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02-14 Kommentar Sukadev

Die Kontakte der Sinne haben ein Anfang und ein Ende. Das ist eine banale Weisheit, aber eine Weisheit, die wir immer wieder vergessen. Wenn es uns schlecht geht haben wir manchmal die Befürchtung, dass es uns nie mehr besser gehen wird. Und wenn es uns gut geht, dann denken wir, das muss immer so bleiben. Aber wenn es uns gut geht, geht dieser Zustand irgendwann wieder vorbei. Wenn es uns schlecht geht, dann geht dieser Zustand ebenfalls wieder vorbei. Gestern schien die Sonne. Heißt das, dass ab sofort immer die Sonne scheint? Heute war der Himmel den ganzen Tag grau. Wird der Himmel jetzt immer den ganzen Tag grau sein? Heute loben einen die Menschen, werden sie einen immer loben? Heute tadeln einen die Menschen, werden sie einen immer tadeln? Ein anderes Mal seid ihr in einen Raum gekommen indem es kalt war. Ist er deswegen immer kalt? Irgendwann seid ihr in einen Raum gekommen, der sehr warm war. Habt ihr jetzt immer warme Räume?

Wir können jetzt entweder den Rest unseres Lebens damit verbringen die Welt immer wieder so zu manipulieren, dass sie so ist, wie wir sie gerne hätten oder wir können herausfinden, was unser Dharma ist. Wenn wir versuchen wollen die Welt zu manipulieren ist das so ähnlich, wie wenn wir versuchen, den Schwanz eines Hundes zu begradigen. Dies ist ein bekanntes vedantisches Beispiel. Es gehört zu den so genannten Nyayas. Nicht im Sinne von Logik sondern von Beispielen. Wenn man versucht den Schwanz eines Hundes zu begradigen und ihn dann loslässt, was passiert dann? Er rollt sich sofort wieder auf. Und so ähnlich ist der Versuch die Welt zu manipulieren, dass sie sich so verhält, wie wir es gerne hätten. Es klappt nicht und wenn es uns doch mal gelingen würde, dann wären wir nur enttäuscht, weil wir nicht so glücklich wären, wie wir wollten. Und so stellt sich die Welt als Lila, ein Spiel, dar. Wir können ruhig Weltmanipulation spielen aber wir sollten es nicht zu ernst nehmen. Besser noch als Weltmanipulation zu spielen ist es herauszufinden: „Was ist mein Dharma? Was ist meine Aufgabe? Was kann ich tun?“ Das sollten wir dann so gut tun, wie wir können, in dem Bewusstsein, dass sich die Welt verändert und wir auch Katastrophen erleben können. Diese können wir tapfer ertragen. Im Laufe der Zeit lernen wir es, mit den Dingen besser umzugehen. Nicht in einem Monat, nicht in einem Jahr, aber im Laufe der Jahre. Damit wir weiter lernen, gibt uns Gott immer schwierigere Sachen. Vor kurzem hat mich mal jemand gefragt, warum es so ist, dass wenn man eine Lektion nicht verstanden hat, die gleiche Lektion mit stärkerer Intention nachher noch mal kommt? Warum ist das manchmal so? Es ist nicht immer so, aber manchmal. Das hilft einem nachher die weniger dramatischen Ereignisse leichter zu ertragen.

 

Swami Vishnu hat uns geraten „Wenn es euch schwer fällt um halb sechs aufzustehen, dann steht zwei Wochen lang um halb fünf auf. Nachher wird es kein Problem mehr geben um halb sechs aufzustehen.“ In Swami Vishnus Ashram begann die Meditation grundsätzlich um 6.00 Uhr und bei den Weiterbildungen das Pranayama um 5.00 Uhr. Bei uns ist es alles eine Stunde später, wofür es gute Gründe gibt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es manchen gut getan hat, so früh anzufangen, manchen aber nicht. Sie haben dann in den Vorträgen – besonders wenn Swami Vishnu sie nicht gehalten hat – geschlafen. Wer gerne früh aufsteht kann bei uns ja schon um 5.00 Uhr an der Homa teilnehmen oder eine Stunde Kopfstand machen. Es gibt da viele Möglichkeiten.

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