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07-08 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 7. Kapitel, 8. Vers: Ich bin in allen

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Wir sind im 7. Kapitel und im 8. Vers des 7. Kapitels der Bhagavad Gita sagt Krishna zu Arjuna:

„Ich bin der Geschmack im Wasser. Ich bin das Licht in Sonne und Mond. Ich bin die Silbe Om in allen Veden, der Klang im Äther und die Zeugungskraft im Manne.“

Vorher hat Krishna gesagt, „ich bin alles“. Und jetzt erzählt er ihm, wo er im besonderen Maße zu spüren ist. Das ist eine der vielen Weisen, wie man Gott erkennen kann. Das wird auch als Vibhuti Yoga bezeichnet. Das heißt, der Yoga der göttlichen Herrlichkeiten. Sich bewusst zu machen, wo ist Gott? Ehrfurcht ist eine Weise, Gott zu spüren, im Herzen zu spüren, in seinem ganzen Wesen zu spüren. Es heißt auch, Gott ist Satyam Shivam Sundaram. Gott ist Wahrheit, Satyam, Gott ist Shivam, Liebe, Gott ist Sundaram, Schönheit. Oder anders ausgedrückt, das Wahre, Gute und Schöne ist Gott. Und hier gibt Krishna dem Arjuna einige Möglichkeiten, Gott besonders zu erfahren.

Er hat zu Anfang des 7. Kapitels gesagt: „Halte deinen Geist bei Gott. Indem du deinen Geist immer auf Gott richtest, wirst du das Höchste erfahren und verwirklichen.“ Und Krishna gibt jetzt verschiedene Weisen, wie man Gott in seinem Geist spüren kann. Und nicht nur im Geist, sondern auch vom Herzen, mit Gefühl, mit Emotionen. Hier sagt er: „Ich bin der Geschmack im Wasser.“ Das nächste Mal, wenn du Wasser trinkst, versuche, den Geschmack zu spüren. Sei dir bewusst, Krishna sagt: „Ich bin der Geschmack im Wasser.“ Wenn du heute trinkst, sei dir bewusst: „Ja, im Wasser, da ist Gott spürbar.“ Versuche, Gott zu spüren, während du das Wasser trinkst. „Ich bin das Licht in der Sonne und im Mond.“ Das nächste Mal, wenn du die Sonne siehst – natürlich solltest du nicht direkt in die Sonne schauen – aber wenn du die Sonne so siehst am Himmel oder auch dir jetzt bewusst bist, dass es hell ist, sei dir bewusst, wie großartig es doch ist, Licht zu haben, wie großartig die Sonne ist, wie großartig es ist, dass diese Sonne, die so weit weg ist, diesen Planeten dort erleuchtet. Sei dir bewusst, diese Leuchtkraft, das ist Gott. Oder noch einfacher, wenn du am Abend in den Himmel schaust und den Mond siehst: Spüre den Mond in deinem Herzen. Und wenn du den Mond mit großer Bewusstheit siehst und spürst, spürst du so eine Art göttliche Gegenwart.

Gott ist Om in allen Veden, sagt er. Aber nicht nur in den Veden. Wenn du Autos hörst, die machen Om. Ein Motorrad macht Om OmOm OmOmOm. Ein Kühlschrank brummt mit Ommmmm. Überall hört man dieses Om-Geräusch. Und wann immer du dieses Om-Geräusch hörst, sei dir bewusst, das ist ein Ausdruck Gottes. Er sagt auch noch: „Ich bin die Zeugungskraft im Menschen.“ In der Übersetzung der Bhagavad Gita, die ich vor mir habe, steht „im Manne“. Aber eigentlich steht dort: „Sabdhah Khe Paurusam Nrsu.“ Und das heißt, dass letztlich die sexuelle Energie auch eine Manifestation Gottes ist. Manchmal wird sie ja verteufelt. Auch Swami Sivananda ermahnt in seinen Schriften seine Mönchen oder Nonnen, dass sie enthaltsam sein sollen. Aber Krishna, der ja selbst viele Kinder gezeugt hat und der zu Arjuna, auch einem Vater von mehreren Kindern, spricht, sagt hier: „Ich bin die Zeugungskraft, also die sexuelle Energie in Männern und Frauen.“ Auch dieser Fortpflanzungstrieb und die Sexualität, auch das ist eine göttliche Manifestation. Frisch Verliebte können das vielleicht im besonderen Maße nachvollziehen, denn frisch Verliebte vergöttern letztlich ihren Partner. Und auch die, die Kinder haben, können manchmal Gott besonders spüren im Lächeln des Babys. Das nächste Mal, wenn du dein Kind anschaust, sei dir bewusst, diese Verbindung zu deinem Kind ist letztlich eine Manifestation Gottes. Und wenn du deinen Partner anschaust und innerlich Liebe spürst, sei dir bewusst, auch das ist eine Manifestation Gottes.

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