{"id":13052,"date":"2016-12-26T12:26:22","date_gmt":"2016-12-26T11:26:22","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/hatha-yoga-pradipika\/?p=13052"},"modified":"2024-07-07T15:50:07","modified_gmt":"2024-07-07T13:50:07","slug":"3-kapitel-vers-37","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/hatha-yoga-pradipika\/3-kapitel-vers-37\/","title":{"rendered":"3. Kapitel, Vers 37"},"content":{"rendered":"<h3>Deutsche \u00dcbersetzung:<\/h3>\n<p>Die Zunge nach Hinten gewendet soll der Yogi sie in den Ort der drei Energiekan\u00e4le einf\u00fchren. | Dies ist Khechari-Mudra. Es wird Energiezentrum des Raumes (Vyoma Chakra) genannt.<\/p>\n<h3>Sanskrit Text:<\/h3>\n<ul>\n<li>kal\u0101\u1e41 par\u0101\u1e45-mukh\u012b\u1e41 k\u1e5btv\u0101 tri-pathe pariyojayet |<br \/>\ns\u0101 bhavet khe-car\u012b mudr\u0101 vyoma-cakra\u1e41 tad ucyate ||37||<\/li>\n<li><span style=\"font-size: 1.5em;\">\u0915\u0932\u093e\u0902 \u092a\u0930\u093e\u0919\u094d\u092e\u0941\u0916\u0940\u0902 \u0915\u0943\u0924\u094d\u0935\u093e \u0924\u094d\u0930\u093f\u092a\u0925\u0947 \u092a\u0930\u093f\u092f\u094b\u091c\u092f\u0947\u0924\u094d \u0964<br \/>\n\u0938\u093e \u092d\u0935\u0947\u0924\u094d\u0916\u0947\u091a\u0930\u0940 \u092e\u0941\u0926\u094d\u0930\u093e \u0935\u094d\u092f\u094b\u092e\u091a\u0915\u094d\u0930\u0902 \u0924\u0926\u0941\u091a\u094d\u092f\u0924\u0947 \u0965\u0969\u096d\u0965<\/span><\/li>\n<li>kalam paran mukhim kritva tri pathe pariyojayet |<br \/>\nsa bhavet khechari mudra vyoma chakram tad uchyate ||37||<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Wort-f\u00fcr-Wort-\u00dcbersetzung:<\/h3>\n<ul>\n<li>kal\u0101\u1e41 : (die) Zunge (<a title=\"Kala\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kala\">Kala<\/a>)<\/li>\n<li>par\u0101\u1e45-mukh\u012b\u1e41 : zur\u00fcckgebogen (\u201eabgewandt\u201c, <a title=\"Paranmukha\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Paranmukha\">Paranmukha<\/a>)<\/li>\n<li>k\u1e5btv\u0101 : machend (<a title=\"Kri\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kri\">k\u1e5b<\/a>)<\/li>\n<li>tri-pathe<strong>*<\/strong> : in die H\u00f6hlung des Sch\u00e4dels (den Ort der \u201edrei Wege\u201c <a title=\"Tripatha\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tripatha\">Tripatha<\/a>, wo sich <a title=\"Ida\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ida\">Ida<\/a>,\u00a0<a title=\"Pingala\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Pingala\">Pingala<\/a> und <a title=\"Sushumna\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sushumna\">Sushumna<\/a> vereinigen)<\/li>\n<li>pariyojayet : man lege (pari + <a title=\"Yuj\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yuj\">yuj<\/a>)<\/li>\n<li>s\u0101 : dieses (<a title=\"Tad\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tad\">Tad<\/a>)<\/li>\n<li>bhavet : ist (\u201esei\u201c, <a title=\"Bhu\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bhu\">bh\u016b<\/a>)<\/li>\n<li>khe-car\u012b : (namens) <a title=\"Khechari\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Khechari\">Khechari<\/a> (\u201cdie im Himmel wandelnde\u201d)<\/li>\n<li>mudr\u0101 : (das) Siegel (<a title=\"Mudra\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Mudra\">Mudra<\/a>)<\/li>\n<li>vyoma-cakra\u1e41 :\u00a0Rad, Kreis (des) Himmels, Luftraumes, \u00c4thers (<a title=\"Vyomachakra\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vyomachakra\">Vyomachakra<\/a>)<\/li>\n<li>tad : das (<a title=\"Tad\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tad\">Tad<\/a>)<\/li>\n<li>ucyate : wird (auch) genannt (<a title=\"Vach\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Vach\">vac<\/a>) \u00a0\u00a0\u00a0 ||37||<\/li>\n<\/ul>\n<p>*Anmerkung: Der Kommentato <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Brahmananda\">Brahmananda<\/a> erkl\u00e4rt den Begriff\u00a0<a title=\"Tripatha\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tripatha\">Tripatha<\/a> wie folgt <a