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05-04 Kommentar 2 von Sukadev

Bhagavad Gita, 5. Kapitel, 4. Vers: Erkenntnis und uneigennütziges Dienen gehören zusammen

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Kinder, nicht Weise, sprechen von Wissen und dem Yoga des Handelns, vom Ausführen der Handlungen, als wären es zwei verschiedene Dinge oder etwas voneinander Getrenntes. Wer wahrhaftig in einem fest verwurzelt ist, erntet die Früchte von beiden.“

Es gibt so viele Yogawege. Karma Yoga, der Yoga des uneigennützigen Dienens, Bhakti Yoga, der Yoga der Hingabe, Raja Yoga, der Yoga der Selbstbeherrschung, Jnana Yoga, der Yoga des Wissens, um nur vier zu nennen. Alle Yogawege haben das gleiche Ziel. Sie wollen dich führen zur Einheit. Yogis gehen noch weiter und sagen, nicht nur Yogawege führen dazu, sondern die Wege aller spirituellen Traditionen führen zu dem gleichen höchsten Ziel. Es ist egal, ob du jetzt Christ bist, ob du Moslem bist, ob du Jude bist, Taoist, ob du Buddhist bist, ob du Yoga, egal, welcher Tradition praktizierst, ob du Yoga mit Christentum kombinierst, ob du eher agnostisch bist und dennoch spirituell praktizierst, letztlich spielt es keine Rolle. Was eine Rolle spielt, ist, dass du dich selbst weiterentwickelst. Letztlich kann man gar nicht Mensch sein, ohne sich irgendwo weiter zu entwickeln, aber du kannst dich bewusst weiterentwickeln. Und egal, auf welchem Weg du gehst, zwei Dinge sind durchaus immer wichtig: Das eine, das uneigennützige Dienen. Und das zweite ist, die höhere Erkenntnis. Wenn du spirituell wächst, muss sich dieses Wachstum auch ausdrücken. Jesus sagt in der Bergpredigt: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“ Du kannst nicht spirituell in der Einheitserfahrung wachsen und dabei egoistischer werden. Ein spirituell entwickelter Mensch will auch anderen helfen, er will seine Liebe zu anderen ausdrücken, er will Gutes tun in dieser Welt. Daher, du kannst erkennen, ob jemand auf dem spirituellen Weg weitergekommen ist, daran, ob er anderen hilft und dient. Aber allein nur Dienen reicht nicht aus. Es gilt auch, zu einer höheren Erkenntnis zu kommen. So viele Ereignisse geschehen im Leben, so viel Schlimmes sieht man in dieser Welt, so viel Leiden ist da. Wenn du dort nicht Zugang hast zu einer höheren Erkenntnis, dann kann es sein, dass du verzweifelst und vielleicht entmutigt sein wirst. Wenn du dagegen erkennst, dass das ganze Leben Ausdruck eines göttlichen Prinzips ist, wenn du erkennst, dass auch im großen Leiden irgendwo ein Sinn liegen muss, auch wenn du ihn nicht verstehst, dann kannst du voller Kraft und voller Enthusiasmus anderen helfen und dienen. So überlege gerade heute: „Wie kann ich anderen helfen und dienen? Was kann ich tun, um anderen eine kleine Freude zu bereiten?“ Und sei dir immer wieder bewusst, das gleiche Bewusstsein ist in allen Wesen. Wir sind alle Teil des einen unendlichen Ganzen. Wir sind alle Teil der unendlichen Einheit.

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