{"id":12776,"date":"2016-12-24T11:27:36","date_gmt":"2016-12-24T10:27:36","guid":{"rendered":"http:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/hatha-yoga-pradipika\/?p=12776"},"modified":"2017-01-10T13:09:38","modified_gmt":"2017-01-10T12:09:38","slug":"3-kapitel-einleitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/hatha-yoga-pradipika\/3-kapitel-einleitung\/","title":{"rendered":"3. Kapitel &#8211; Einleitung"},"content":{"rendered":"<h3>Einleitung von Swami Vishnu-devananda<\/h3>\n<h4>A: Das Erwecken der Kundalini<\/h4>\n<p>Da sich die meisten Menschen damit zufrieden geben, in den niedrigen <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/chakra.html\" target=\"_blank\">Chakren<\/a> zu leben, sind ihre Erfahrungen in dieser <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Welt\" target=\"_blank\">Welt<\/a> auf die grobstoffliche Ebene beschr\u00e4nkt. So gehen sie z.B. zum Essen aus in teure Restaurants mit Kerzenlicht und lassen sich die Speisen von in feierliches Wei\u00df gekleideten Kellnern auf vornehm angerichteten Silberplatten servieren. Was wird ihnen schon anderes vorgesetzt als immer wieder das gleiche \u201eHundefutter\u201c? (Sie nennen es Steak.) Sie sitzen mit Gabel und Messer und machen eine Zeremonie daraus, auf bestimmte Art damit zu schneiden bzw. zur Seite zu legen. Nach dem Essen gehen sie entweder schlafen oder vielleicht ein wenig tanzen, um sich f\u00fcr ein sp\u00e4teres sexuelles Abenteuer in Stimmung zu bringen. Am n\u00e4chsten Morgen stehen sie nur auf, um wieder Geld zu verdienen, das ihnen gen\u00fcgend Macht und einen entsprechenden Status verleiht und es ihnen erm\u00f6glicht, diese Art von <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_leben.html\" target=\"_blank\">Leben<\/a> weiterzuf\u00fchren. Sie haben keine <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_Zeit.html\" target=\"_blank\">Zeit<\/a> zu meditieren oder dar\u00fcber nachzudenken: \u201eWer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich?\u201c man wird aber erst <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/art_mensch.html\" target=\"_blank\">Mensch<\/a>, wenn man beginnt sich diese Fragen zu stellen, und das geschieht erst dann, wenn die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kundalini\" target=\"_blank\">Kundalini<\/a> erwacht ist. Bis zu diesem Zeitpunkt wird der Verstand nur eingesetzt, um Essen, Schlafen und sinnliche Vergn\u00fcgungen zu bekommen.<br \/>\nDas Erwachen der Kundalini bedeutet ein Anheben der Schwingungsebene. Ab dieser Zeit werden sinnliche Erlebnisse zu langweiligen und stumpfsinnigen Erfahrungen. Man ist nicht mehr anh\u00e4ngig davon, zu trinken, zu rauchen oder Gl\u00fccksspiele zu betreiben. All das verliert seinen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sinn\" target=\"_blank\">Sinn<\/a>, wenn man erst erkannt hat, dass innere Erf\u00fcllung, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Frieden\" target=\"_blank\">Frieden<\/a> und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Gl\u00fcck\" target=\"_blank\">Gl\u00fcck<\/a> in einem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Selbst\" target=\"_blank\">Selbst<\/a> liegen. Innerer Frieden und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Freude\" target=\"_blank\">Freude<\/a> wachsen in gleichem Ma\u00dfe mit dieser <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Erkenntnis\" target=\"_blank\">Erkenntnis<\/a>. Was normale Menschen als Gl\u00fcck ansehen und empfinden, bereitet einem nichts anderes als Unbehagen. Ist man zu dieser Einsicht gelangt, so bedeutet das, dass die Kundalini erwacht ist.