen haben plötzlich den Wunsch nach einer Mango. Was könnten sie tun? Sie könnten sich überlegen, wo sie jetzt eine Mango herbekommen. Sie könnten eine andere Person fragen, wo es im Ort ein Lebensmittelgeschäft gibt. Sie könnten im Internet suchen, ob sie vielleicht die Telefonnummer von einem Geschäft herausbekommen und dann dort anrufen und fragen, ob sie Mangos haben. Falls ja überlegen sie sich weiter, wie sie dahin gelangen können. Sie benutzen ihren Intellekt um in den Genuss einer Mango zu gelangen. Wenn wir wirklich etwas wollen, dann nutzen wir unseren Intellekt, um genau das zu bekommen.

Umgekehrt könnten wir aber auch unsere Sinne beherrschen und uns fragen, ob es überhaupt angebracht ist soviel Aufwand zu betreiben. Wir können uns fragen, ob wir das wirklich brauchen. Wenn wir feststellen, das brauchen wir doch nicht, weil wir ja Äpfel, Apfelsinen, Bananen etc. haben und somit genügend Vitamine bekommen können, dann ist es gut. Dann sind unsere Sinne im Dienst des Intellekts und nicht der Intellekt im Dienst der Sinne. Wenn wir nach unseren Überlegungen aber zu dem Ergebnis kommen, dass wir die Mangos jetzt ganz dringend brauchen, dann müssen wir uns sie doch besorgen.

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