title=\"Tripatha\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tripatha\">Tripatha<\/a> (\u201eDreiweg\u201c) ist der Weg (<a title=\"Pantha\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Pantha\">Pantha<\/a>) der drei (<a title=\"Tri\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tri\">Tri<\/a>) Kan\u00e4le (<a title=\"Nadi\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Nadi\">Nadi<\/a>). In diesen Dreiweg, einer H\u00f6hlung (<a title=\"Kuhara\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kuhara\">Kuhara<\/a>) im Sch\u00e4del (<a title=\"Kapala\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kapala\">Kapala<\/a>), lege (<em>pariyojayet<\/em>) man (die Zunge) \u2013 <em>tis\u1e5b\u1e47\u0101\u1e43 n\u0101\u1e0d\u012bn\u0101\u1e43 panth\u0101\u1e25 tri-pathas, tasmin tri-pathe kap\u0101la-kuhare pariyojayet<\/em>.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"de-DE\">Dieser Vers wird hinsichtlich seiner Grammatik und Metrik ausf\u00fchrlich im <a title=\"Sanskrit Kurs Lektion 79\" href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sanskrit_Kurs_Lektion_79\">Sanskrit Kurs Lektion 79<\/a> behandelt.<\/p>\n<h3>Kommentare &#8211; Audio &#8211; Video<\/h3>\n<div class=\"responsive-tabs\">\n<h2 class=\"tabtitle\">Brahmananda<\/h2>\n<div class=\"tabcontent\">\n\n<p>.\/.<\/p>\n\n<\/div><h2 class=\"tabtitle\">Vishnu-devananda<\/h2>\n<div class=\"tabcontent\">\n\n<p>.\/.<\/p>\n\n<\/div><h2 class=\"tabtitle\">Sukadev<\/h2>\n<div class=\"tabcontent\">\n\n<p>37. Dann dreht man die Zunge so weit, dass sie in die H\u00f6hle im Gaumen eindringen kann, dem Punkt, an dem sich die drei Nadis kreuzen. Das wird Khechari <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Mudra\">Mudra<\/a> genannt.<\/p>\n<p>Das ist die volle Khechari-Mudra. Gut. <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Swami\">Swami<\/a> <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Vishnu.html\">Vishnu<\/a> hat gesagt, wenn man \u00e4lter als drei\u00dfig ist, darf man das nicht mehr machen. Damit ist das f\u00fcr die Mehrheit der Menschen erledigt. Die anderen d\u00fcrfen es nur dann machen, wenn da nebendran ein<a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Guru\">Guru<\/a> sitzt, der beurteilen kann, ob alles in Ordnung geht, oder ob der<a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_mensch.html\">Mensch<\/a> grad dabei ist, zu <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/reinkarnation-wiedergeburt\/yoga-reinkarnation-lehren\/kunst-des-sterbens.html\">sterben<\/a>. Der erste Teil ist gar nicht so kompliziert. Man nimmt die Zunge, zieht sie ein bisschen raus, bisschen abschneiden, Salz und Tumeric, dass es nicht zuheilt, sondern, dass es zwar heilt, aber das Band nicht wieder zu ist. Wenn man dass alle sieben Tage macht, dann ist nach sechs Monaten die Zunge durchgeschnitten. Das ist nicht so schlimm, wie es sich anh\u00f6rt. Viele Menschen lassen sich ja Sch\u00f6nheitsoperationen machen, die sind viel radikaler. Nat\u00fcrlich macht man sie dann nicht selber, sondern in Vollnarkose, da wird Fett abgesaugt, die Nase angesetzt, Silikonkissen rein, und irgendwelche Implantate hier rein und was anderes herausgeschnitten. Oder Menschen machen auch nur aus Sch\u00f6nheitsgr\u00fcnden Piercing durch die Nase, Piercing durch die Ohren, um Ohrringe reinzusetzen, Nasenringe und Nabelringe, und wo die Leute all diese Ringe reinsetzen, und nur aus Sch\u00f6nheitsgr\u00fcnden. F\u00fcr Kechari Mudra macht man wenigstens etwas, was irgendeinen Sinn machen k\u00f6nnte. Also das w\u00e4re dann nicht ganz so tragisch. Aber wenn man dann tats\u00e4chlich Khechari Mudra macht, und dann die Zunge nach hinten verschluckt, dann kann man ja nicht mehr atmen. Und das macht dann nur dann Sinn, wenn man gleichzeitig in Kevala <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kumbhaka\">Kumbhaka<\/a> reingerutscht ist und der Metabolismus des K\u00f6rpers angehalten ist. Ist der Metabolismus des K\u00f6rpers nicht angehalten und die Zunge ist hinten, erstickt man und stirbt. Deshalb hat uns der Swami Vishnu nicht nur abgeraten, er hat uns verboten, diese <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/asana\">\u00dcbung<\/a> zu machen. In Indien ist es dann \u00fcblich, dass der Lehrer dort nebendran hockt und guckt. Und der kann dann beurteilen: Ist der jetzt grad in Kevala Kumbhaka oder ist der am Ersticken.