{"id":5317,"date":"2017-07-08T14:14:05","date_gmt":"2017-07-08T12:14:05","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/patanjali-raja-yoga-sutra\/?p=5317"},"modified":"2017-07-08T14:19:06","modified_gmt":"2017-07-08T12:19:06","slug":"4-kapitel-vers-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/patanjali-raja-yoga-sutra\/4-kapitel-vers-12\/","title":{"rendered":"Kapitel 4, Vers 12"},"content":{"rendered":"<h3>Deutsche \u00dcbersetzung:<\/h3>\n<p>Vergangenheit und Zukunft existieren in ihrer eigenen Form; aus den unterschiedlichen Wegen ergeben sich die verschiedenen Eigenschaften.<\/p>\n<h3>Sanskrit Text:<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">at\u012bta-an\u0101gata\u1e41 svar\u016bpato-\u2019sti-adhvabhed\u0101d dharm\u0101\u1e47\u0101m ||12||<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1.5em; text-align: left;\"><strong>\u0905\u0924\u0940\u0924\u093e\u0928\u093e\u0917\u0924\u0902 \u0938\u094d\u0935\u0930\u0942\u092a\u0924\u094b\u093d\u0938\u094d\u0924\u093f\u0905\u0927\u094d\u0935\u092d\u0947\u0926\u093e\u0926\u094d \u0927\u0930\u094d\u092e\u093e\u0923\u093e\u092e\u094d \u0965\u0967\u0968\u0965<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">atita anagatam svarupato \u2019sti adhvabhedad dharmanam ||12||<\/p>\n<h3>Wort-f\u00fcr-Wort-\u00dcbersetzung:<\/h3>\n<ul>\n<li style=\"text-align: left;\">at\u012bta = Vergangenheit<\/li>\n<li style=\"text-align: left;\">an\u0101gata\u1e41 = Zukunft, noch nicht geschehen<\/li>\n<li style=\"text-align: left;\">svar\u016bpata\u1e25 = in ihrer eigenen Form<\/li>\n<li style=\"text-align: left;\">asti = existieren, bleiben<\/li>\n<li style=\"text-align: left;\">adhva = Weg, Pfad<\/li>\n<li style=\"text-align: left;\">bhed\u0101t = wegen der Unterschiedlichkeit<\/li>\n<li style=\"text-align: left;\">adhva-bhed\u0101t = wegen unterschiedlichen Pfaden, Ver\u00e4nderungen<\/li>\n<li style=\"text-align: left;\">dharm\u0101\u1e47\u0101\u1e41 = von Dharma, von Pflichterf\u00fcllung, von der nat\u00fcrlichen Aufgabe von etwas<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"responsive-tabs\">\n<h2 class=\"tabtitle\">Kommentar<\/h2>\n<div class=\"tabcontent\">\n\n<p>Die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Welt\" target=\"_blank\">Welt<\/a> existiert getrennt vom <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\">Menschen<\/a>. Die verschiedenen Wege des Individuums erschaffen, was die verschiedenen Eigenschaften, Charakteristika, der Welt zu sein scheinen. Damit wird <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Prakriti\" target=\"_blank\"><em>prakriti<\/em><\/a> von <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Purusha\" target=\"_blank\"><em>purusha<\/em><\/a> getrennt. Das hei\u00dft, die Welt existiert auch ohne unser Zutun. Das klingt banal, aber oft sind wir nicht so ganz davon \u00fcberzeugt, sondern glauben, da\u00df wir alles nur durch unser Tun schaffen.<\/p>\n<p>Vom absoluten Standpunkt der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vedanta\" target=\"_blank\"><em>vedanta<\/em><\/a>-Philosophie her gesehen gibt es gar keine Welt.<\/p>\n<p>Auf einer gewissen Ebene haben wir nat\u00fcrlich eine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Verantwortung\" target=\"_blank\">Verantwortung<\/a> und auch einen freien <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wille\" target=\"_blank\">Willen<\/a>.<\/p>\n<p>Aber von einem etwas h\u00f6heren Standpunkt aus sind beide nicht so gro\u00df, wie wir eigentlich denken. Von einem recht hohen Standpunkt aus geschieht alles, wie es geschehen soll. Wie es etwa <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Krishnatext.html\" target=\"_blank\">Krishna<\/a> in der <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Buch\/bhagavad-gita\/\" target=\"_blank\">Bhagavad Gita<\/a> ausdr\u00fcckt: Wir sind nur Marionetten in den H\u00e4nden Gottes.