<br \/>\nMit dem Erwachen der Kundalini verschwindet auch langsam die <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-psychologie\/einsatzbereiche\/beschwerdebilder\/angst.html\" target=\"_blank\">Angst<\/a> vor dem <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/reinkarnation-wiedergeburt\/tod.html\" target=\"_blank\">Tod<\/a>. Man erkennt nun, dass es weder <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/reinkarnation-wiedergeburt\/yoga-reinkarnation-lehren\/kreislauf-von-geburt-und-tod.html\" target=\"_blank\">Geburt<\/a> noch Tod gibt, dass Krankheiten von selbst vergehen, da sie ja durch grobstoffliche Schwingungen verursacht wurden, im <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Glauben\" target=\"_blank\">Glauben<\/a>, das Gl\u00fcck sei durch die Schwingungen dieser niederen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sinne\" target=\"_blank\">Sinne<\/a> zu erringen. Diese Dinge werden automatisch bedeutungslos, wenn die Kundalini erwacht ist.<br \/>\nMan darf aber nicht erwarten, dass sich pl\u00f6tzlich eine Schlange an einem heraufwindet und einen trifft. Denkt nicht: \u201eOh, meine Kundalini hat das 3. Chakra, das 4. <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/chakra.html\" target=\"_blank\">Chakra<\/a> erreicht, jetzt sind es nur wenige Zentimeter mehr bis zum 5.Chakra. Das ist nicht die Art und Weise, wie die Kundalini erweckt wird. In <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wahrheit\" target=\"_blank\">Wahrheit<\/a> ist es der Zustand der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Aura\" target=\"_blank\">Aura<\/a>, der sich ver\u00e4ndert, wenn sich die Schwingungsfrequenz erh\u00f6ht.<br \/>\nDie h\u00f6chste Stufe, Gottesbewusstsein genannt, ist dort, wo <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Shakti\" target=\"_blank\">Shakti<\/a> mit <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Bilder\/Galerien\/Shivatext.html\" target=\"_blank\">Shiva<\/a> schwingt. Auf der niedrigsten Stufe der Shakti liegen die Erfahrungen, die wir im Zusammenhang mit der groben Materie machen. Wenn unsere Sinne z. B. mit Eiscreme in Ber\u00fchrung kommen, so bedeutet das, dass wir Shakti erleben; aber sie schwingt auf sehr niedriger Ebene. Alle unsere 5 Sinne sind Shakti. Aber sie werden nur in Schwingung versetzt, wenn sie in Kontakt mit Objekten der Materie treten.<br \/>\nWenn man isst, Musik h\u00f6rt oder etwas sieht, so wird Shakti nur sehr wenig und auf niedriger Stufe angeregt. In unserem Leben haben wir immer wieder solche Erlebnisse. Sie machen uns aber nicht gl\u00fccklich. Wir wollen diese Erfahrungen auf eine andere Wellenl\u00e4nge erweitern. Wir sitzen in der <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/meditation.html\" target=\"_blank\">Meditation<\/a> und versuchen:<\/p>\n<ol>\n<li>Die Gedanken zu beruhigen<\/li>\n<li>Den <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Atem\" target=\"_blank\">Atem<\/a> zu regulieren<\/li>\n<li>Die 5 Handlungsorgane (Mund\/Sprache, Beine, Arme, Geschlechtsorgane und Anus) und die 5 Sinne der Erkenntnis (H\u00f6ren, Schmecken, Riechen, Sehen und Tasten) auszuschalten.