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18-55 Kommentar Swami Sivananda

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Wer an Mich glaubt, Oh Arjuna, und durch aufrichtige und unerschütterliche Hingabe zur Einheit mit Mir gelangt ist, ist wahrlich Mein Selbst. Hingabe gipfelt in Erkenntnis. Hingabe beginnt mit zwei und endet in einem. Para Bhakti (höchste Hingabe) und Jñana sind eins. Hingabe ist die Mutter. Erkenntnis ist der Sohn.

Durch Hingabe erkennt er, daß Ich alldurchdringendes reines Bewußtsein bin; er erkennt, daß Ich nicht dual bin, ungeboren, ohne Verfall, ohne Ursache, selbststrahlend, unteilbar, unveränderlich; er weiß, daß Ich Mich aus all den Unterschiedlichkeiten zusammensetze, die von den begrenzenden Hüllen verursacht werden; er weiß, daß Ich Träger, Quelle, Schoß, Basis und Essenz von allem bin; er weiß, daß Ich der Lenker aller Wesen bin; er weiß, daß ich der höchste Purusha bin, der Beherrscher Mayas, und daß diese Welt nur ein Schein ist. Wenn er Mich so in Wahrheit, in Meinem Wesen erkennt, geht er in Mich ein, sobald er Selbsterkenntnis erlangt hat.

Der Vorgang des ›Erkennens‹ und der Vorgang des ›Eingehens‹ sind nicht zwei unterschiedliche Vorgänge. Erkennen bedeutet werden. Erkennen bedeutet Selbsterkenntnis erlangen. Es erkennen heißt Es werden. Eingehen heißt Das erkennen oder werden. Eingehen ist das Erlangen von Selbsterkenntnis, Selbstverwirklichung. Das alles ist nur ein Spiel mit Worten. Erkennen und eingehen sind gleichbedeutende Begriffe. Es ist sehr schwierig, transzendente spirituelle Dinge zu verstehen oder zu erfassen. Die Lehrer verwenden verschiedene Begriffe oder Ausdrücke, Analogien, Gleichnisse, Parabeln, Geschichten, usw., damit der Suchende es klar und deutlich erfassen kann. Worte sind unvollkommen und Sprachen mangelhaft. Sie können innere spirituelle Erfahrungen nicht vollständig zum Ausdruck bringen.

Der Lehrer erklärt auf die eine oder die andere Weise den Schülern oder Suchenden diese spirituellen Gedanken. Der Suchende selbst muß aber das Selbst verwirklichen. Das liegt jenseits von Worten, Ausdrücken, Analogien oder Gleichnissen. Wie kann es für das nichtduale Brahman Gleichnisse geben? Diese ›Worte‹ sind eine Art Hilfe oder Stütze für den Suchenden, auf die er sich zu Beginn stützen kann, um spirituelle Dinge zu verstehen. Wenn er das Selbst verwirklicht, bedeuten ihm diese Worte nichts mehr. Er wird selbst zu einer Verkörperung von Erkenntnis.

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