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02-55 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 2. Kapitel, 55. Vers: Mensch von beständiger Weisheit

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„Von dem Menschen, der alle Wünsche des Geistes vollständig von sich weist und im Selbst durch das Selbst Zufriedenheit erfährt, wird gesagt, er habe stetige Weisheit.“

Sthita-Prajna, Mensch von beständiger Weisheit. Jeder Mensch ist mal weise und vielleicht auch weniger weise. Jeder Mensch fasst sich gute Vorsätze und dann vergisst er die Vorsätze. Es gibt Phasen, da bist du eine Inkarnation von Güte. Es gibt vielleicht Phasen, wo du das nicht bist. Krishna spricht jetzt von dem, der ein Sthita-Prajna ist, ein Mensch von beständiger Weisheit. Wer kommt zu einer beständigen Weisheit? Also nicht jemand, der mal das Gute tut und mal das weniger Gute. Er sagt, wer alle Wünsche des Geistes von sich weist. Das ist ein interessanter Ausdruck. Es heißt nicht, dass er keine Wünsche hat, Wünsche sind da, aber man identifiziert sich nicht damit. Er weist die Wünsche des Geistes von seinem Selbst weg. Er weiß, „ich bin nicht die Wünsche“. Ein Weiser kann sogar seinen Wünschen folgen, aber er weiß, „ich bin nicht die Wünsche“. Er erfährt im Selbst durch das Selbst Zufriedenheit. Die meisten Menschen ziehen Zufriedenheit aus ihrem Bankkonto, aus ihrer Partnerschaft, aus ihrer Familie, aus ihrem Job, aus ihrem Haus, aus ihrem Auto. All das sind begrenzte Quellen von Zufriedenheit. Der Partner wird sich nicht so verhalten, wie man es gerne hätte. Das Auto geht irgendwann kaputt. Der Job verändert sich. Die Kinder ziehen aus dem Haus. Also, das Relative ändert sich. Aber das Selbst, das Bewusstsein, das Göttliche, das ist stets gleich. Und in diesem Selbst, in diesem Göttlichen, in diesem Bewusstsein ist Ananda, ist Wonne. Wer in der Lage ist, in der Meditation regelmäßig zu seinem wahren Wesen zu kommen, der ist auch in der Lage, die Wünsche des Geistes von sich zu weisen, im Selbst Zufriedenheit zu finden, stetige Weisheit zu besitzen.

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