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Nur \u00fcber diese 5 Sinne erlangen wir Kenntnis vom <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Universum\" target=\"_blank\">Universum<\/a>, und wir verm\u00f6gen nur mit Hilfe unserer 5 Handlungsorgane T\u00e4tigkeiten auszuf\u00fchren. Diese 10 F\u00e4higkeiten des Menschen werden in <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sanskrit\" target=\"_blank\">Sanskrit<\/a> <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Indriyas\" target=\"_blank\">Indriyas<\/a> genannt.<br \/>\nUm die Kundalini Shakti in eine h\u00f6here Schwingungsebene zu bringen, muss man jeglichen Kontakt zu den Objekten der Au\u00dfenwelt vermeiden. Um die Shakti zu erwecken, muss man die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Energie\" target=\"_blank\">Energie<\/a> daran hindern, in die 10 F\u00e4higkeiten zu flie\u00dfen, damit der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Geist\" target=\"_blank\">Geist<\/a> so ruhig wie m\u00f6glich wird. Dann reagieren die Sinne nicht mehr auf den Geist. Der Geist darf nicht mehr in sinnliche Bahnen abgleiten. Jeder der Sinne wird sagen: \u201eKomm doch lass mich schmecken, lass mich h\u00f6ren\u201c und wird versuchen, die Gedanken auf Objekte der Sinnenwelt zu lenken. Aber ist man erst einmal in der Lage, diesen nach au\u00dfen gerichteten, extrovertierten Neigungen Einhalt zu gebieten, so richtet sich der Geist nach innen.<br \/>\nIst der Geist erst einmal nach innen gerichtet und ruhiggestellt, dann beginnt die Shakti auf einer anderen Wellenl\u00e4nge zu schwingen. Sie erwacht zu gr\u00f6\u00dferer <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Kraft\" target=\"_blank\">Kraft<\/a> auf einer h\u00f6heren Ebene. Schwingt die Shakti nur auf niedriger Ebene, so beschr\u00e4nken sich unsere Erfahrungen auf die oben erw\u00e4hnte sinnliche Ebene; sie sind ungeschliffen und grobstofflicher <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/seminartipp\/yoga-natur-und-wandern.html\" target=\"_blank\">Natur<\/a> und lassen (immer) eine gewisse Unzufriedenheit in uns zur\u00fcck.<br \/>\nMan m\u00f6ge sich daran erinnern, wie man f\u00fcr gew\u00f6hnlich seinen <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/seminartipp\/yoga-urlaub.html\" target=\"_blank\">Urlaub<\/a> in einem 5-Sterne-Hotel verbracht hat. Am Morgen hat man Kaffee getrunken, geraucht, sein Fr\u00fchst\u00fcck mit Schinken und Eiern verzehrt und dann noch eine Handvoll Aspirin und Aufmunterungspillen geschluckt. Danach ist man am Swimmingpool gesessen oder hat Golf gespielt oder ist angeln gegangen. Am Abend hat man sein Steak gegessen und ist dann tanzen gegangen. Alle Sinne waren nur in diese Richtung gelenkt; dar\u00fcber hinaus hat man nichts gekannt. Aber nun haltet ihr Ausschau nach etwas anderem, weil ihr damit nicht zufrieden seid, auf einer derartig niedrigen Energie-Ebene, gleich einem Tier, zu leben. Ihr wollt vom Tiererlebnis zum Gotteserlebnis kommen.<br \/>\nDie menschliche <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Erfahrung\" target=\"_blank\">Erfahrung<\/a> ist jener der Tiere sehr \u00e4hnlich, vielleicht sogar schlechter, weil wir n\u00e4mlich immer raffinierter dabei werden, den Verstand zur Befriedigung unserer sinnlichen Bed\u00fcrfnissen einzusetzen: Wir gr\u00fcbeln dar\u00fcber nach, wie wir den nat\u00fcrlichen Geschmack der Speisen durch Kochen und W\u00fcrzen ver\u00e4ndern und verfeinern k\u00f6nnen, so dass sie uns noch besser munden m\u00f6gen, und \u00fcberlegen, auf welche Art bestimmte Getr\u00e4nke mit den Gerichten zu kombinieren sind, um den Genuss noch weiter zu erh\u00f6hen. Auf diese Weise verwenden wir unseren Verstand allein dazu, Kulinarisches vorzubereiten und verbringen Stunden damit, die nat\u00fcrliche Beschaffenheit zu ver\u00e4ndern, um ihr einen anderen Geschmack und ein neues Aussehen zu verleihen. Alle unsere Sinne werden aktiviert \u2013 und das ist der Grund, warum wir ungl\u00fccklich und von \u00e4u\u00dferstem Unbehagen erf\u00fcllt sind. Und gerade dieses Unbehagen hat uns zu diesem Wendepunkt gebracht.