<\/p>\n<p>Diese unterschiedlichen Standpunkte der jeweiligen Philosophiesysteme zu verstehen und einzunehmen, ist sehr wichtig. Sie widersprechen sich teilweise vollkommen, sind aber trotzdem gleichzeitig g\u00fcltig, je nachdem, von welchem Blickwinkel aus man sie gerade betrachtet.<\/p>\n<p>Es widerspricht sich, da\u00df wir einerseits einen freien Willen haben sollen. Und andererseits haben wir gar keinen freien Willen, sondern alles ist vorbestimmt. Und vom h\u00f6chsten Standpunkt aus geschieht gar nichts. Trotzdem ist alles wahr. Das ist die einzige Weise, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wahrheit\" target=\"_blank\">Wahrheit<\/a> zu erkl\u00e4ren. Ein solches Paradoxon befriedigt den <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Intellekt\" target=\"_blank\">Intellekt<\/a> nicht unbedingt. Aber auch die moderne Physik mu\u00df manchmal auf Paradoxien zur\u00fcckgreifen, um Naturgesetze zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Zum Beispiel gibt es diesen unerkl\u00e4rlichen Dualismus beim <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Licht\" target=\"_blank\">Licht<\/a>. Bis heute wei\u00df niemand genau, was Licht ist. Die einen sagen, Licht ist eine Welle, die anderen sagen, Licht besteht aus Teilchen, und neuerdings sagt die Mehrheit der Wissenschaftler, Licht ist sowohl Welle als auch Teilchen. Aber nach allen physikalischen Gesetzen kann eine Sache nicht gleichzeitig Welle und Teilchen sein. Entweder ist Licht ein Teilchenstrom, der von einer Lampe ausgeht und \u00fcber die Teilchen, die sogenannten Photonen, Licht abgibt. Oder es mu\u00df einen Licht\u00e4ther geben, der sich bewegt und die Wellen in diesem \u00c4ther sind das Licht. Nun wurden verschiedene Experimente durchgef\u00fchrt, die eindeutig beweisen, da\u00df Licht aus Teilchen besteht. Es wurde nachgewiesen, da\u00df Lichtteilchen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kraft\" target=\"_blank\">Kraft<\/a> und Masse haben. Es gibt aber auch andere Experimente, die ganz eindeutig beweisen, da\u00df Licht nicht Teilchen ist, sondern eine Welle. Aber Licht kann nicht gleichzeitig Teilchen und Welle sein! Das geht nicht. Das ist unm\u00f6glich. Aber es ist eindeutig so, da\u00df Licht sich manchmal wie Teilchen verh\u00e4lt und manchmal wie eine Welle, obwohl es beides zusammen nicht sein kann. Das ist der sogenannte Teilchen-Wellen-Dualismus, den man inzwischen nicht nur beim Licht findet, sondern bei der Materie an sich.<\/p>\n<p>Materie selbst kann man von einem Standpunkt aus als eine Wahrscheinlichkeitswelle definieren. Mit dieser Theorie kann man einige Ph\u00e4nomene von Materie gut erkl\u00e4ren. Das nur als Beispiele. \u00dcberall, wo man tiefer in die Wahrheit hineingeht, trifft man auf diese Paradoxien.<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wirklichkeit\" target=\"_blank\">Wirklichkeit<\/a> ist nicht vom menschlichen Intellekt her begreifbar. Es ist ohnehin eine unglaubliche Anma\u00dfung, anzunehmen, die Wirklichkeit m\u00fcsse f\u00fcr den Menschen logisch ergr\u00fcndbar sein. Inzwischen wei\u00df man, da\u00df der <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\">Mensch<\/a> niemals alles \u00fcber das physische Universum wissen kann. Nicht deshalb, weil er noch nicht weit genug ist, weil unsere Computer noch nicht fortgeschritten genug sind, weil wir noch nicht gen\u00fcgend Neuronen im Gehirn haben, sondern ganz einfach deshalb, weil die Welt nicht logisch erfa\u00dfbar ist. Sie verh\u00e4lt sich nicht entsprechend dieser \u201enormalen\u201c menschlichen Logik, so wenig wie sie sich nach der Logik eines Hundes oder eines Pferdes verh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Wenn wir das im Hintergrund haben, k\u00f6nnen wir auch besser verstehen, da\u00df die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Meister\" target=\"_blank\">Meister<\/a> und die Schriften manchmal im gleichen Kontext sagen: \u201eDu bist der Meister deines Schicksals\u201c und kurz danach: \u201e<a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gott\" target=\"_blank\">Gott<\/a> macht alles.