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12-03 Kommentar Swami Sivananda

Anirdesyam: Das, was nicht wirklich darzustellen oder zu definieren ist – Akshara oder Sacchidananda Para Brahman ist jenseits des Fassungsvermögens von Geist und Sprache. Warum ist Es nicht zu definieren? Weil Es nicht manifest ist. Es hat nicht die vier Eigenschaften manifester Wesen, nämlich Jati (Kaste, wie Brahmane, Kshatriya, usw.), Guna (Eigenschaften wie blau, weiß, groß, klein, usw.), Kriya (Lesen, Gehen, usw.) und Sambandha (wie die Beziehung zwischen Vater und Sohn).
Das Nichtmanifeste: Von keinem Wahrnehmungsorgan feststellbar; für kein Wahrnehmungsorgan manifest.
Upasana (Verehrung) bedeutet ›nahe sitzen‹. Es bedeutet, sich dem gewählten Objekt der Verehrung durch Meditation zu nähern, gemäß den Lehren der Schriften und des spirituellen Lehrers, und ständig im Strom dieses einen Gedanken zu leben, so wie ein ›Faden‹ Öl von einem Gefäß ins andere fließt. Es bedeutet andauerndes und ununterbrochenes Nachsinnen über Gott.
Das unvergängliche Brahman ist allgegenwärtig, durchdringt alles wie Äther. Man kann Es nicht denken, denn Es ist nicht manifest. Das, was für die Sinne wahrnehmbar ist, kann der Geist auch denken. Das, was mit den Wahrnehmungsorganen erfaßt werden kann, kann auch vom Geist gedacht werden. Aber das höchste Wesen ist für die Sinne nicht wahrnehmbar, kann also von den Wahrnehmungsorganen nicht erfaßt werden und ist daher undenkbar. Alle Gedanken über Gott führen den Aspiranten letztendlich zu stiller Meditation.
Es ist Kutastha (unveränderlich). Kutastha bedeutet ›wie eine Masse oder ein Haufen verbleibend‹. Deshalb ist es unveränderlich und ewig. So wie der Amboß unverändert bleibt, obwohl die Eisenstücke, die am Amboß geschlagen werden, ihre Form verändern, so ist Brahman unveränderlich, obwohl sich die Formen verändern. Daher wird Brahman Kutastha genannt. Kuta meint auch etwas, das nach außen hin gut zu sein scheint, das aber im Innern voll des Bösen ist. Daher meint es diesen Samen von Samsara, nämlich Unwissenheit, die im Innern voll des Bösen ist und die in der Svetasvataropanishad Avyakrita (das Undifferenzierte) genannt wird.

 

Mayam tu prakritim vidyat mayinam tu mahesvaram.

 

und in der Gita (Mama maya duratyaya – Diese Meine Täuschung ist schwer zu durchdringen – VII.14). Eine andere Interpretation für Kutastha ist ›das, was an der Wurzel von allem ist‹. Der Beobachter in Maya ist ihr Herr, ist Kutastha.
Achalam: Unbewegt, frei von Veränderung. Daher ist das unvergängliche Brahman Dhruvam, ewig. (Vgl.VIII.21)

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