<br \/>\nDurch <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Raja_Yoga\" target=\"_blank\">Raja Yoga<\/a> aber halten wir die nach au\u00dfen gerichteten Sinne an und beruhigen den Geist. Raja Yoga bedeutet: \u201echitta vritti nirodhah\u201c: die gedanklichen Wellen anhalten. In <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Hatha_Yoga\" target=\"_blank\">Hatha Yoga<\/a> halten wir die Pranawellen an, so dass in der Folge auch die Gedankenwellen anhalten. Man sagt, wenn im <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/kundalini-yoga.html\" target=\"_blank\">Kundalini Yoga<\/a> die Sinne zusammengebracht werden, kann die Energie nicht mehr nach au\u00dfen flie\u00dfen. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich das Denken bereits auf einer h\u00f6heren Ebene; das Energiefeld ver\u00e4ndert sich. Im Grunde sind alle diese Erfahrungen ein und dasselbe, nur der Standpunkt ist ein anderer. Es besteht kein wirklicher Unterschied zwischen Kundalini Yoga, Hatha Yoga, <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Mantras.html\" target=\"_blank\">Mantra<\/a> Yoga, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Laya\" target=\"_blank\">Laya<\/a> Yoga und Raja Yoga. Jeder <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga.html\" target=\"_blank\">Yoga<\/a> mag unterschiedliches Gewicht auf einzelne Punkte legen, aber grunds\u00e4tzlich unterscheiden sie sich nicht voneinander. Sie alle sind Teile des <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ashtanga-Yoga\" target=\"_blank\">Ashtanga Yoga<\/a> (des achtgliedrigen Yoga): <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yama\" target=\"_blank\">Yama<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Niyama\" target=\"_blank\">Niyama<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/asana\/\" target=\"_blank\">Asana<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Pranayama\" target=\"_blank\">Pranayama<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Pratyahara\" target=\"_blank\">Pratyahara<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Dharana\" target=\"_blank\">Dharana<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Dhyana\" target=\"_blank\">Dhyana<\/a> und <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Samadhi\" target=\"_blank\">Samadhi<\/a>.<br \/>\nIm Mantra Yoga wird die Energie\/ Gedankenkontrolle durch die Anwendung mystischer Silben erzielt. Wiederholt man \u201e<a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Om_Namo_Narayanaya\" target=\"_blank\">Om Namo Narayanaya<\/a>\u201c immer und immer wieder, so ver\u00e4ndert man auch die Schwingungseben seiner Gedanken. Im Kundalini Yoga wird die Energie durch Kontrolle des <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/prana.html\" target=\"_blank\">Prana<\/a> hinaufgezogen und dadurch die Wellenl\u00e4nge des Energiefeldes ver\u00e4ndert. Im Hatha Yoga wird mittels Pranakontrolle die Kundalini hinaufgesto\u00dfen und dabei die Energiestufe ebenfalls ver\u00e4ndert. So k\u00f6nnte man letztendlich sagen, dass alle diese Techniken nichts anderes sind als Kundalini Yoga. Die Shakti muss unter Kontrolle gebracht und in einen h\u00f6heren Schwingungszustand umgewandelt werden.