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_gott.html\">Gott<\/a> hat einen geschaffen mit dem Wunsch nach mehr. Gott hat einen geschaffen mit diesen W\u00fcnschen. Die Tiere kommen nicht auf diese Idee. Die Tiere sind geschaffen so, wie sie sind, um so weiterzuleben. Der Mensch strebt nach mehr. Dieses Mehr kann in die richtige Richtung gehen, und dann macht man <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/\">Yoga<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/meditation.html\">Meditation<\/a>, oder Mensch macht Dinge andere Dinge, und dann . . . [Zwischenbemerkung]<\/p>\n<p>Es gibt auch Menschen, die das heute noch machen. Der Swami Vishnu konnte die Zunge nach hinten geben. Und er hat uns durchaus gesagt, was da steht an der <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/wirkung-von-yoga.html\">Wirkung<\/a>, das stimmt durchaus. Der <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_geist.html\">Geist<\/a> geht in andere Sph\u00e4ren ein. Und er war auch nicht verst\u00fcmmelt. In keinster Weise. Der konnte ganz normal sprechen. Der konnte die Zunge rausstrecken und die Zungenspitze an den Punkt zwischen den Augenbrauen geben. Wenn er die Zunge normal bis hier rausgestreckt hat, sah sie aus wie jede andere Zunge auch. Also so lange sie im Mund drin war, war sie ganz normal, und wenn er sie ausgestreckt hat \u2013 er konnte sie ausstrecken bis hier oben hin. Aber ich habe einen Onkel, der kann das auch ohne die Khechari <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Mudra\">Mudra<\/a>. Also es ist nicht so widernat\u00fcrlich, wie es f\u00fcr uns klingt. Es ist halt einfach an seinem K\u00f6rper arbeiten.<\/p>\n<p>Es ist was gef\u00e4hrliches, und deshalb hat\u2019s der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Swami\">Swami<\/a> Vishnu nicht erkl\u00e4rt, aber es ist nicht etwas, was auch nur im Geringsten in irgendeiner Weise Sch\u00e4digungen im Menschen schaffen w\u00fcrde. <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Krishnatext.html\">Krishna<\/a> sagt ja gerade in der Bhagavadgita, wo er \u00fcber die Weisen von Askese spricht: Diejenigen, die ihren K\u00f6rper qu\u00e4len und ruinieren, das ist die tamasige Askese, womit sie auch mich, der ich im K\u00f6rper wohne, qu\u00e4len. Also so m\u00fcssen wir das verstehen. Es ist eine Praxis, die helfen kann, und es ist tats\u00e4chlich was Gutes, die Zunge nach hinten zu falten.<\/p>\n<p>Wer merkt, dass die Khechari Mudra f\u00fcr ihn interessant ist, und vielleicht noch weiter nach hinten, der kann eine einfache Version machen. Man nimmt seine Finger, am besten streckt man die Zunge heraus, nimmt ein Tempotaschentuch oder Toilettenpapier, macht die Zunge ein bisschen trocken und die Finger auch, w\u00e4scht nat\u00fcrlich die Finger vorher, und zieht die Zunge ein bisschen raus, und dehnt sie dann so \u00e4hnlich, wie bei allen anderen Dehn\u00fcbungen auch: Nur so lange, wie angenehm. Nicht mit Gewalt, nur so weit, wie es angenehm ist. Und dann geht die Zunge etwas weiter nach hinten und dann ist dieses Nachhintenrollen etwas, was hilfreich sein kann. Die Zunge wird flexibler. Und weil sie flexibler ist, kann sie auch l\u00e4nger werden. Der Zungenmuskel kann sich ja zusammenziehen, dann ist die Zunge kleiner, und er kann sich auseinanderstrecken, dann ist sie l\u00e4nger. Aus Versehen geschieht das nicht. Gut \u2013 also f\u00fcr unsere Zwecke gibt\u2019s aber die andere M\u00f6glichkeit, die Zunge nach hinten zu rollen, und das hat einen gro\u00dfen Teil der Wirkung, die auch dort steht, und das reicht f\u00fcr unsere Zwecke voll aus.