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06-14 Kommentar Swami Sivananda

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Der spirituelle Sucher muß frohgemut sein. Das göttliche Licht kann sich nur in einen heiteren Geist herabsenken. Heiterkeit wird durch das Ausmerzen von Vasanas, Wünschen und Begierden erreicht. Er muß furchtlos sein. Das ist die wichtigste Voraussetzung. Ein zaghafter Mensch, ein Feigling, ist sehr weit von Selbstverwirklichung entfernt.

Ein Brahmachari (im Zölibat Lebender) diene seinem Guru, dem spirituellen Lehrer, mit ganzem Herzen und lebe von Almosen. Das bildet auch Brahmachari-Vrata. Der Suchende kontrolliere die Erscheinungsformen des Geistes. Er sei ausgeglichen in Freude und Schmerz, Hitze und Kälte, Ehre und Schmach. Er denke immer an den Herrn und mache Ihn zum höchsten Ziel. Brahmacharya bedeutet auch Enthaltsamkeit. Der Samen, die Lebensflüssigkeit, kräftigt Nerven und Gehirn und versorgt das gesamte System mit Energie. Der Brahmachari, der seine Lebenskraft durch das Gelübde der Enthaltsamkeit bewahrt und in Ojas Shakti, strahlende spirituelle Kraft, sublimiert hat, kann lange Zeit ruhig meditieren. Nur er kann die Leiter des Yoga erklimmen. Ohne Brahmacharya, Zölibat, ist nicht ein Quäntchen spirituellen Fortschritts möglich. Enthaltsamkeit ist die eigentliche Grundlage, auf der der Überbau von Meditation und Samadhi errichtet werden kann. Viele Menschen vergeuden diese Vitalenergie – in der Tat ein großer spiritueller Schatz – wenn sie in sexueller Erregung geblendet sind und die Kraft ihrer Vernunft verlieren. Beklagenswert ist ihr Los! Sie können keinen wesentlichen Fortschritt im Yoga machen.

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