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18-54 Kommentar Swami Sivananda

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Brahmabhutah: Nachdem er Brahman erlangt hat. Im nächsten Vers wird beschrieben, wie er vollkommene Freiheit und Einssein mit dem Höchsten erreicht.

Sein Geist ist still. Er befindet sich in einem Zustand der Ausgewogenheit und des Gleichmuts. Nichts ist mit der kleinen Persönlichkeit verbunden, die ihm Kummer verursachen oder ihn veranlassen könnte, einen Wunsch zu empfinden. Wenn dieser Zustand erreicht ist, verschwindet allmählich die Vielfalt der Dinge und er nimmt überall nur Einheit wahr. Wach- und Traumbewußtsein, die falsches Wissen entstehen lassen, verschwinden allmählich.

Er macht sich auch keine Gedanken um seine körperlichen Bedürfnisse. Wenn sein Versuch, sie zu erfüllen, fehlschlägt, ist er auch nicht bekümmert. Er bewahrt immer Ausgeglichenheit des Geistes in Erfolg wie Mißerfolg. Er sehnt sich nicht nach etwas, das er nicht erreicht hat.
Na shochati na kankshati kann auch interpretiert werden als »Weder ist er bekümmert noch erfreut.«
Samah sarveshu bhuteshu kann auch heißen: »Er versetzt sich in die Lage anderer Menschen und hat Mitgefühl mit anderen.« Wenn jemand sehr stark bekümmert oder verzweifelt ist, fühlt er sich selbst davon berührt. Sein Herz ist sehr fein und weich. Er ist äußerst mitfühlend und barmherzig. Er betrachtet Freude und Schmerz aller Wesen als seine eigenen. Wenn andere Freude empfinden, freut auch er sich; wenn andere verzweifelt sind, ist er auch verzweifelt. Sein Herz ist so weit, daß er mit allen mitfühlt. Eifersucht, Engherzigkeit, Kleinlichkeit, der Gedanke des Getrenntseins, alle Schranken, die Menschen von Menschen trennen, Vorurteile jeder Art und Abneigung gegen andere – alles verschwindet vollständig. Er hat kosmische Liebe. Er ist ein kosmischer Wohltäter. Er ist der Freund aller. Dieser Zustand des Weitwerdens liegt jenseits jeder Beschreibung. Man muß es selbst erfahren. Ein solcher Gläubiger oder Suchender erreicht höchste Hingabe an Mich, die vierte und höchste der vier Arten von Hingabe, die im 16. Vers von Kapitel VII beschrieben worden ist, nämlich die Hingabe an das Wissen des Menschen, der Weisheit besitzt. (Vgl.II.70)

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