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02-59 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 2. Kapitel, 59. Vers: Werde dir des Höchsten bewusst

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„Die Sinnesobjekte wenden sich vom Enthaltsamen ab und lassen das Verlangen zurück. Aber auch sein Verlangen wendet sich ab, wenn er des Höchsten gewahr wird.“

Es gibt zwei Stufen von Pratyahara bzw. Sinnesbeherrschung. Der erste ist, aktiv sich vornehmen, etwas nicht zu tun. Aktiv sich vornehmen, verhaftungslos zu sein. Z.B. kannst du dir für heute etwas vornehmen. Du kannst sagen: „Ich werde heute etwas Bestimmtes nicht essen. Ich werde auf eine bestimmte Weise, wie ein Mitmensch zu mir spricht, nicht so reagieren, wie bisher. Ich werde meditieren, auch wenn es mir erstmal keinen Spaß machen sollte usw.“ Du kannst dir etwas vornehmen und du kannst es dann auch tun. Also, das ist der erste Schritt, du nimmst dir etwas vor und du verzichtest auch etwas. Das gibt geistige Stärke, das gibt Willenskraft, das gibt dir auch Selbstbewusstsein, das gibt dir Vertrauen, das löst dich von der Sklaverei der Wünsche und der Sinnesverhaftungen, der Reizreaktionsketten. Ich kann dir nur empfehlen, überlege dir jetzt schon, worauf willst du heute verzichten oder aus welcher natürlichen Reiz-Reaktionskette willst du heute ausbrechen? So wirst du stärker. Das ist der erste Schritt. Der zweite Schritt ist, wenn du dir des Höchsten bewusst wirst, dann verschwindet automatisch alles andere Verlangen, denn das Höchste ist Satchidananda, Sein, Wissen und Glückseligkeit. Bist du der höchsten Wonne des Selbst bewusst, ist alles andere nur noch eine Reflexion, ein Spiegelbild dieses Höchsten. Wenn du das Höchste erfahren hast, ist alles andere nicht mehr so wichtig. Oder es ist nur noch wichtig, weil es auch eine Manifestation des Höchsten ist.

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