<\/p>\n<p>Man kann sie auch noch anders nach hinten rollen. Das ist so eine \u00e4hnliche Frage, wie bei der Vorw\u00e4rtsbeuge. Man kommt so weit, warum reicht das nicht? Warum muss man die H\u00e4nde auf die <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/ausbildung-weiterbildung\/massage-ausbildung\/fussreflexzonen-massage.html\">F\u00fc\u00dfe<\/a> geben? Also zum einen gibt\u2019s verschiedene Geschm\u00e4cker, zum anderen wirken die \u00dcbungen, und dann hat\u2019s durchaus auch noch eine gewisse Sch\u00f6nheit, wenn man ein bisschen weiterkommt, was nur der beurteilen kann, der es ausprobiert hat. Aber es hei\u00dft nicht, dass man solche Sachen machen muss. Der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Swami\">Swami<\/a> <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Vishnu.html\">Vishnu<\/a> hat\u2019s und ja verboten zu machen. Mir konkret hat er\u2019s verboten. Ich wollt\u2019s eigentlich machen.<\/p>\n<p>Die Hatha Yogis waren immer im Ruf eines sehr langen Lebens. Also diejenigen, die diese Dinge gemacht haben, haben immer einen Ruf gehabt von einem sehr langen <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/gemeinschaft\/Lebensgemeinschaft.html\">Leben<\/a>. Dass dort Menschen unter Anleitung von einem Meister diese Praktiken gemacht haben, und davon die krank geworden sind, ist mir nicht bekannt. \u00dcber <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/asana\/index.html\">Hatha Yoga<\/a> wird ja in orthodoxen Kreisen oder wurde viel geschimpft. Aber es wurde den Hatha-Yogis nie vorgeworfen, dass die Menschen deshalb krank w\u00fcrden. Es wurde ihnen eher gesagt, sie w\u00fcrden die Langlebigkeit des K\u00f6rpers \u00fcberbewerten. Was allgemein bekannt war, dass Menschen, die sich intensiv mit Hatha Yoga besch\u00e4ftigt haben, wenn sie\u2019s bis zum Alter gemacht haben, sehr alt geworden sind, und sehr, sehr gesund gewesen. Man hat ihnen halt vorgeworfen, sie k\u00fcmmerten sich nur um den K\u00f6rper und dass sie dann bestimmte \u00fcbernat\u00fcrliche Kr\u00e4fte zum Teil zur Schau gestellt haben. Und sie haben sich letztlich auch nicht ganz an die orthodoxen Gepflogenheiten gehalten, sich nicht um den Sprachgebrauch gek\u00fcmmert.<\/p>\n<p>Und es war auch den Hatha Yogis so ganz recht. Im indischen Mittelalter, also in der Urzeit war Hatha Yoga automatisch Teil in dem Gurukulasystem. So steht\u2019s dann auch in den <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Manu\">Manu<\/a>-Smrittis, dass die <a href=\"http:\/\/www.kinder-yoga.cc\/\">Kinder<\/a> beim Lehrer gelernt haben <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/Art_Pranayama.html\">Pranayama<\/a>, K\u00f6rper\u00fcbungen, Beruf und so weiter. Aber eben im indischen Mittelalter, wo Indien unter moslemischer Fremdherrschaft gestanden hat, dort haben wahrscheinlich die Orthodoxen versucht, den Moslems zu gefallen, und all das wegzulassen, was K\u00f6rperbesch\u00e4ftigung war, was im Islam verp\u00f6nt war. Und dann haben sich so mehrere Richtungen herausgebildet. Die Hatha Yogis hielten sich dann mehr geheim. Dann wurden sie manchmal von den klassischen Vedantins oder der klassischen Bhakti-Schulen kritisiert, dass sie sich so um den K\u00f6rper k\u00fcmmern, und dass sie die Langlebigkeit so \u00fcberbewerten, wo der <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_mensch.html\">Mensch<\/a> doch sowieso <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/reinkarnation-wiedergeburt\/yoga-reinkarnation-lehren\/kunst-des-sterbens.html\">sterben<\/a> muss und die Unsterblichkeit nicht im physischen K\u00f6rper zu erreichen ist. Hatha Yogis w\u00fcrden sagen: \u201eSicher ist die Unsterblichkeit nicht im physischen K\u00f6rper zu erreichen, aber man hat mehr <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_Zeit.html\">Zeit<\/a>, sich um die Unsterblichkeit zu k\u00fcmmern, wenn der physische K\u00f6rper gesund ist.\u201c Und diese Praktiken wurden im Hatha Yoga selten praktiziert. Und wenn, dann unter Anleitung eines kompetenten Gurus, der beurteilen konnte: Ist das richtig oder nicht, wirkt das gut oder nicht?