\u201c In der Bhagavad Gita finden wir diese scheinbaren Widerspr\u00fcche etliche Male. Auf <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Arjuna\" target=\"_blank\">Arjunas<\/a> Bitte sagt Krishna: \u201eIch habe schon alles gemacht, du brauchst nichts mehr zu machen.\u201c Und kurz danach erz\u00e4hlt er ihm: \u201eEs ist deine Pflicht, zu k\u00e4mpfen.\u201c Und nach einer Weile sagt er: \u201eDu kannst gar nicht anders, als es zu tun. Wenn du es nicht tust, wird die Natur dich dazu zwingen, du hast gar keine freie Wahl.\u201c Kurz danach erz\u00e4hlt er wieder etwas anderes (\u201etu was du willst\u201c). Und zwar nicht deshalb, weil Krishna unlogisch ist, sondern weil so die Wirklichkeit beschaffen ist. Er spricht von verschiedenen Standpunkten aus.<\/p>\n<p>Das hilft uns \u00fcbrigens auch, nicht allzu sehr und zu lange mit einem schlechten <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gewissen\" target=\"_blank\">Gewissen<\/a> herumzulaufen, wenn wir etwas falsch gemacht haben oder etwas nicht so gut gegl\u00fcckt ist. Es hilft, Dingen nicht nachzuh\u00e4ngen oder nachzutrauern: \u201eAch, h\u00e4tte ich das doch anders gemacht, h\u00e4tte ich doch schon vor zwanzig Jahren nach meinem ersten Kontakt mit <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga.html\" target=\"_blank\">Yoga<\/a> weitergemacht, oder h\u00e4tte ich \u2026.\u201c Wir k\u00f6nnen zur\u00fcckblicken und sagen: Letztlich ist das geschehen, was geschehen sollte. Aber gleichzeitig darf man nicht die Einstellung haben: \u201eIch kann ja sowieso nichts machen, alles ist Kismet.\u201c In jedem Moment mu\u00df ich so entscheiden und handeln, als ob ich voll verantwortlich w\u00e4re \u2013 allerdings ohne mich deshalb innerlich damit zu binden. Ganz im Hintergrund habe ich im Kopf: Ich kann mich nicht falsch entscheiden, ich kann nicht wirklich etwas falsch machen, weil Gott es schon vorherbestimmt hat. Das ist eine sehr positive und konstruktive Weltanschauung.<\/p>\n<p>Eine andere Erkl\u00e4rung f\u00fcr diesen Aphorismus w\u00e4re:<\/p>\n<p>Es gibt nicht nur eine Welt, sondern es gibt verschiedene Welten. Eigentlich existieren alle M\u00f6glichkeiten der Entscheidung, die wir jemals gehabt haben, gleichzeitig parallel.<\/p>\n<p>Es gibt also dieses <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Universum\" target=\"_blank\">Universum<\/a>, diese Ebene, auf der wir uns in einer Situation so entschieden haben. Gleichzeitig gibt es ein paralleles Universum, wo man sich ganz anders entschieden hat. Und nicht nur eins, denn wie oft hat man im Leben schon Entscheidungen getroffen? \u2013 Nat\u00fcrlich trifft man ununterbrochen Entscheidungen: \u201eSoll ich jetzt noch l\u00e4nger arbeiten und diese Arbeit abschlie\u00dfen, oder soll ich eine Pause machen und Getreidekaffee trinken oder spazierengehen?\u201c \u201eSoll ich etwas essen oder nicht, soll ich Gem\u00fcse oder Salat essen oder Suppe oder M\u00fcsli?\u201c \u201eSoll ich aufstehen, obwohl ich noch m\u00fcde bin, oder den Wecker abstellen und weiterschlafen?\u201c Und wie oft im Leben hast du schon wichtige, einschneidende Entscheidungen getroffen? Eine <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Entscheidung\" target=\"_blank\">Entscheidung<\/a> kann auch dann einschneidend gewesen sein, wenn man nichts gemacht hat, es einfach so hat weiterlaufen lassen. Aber man stand vor einer Entscheidung, man hatte die Wahl.<\/p>\n<p>Und jetzt stelle dir vor, jede dieser Entscheidungen ist eine Welt f\u00fcr sich. Das hei\u00dft, du lebst in jeder Entscheidungswelt und hast dort in der Zwischenzeit wieder Hunderte von Entscheidungen getroffen. All diese M\u00f6glichkeiten existieren gleichzeitig \u00fcberall. Wir bewegen uns durch diese verschiedenen M\u00f6glichkeiten hindurch. Unsere Entscheidungen bestimmen nicht die Welt, sondern den <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-wissen\/yoga-wege.html\" target=\"_blank\">Weg<\/a>, den wir durch die verschiedenen Welten gehen.