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18-05 Kommentar Sukadev

Krishna empfiehlt uns diese drei Arten von Handlungen, um uns zu läutern und spirituell zu wachsen. Umgekehrt können wir auch sagen, jede Handlung sollten wir auch als eines davon ansehen, als Opfer, als Gabe oder als Askese-/Verzichtübung.

1. Yajna, Opfer. Im engsten Sinne bedeutet Yajna ein Feuerritual, im weiteren Sinne jede Form von Gottesverehrung als religiöse Praxis, zum Beispiel Zeremonien wie Puja und Arati, eine Kerze darbringen, einen Altar aufstellen, Gottesdienst egal welcher Tradition – was immer man macht, um seine Verehrung und Hingabe auszudrücken. Damit läutern wir uns.

Yajna in einem noch weiter gefassten Sinn bedeutet, alles Gott darzubringen und als Dienst an Gott und der Menschheit zu tun und aufzufassen. In diesem Sinn verschmilzt Yajna mit Dana.

Swami Sivananda zum Beispiel hat davon gesprochen, wie wichtig Jnana Yajna, das Weitergeben von Wissen im Dienst der Menschheit und der Wahrheit sei, und hat mehr oder weniger sein ganzes Leben als Jnana Yajna dargebracht.

2. Dana, Geben. Im engeren Sinne bedeutet Dana Almosen geben. Im weiteren Sinne ist Dana jede Form von uneigennützigem Dienst, also das, was wir sonst als Karma Yoga bezeichnen, also was auch immer wir tun zum Wohl anderer, jemandem etwas zu geben, aus Liebe zu teilen mit anderen, was wir haben – sei es Geld, Wissen, Energie.

3. Tapas, Askese, umfasst jede Form von spiritueller Praxis und jede Form von Selbstdisziplin, die wir uns selbst auferlegen sowie auf bestimmte Dinge zu verzichten. In diesem Sinne sind die Übung von Asanas, Pranayama und Meditation auch Tapas, obwohl die meisten das eher nicht so empfinden werden, denn es gibt kaum etwas Schöneres, was einem regelmäßig und täglich so wunderbare Gefühle und Wohlbefinden schenken kann wie Asanas, Pranayama und Meditation.

Ein positives Körpergefühl kultivieren

Vor einiger Zeit habe ich in einer Zeitschrift ein Interview mit einem Professor über Gesundheit gelesen.

Auf die Frage, wie er Gesundheit definieren würde, hat er geantwortet: „Wenn man seinen Körper nicht fühlt, dann ist man gesund.“

Ich dachte zuerst, er meint das ironisch. Aus den weiteren Sätzen ging jedoch hervor, dass er es durchaus ernst gemeint hat. – Solange man den Körper nicht spürt, ist alles in Ordnung. Er – und vermutlich sehr viele Menschen – kennt seinen Körper nur als Quelle von Schmerz und Leid; folgerichtig ist die Welt in Ordnung, solange man den Körper nicht spürt.

Da ist mir erst richtig klar geworden, wie viel den meisten Menschen entgeht bzw. was Yoga uns alles an Lebensqualität und Erlebnisfähigkeit schenkt.

Wenn man Yoga übt und dann zum Beispiel dieses angenehme Kribbeln in den Fingern spürt; den Körper ganz lebendig und bewusst spürt; wenn die Wirbelsäule in der Vorwärtsbeuge oder bei den Atemübungen angenehm warm durchströmt wird, einhergehend mit einer unglaublich wohligen Wonneerfahrung; das Gefühl einer ganz tiefen Entspannung, wenn man sich ganz leicht und weit fühlt, als ob man schwebt oder als ob man die ganze Welt umarmt, geborgen ist im Kosmos. Bei jedem sind die Erfahrungen natürlich anders, aber es treten wunderschöne Erfahrungen auf.

Um zu überprüfen, ob das, was man im Yoga erfährt, wirklich so etwas Besonderes ist oder ob es allgemein menschliche Erlebnisse sind, habe ich ein paar solcher Erfahrungen einmal meinem Vater erzählt und ihn gefragt, ob er das auch kennt. – Er hat mich ziemlich verständnislos und entgeistert angeschaut… – Die meisten Menschen, die kein Yoga üben, kennen solche Erfahrungen nicht.

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