<\/p>\n<p>[Frage] Beim Swami Vishnu war es durch viele Unf\u00e4lle gewesen. Der Swami Vishnu hat in den 70er Jahren einen Unfall gehabt, wo er klinisch tot war. Mehrere Stunden ohne Herzschlag, und mit inneren Blutungen. Die Bauchspeicheldr\u00fcse war kaputt gegangen, und das hat dann irgendwann zur Diabetes gef\u00fchrt. Ein medizinisches Wunder war, dass er doch noch recht lange so leben konnte. Dann hatte er einen anderen Autounfall, wo beide Knie gebrochen waren. Einen anderen, wo die Lendenwirbel gebrochen sind. Also das ist der Grund bei <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Swami\">Swami<\/a> Vishnu gewesen. Paramahansa Yogananda hat ja kein Hatha Yoga praktiziert. Der hat ein paar<a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-uebungen\/yoga-atemuebungen.html\"> Atem\u00fcbungen<\/a> gemacht, und eben sein<a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/\">Yoga<\/a>. Aber Hatha Yoga im Sinne von <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/asana\">Asanas<\/a> und systematischem<a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/Art_Pranayama.html\"> Pranayama<\/a> hat er ja nicht praktiziert. Und dann ist es auch <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/karma.html\">Karma<\/a>. Letztlich ist es Karma.<\/p>\n\n<\/div><h2 class=\"tabtitle\">Audio<\/h2>\n<div class=\"tabcontent\">\n\n<p>.\/.<\/p>\n\n<\/div><h2 class=\"tabtitle\">Video<\/h2>\n<div class=\"tabcontent\">\n\n<p>.\/.<\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutsche \u00dcbersetzung: Die Zunge nach Hinten gewendet soll der Yogi sie in den Ort der drei Energiekan\u00e4le einf\u00fchren. | Dies ist Khechari-Mudra. Es wird Energiezentrum des Raumes (Vyoma Chakra) genannt. Sanskrit Text: kal\u0101\u1e41 par\u0101\u1e45-mukh\u012b\u1e41 k\u1e5btv\u0101 tri-pathe pariyojayet | s\u0101 bhavet khe-car\u012b mudr\u0101 vyoma-cakra\u1e41 tad ucyate ||37|| \u0915\u0932\u093e\u0902 \u092a\u0930\u093e\u0919\u094d\u092e\u0941\u0916\u0940\u0902 \u0915\u0943\u0924\u094d\u0935\u093e \u0924\u094d\u0930\u093f\u092a\u0925\u0947 \u092a\u0930\u093f\u092f\u094b\u091c\u092f\u0947\u0924\u094d \u0964 \u0938\u093e \u092d\u0935\u0947\u0924\u094d\u0916\u0947\u091a\u0930\u0940 \u092e\u0941\u0926\u094d\u0930\u093e &hellip; <a href=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/hatha-yoga-pradipika\/3-kapitel-vers-37\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">3. Kapitel, Vers 37<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[443,420],"tags":[194],"class_list":["post-13052","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-3-kapitel-verse-31-40","category-kundalini-mudra-tantra","tag-3-kapitel-37-vers"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/hatha-yoga-pradipika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13052","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/hatha-yoga-pradipika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/hatha-yoga-pradipika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/hatha-yoga-pradipika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/hatha-yoga-pradipika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13052"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/hatha-yoga-pradipika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13052\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16453,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/hatha-yoga-pradipika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13052\/revisions\/16453"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/hatha-yoga-pradipika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13052"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/hatha-yoga-pradipika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13052"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/hatha-yoga-pradipika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13052"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}