<\/p>\n<p>Angenommen, in einem Raum w\u00e4ren zehn Ameisen, die losrennen. Unterwegs machen sie immer wieder Umwege und denken dann, sie beeinflussen das Universum. Wenn sie mehr nach rechts gehen, wird pl\u00f6tzlich das Universum heller, wenn sie nach links gehen, wird es dunkler oder ver\u00e4ndert seine Farben, und wenn sie zum Ende des Raumes oder an eine Seitenwand kommen, wird das Universum pl\u00f6tzlich zur Mauer. Zehn Ameisen, die sich gegenseitig nicht sehen k\u00f6nnen, erfahren zehn unterschiedliche Universen, aber der Raum bleibt gleich.<\/p>\n<p>Das ist ein ganz faszinierender Gedanke. Im <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_traum.html\" target=\"_blank\">Traum<\/a> schaffen wir uns auch selbst noch zus\u00e4tzliche Universen. Wobei nat\u00fcrlich diese Universen auch Ber\u00fchrungspunkte haben. Es gibt ja Tr\u00e4ume, bei denen wir mit dem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Astralk%C3%B6rper\" target=\"_blank\">Astralk\u00f6rper<\/a> aus dem physischen K\u00f6rper austreten und dann vielleicht sogar in die Zukunft sehen. Und am n\u00e4chsten Tag oder ein paar Jahre sp\u00e4ter kommen wir in eine Situation oder an einen Ort und wissen ganz genau, was als n\u00e4chstes geschehen wird. Wir waren schon da. Und es geschieht tats\u00e4chlich so, wie wir es im Traum bereits erlebt haben.<\/p>\n<p>Jetzt erhebt sich aber die Frage: Sind es wirklich verschiedene Universen? Sind es nicht einfach verschiedene Ebenen?<\/p>\n<p>Letzlich ist es das gleiche Universum, das sich auf verschiedene Weise manifestieren kann, ein multidimensionales Universum. Je nachdem, in welche Richtung wir gehen, bestimmen wir unsere Erlebnisebene. Von unserem jetzigen Blickwinkel aus sind es verschiedene Universen. Wenn zehn Ameisen von einer Stelle losgehen, nimmt die eine den Weg durch das Gras, die andere \u00fcber die Steine, die dritte \u00fcber den Teppichboden \u2013 jede davon beschreibt die Erde ganz anders und erlebt ein anderes Universum.<\/p>\n<p>Dazu gibt es eine ber\u00fchmte alte Geschichte: Der K\u00f6nig der Blinden h\u00f6rte von einem Elefanten. Er schickte nacheinander f\u00fcnf Gesandte hin, die herausfinden und beschreiben sollten, was ein Elefant ist. Der erste Gesandte ber\u00fchrte die Beine des Elefanten und sagte: \u201eOh K\u00f6nig, der Elefant ist wie eine gro\u00dfe S\u00e4ule.\u201c Der K\u00f6nig dachte: Gut. Aber einer kann sich irren, sicherheitshalber schicke ich einen zweiten hin. Der Zweite kam hin und fa\u00dfte den Bauch des Elefanten an. Er sagte: \u201eOh K\u00f6nig, der Elefant ist wie ein gro\u00dfes, weiches, durchh\u00e4ngendes Dach.\u201c Das fand der K\u00f6nig nun recht merkw\u00fcrdig. Er schickte einen Dritten, der \u00fcberpr\u00fcfen sollte, wer von beiden recht hatte. Der Dritte fa\u00dfte an den Sto\u00dfzahn des Elefanten und sagte: \u201eOh K\u00f6nig, der Elefant ist wie ein spitzer Ast, gebogen und hart.\u201c Nun war der K\u00f6nig ganz verwirrt und schickte den Vierten los. Der Vierte fa\u00dfte hinten an den Schwanz und sagte: \u201eOh K\u00f6nig, der Elefant ist wie ein gro\u00dfes Haarb\u00fcschel.\u201c Und schlie\u00dflich kam der F\u00fcnfte zur\u00fcck, der hatte an den R\u00fcssel gefa\u00dft und sagte: \u201eOh K\u00f6nig, der Elefant ist wie ein weicher, flexibler <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/shop\/product_info.php?info=p463_Nasen-Schlauch.html\" target=\"_blank\">Schlauch<\/a>.\u201c Wer von ihnen hat recht?<\/p>\n\n<\/div><h2 class=\"tabtitle\">Audio<\/h2>\n<div class=\"tabcontent\">\n\n<div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_77\"><audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-5317-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/jkv3wg.podcaster.de\/download\/790-Yoga-Sutra-Kapitel-4-Vers-12.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/jkv3wg.podcaster.de\/download\/790-Yoga-Sutra-Kapitel-4-Vers-12.mp3\">https:\/\/jkv3wg.podcaster.de\/download\/790-Yoga-Sutra-Kapitel-4-Vers-12.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\" style=\"margin-bottom: 1px !important;\">Podcast: <a href=\"https:\/\/jkv3wg.podcaster.de\/download\/790-Yoga-Sutra-Kapitel-4-Vers-12.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/patanjali-raja-yoga-sutra\/?powerpress_pinw=5317-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/jkv3wg.podcaster.de\/download\/790-Yoga-Sutra-Kapitel-4-Vers-12.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"790-Yoga-Sutra-Kapitel-4-Vers-12.mp3\">Download<\/a><\/p>\n<p>1. Fortsetzung:<br \/>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-5317-2\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/jkv3wg.podcaster.de\/download\/791-Ueber-die-verschiedenen-Arten-des-Karma.mp3?_=2\" \/><a href=\"https:\/\/jkv3wg.podcaster.de\/download\/791-Ueber-die-verschiedenen-Arten-des-Karma.mp3\">https:\/\/jkv3wg.podcaster.de\/download\/791-Ueber-die-verschiedenen-Arten-des-Karma.mp3<\/a><\/audio><a href=\"https:\/\/jkv3wg.podcaster.de\/download\/791-Ueber-die-verschiedenen-Arten-des-Karma.mp3\" target=\"_blank\">[Download]<\/a><\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutsche \u00dcbersetzung: Vergangenheit und Zukunft existieren in ihrer eigenen Form; aus den unterschiedlichen Wegen ergeben sich die verschiedenen Eigenschaften. Sanskrit Text: at\u012bta-an\u0101gata\u1e41 svar\u016bpato-\u2019sti-adhvabhed\u0101d dharm\u0101\u1e47\u0101m ||12|| \u0905\u0924\u0940\u0924\u093e\u0928\u093e\u0917\u0924\u0902 \u0938\u094d\u0935\u0930\u0942\u092a\u0924\u094b\u093d\u0938\u094d\u0924\u093f\u0905\u0927\u094d\u0935\u092d\u0947\u0926\u093e\u0926\u094d \u0927\u0930\u094d\u092e\u093e\u0923\u093e\u092e\u094d \u0965\u0967\u0968\u0965 atita anagatam svarupato \u2019sti adhvabhedad dharmanam ||12|| Wort-f\u00fcr-Wort-\u00dcbersetzung: at\u012bta = Vergangenheit an\u0101gata\u1e41 = Zukunft, noch nicht geschehen svar\u016bpata\u1e25 = in ihrer eigenen Form asti = existieren, &hellip; <a href=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/patanjali-raja-yoga-sutra\/4-kapitel-vers-12\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Kapitel 4, Vers 12<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[258,6],"tags":[141],"class_list":["post-5317","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-4-kapitel-verse-11-20","category-kaivalya-pada","tag-4-kapitel-12-vers"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/patanjali-raja-yoga-sutra\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5317","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/patanjali-raja-yoga-sutra\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/patanjali-raja-yoga-sutra\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/patanjali-raja-yoga-sutra\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/patanjali-raja-yoga-sutra\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5317"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/patanjali-raja-yoga-sutra\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5317\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5321,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/patanjali-raja-yoga-sutra\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5317\/revisions\/5321"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/patanjali-raja-yoga-sutra\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5317"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/patanjali-raja-yoga-sutra\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5317"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/patanjali-raja-yoga-sutra\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5317"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}