<br \/>\nMacht man Asanas, so f\u00fchrt man nicht einfach nur k\u00f6rperliche \u00dcbungen aus, sondern wirkt durch sie auch auf die Psyche ein, da der Pranafluss stimuliert wird. (Ebenso wie in der Akupunktur die verschiedenen Meridiane angeregt werden.) Hat man z.B. Probleme mit der Leber, so stimuliert der Akupunkteur das entsprechende Meridianfeld mit einer Nadel, um dadurch die elektrischen Impulse zu erh\u00f6hen und so der Leber zus\u00e4tzliches Prana zu ihrer <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Heilung\" target=\"_blank\">Heilung<\/a> zuzuf\u00fchren. <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yogi\" target=\"_blank\">Yogi<\/a>s hingegen verm\u00f6gen dasselbe ohne Nadeln, allein nur durch Ausf\u00fchrung der Asanas. Macht einmal ein Kirlian-Photo vor und nach den Asanas, und ihr werdet sehen, dass sich die Energie vollkommen ver\u00e4ndert hat durch das Aussenden eines gewaltigen Energiestromes. J\u00fcngste wissenschaftliche Forschungen haben das bewiesen.<br \/>\nWissenschaftler aus Ost und West haben auch Untersuchungen dar\u00fcber angestellt. Japanische Forscher haben sogar einen Apparat entwickelt, der tats\u00e4chlich im Stande ist, die Energiewellenl\u00e4nge in den einzelnen Chakren zu messen. Dieser Apparat gleicht einem hochempfindlichen Mikrophon, das die Wellenl\u00e4nge aufnimmt, die von jedem einzelnen Chakra ausgestrahlt wird, ohne den K\u00f6rper auch nur zu ber\u00fchren. Das Signal wird dann durch einen Verst\u00e4rker in einen Oszillographen geschickt, der die Wellenmuster aufzeichnet und sichtbar macht. Man kann dabei beobachten, dass jedes Chakra ein anderes Wellenmuster aussendet. Meditieren nun sehr fortgeschrittene Yogis, so schwingen ihre Chakren sehr rasch, und die Muster im Oszillographen ver\u00e4ndern sich dementsprechend. Bevor diese Forschungen angestellt wurden, hatten wir keinerlei M\u00f6glichkeit, die Existenz dieser menschlichen Energiefelder zu beweisen.<br \/>\nDas zeigt, dass sich die Kundalini Shakti nur in einer h\u00f6heren Dimension offenbart. Der Sinn und Zweck des Pranayama ist, die Schwingungsebene zu erh\u00f6hen oder Kundalini Shakti zu erwecken \u2013 sie sind ein und dasselbe. Deshalb verwenden wir auch verschiedene Methoden: k\u00f6rperliche, geistige und pranische. Die k\u00f6rperliche Methode besteht darin, den Anusschlie\u00dfmuskel unter der Kontrolle zu bringen, und mit <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Jalandhara\" target=\"_blank\">Jalandhara<\/a> <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Bandha\" target=\"_blank\">Bandha<\/a> wirken wir auf den Vagusnerv ein. Sind beide Impulse unter Kontrolle, wird Energie aufgebaut.<br \/>\nEs ist wie beim Elektronenblitz einer Kamera. Schaltet man das Ger\u00e4t an, so l\u00e4dt sich langsam der Kondensator mit immer mehr Energie aus der 6 Volt Batterie auf. Dr\u00fcckt man dann auf den Knopf, so entl\u00e4dt sich das Ger\u00e4t durch Aussenden eines Elektronenblitzes (der f\u00fcr den Bruchteil einer Sekunde eine Spannung von 10 000 \u2013 20 000 Volt erreicht) und man kann das Foto machen. Dieser Blitz ist \u00e4u\u00dferst intensiv und gewaltig und man erh\u00e4lt eine ungeheure Lichtmenge. Das gleiche passiert, wenn wir den Atem anhalten und die Energie kontrollieren.<br \/>\nH\u00e4lt man den Atem an, so beginnen sich die schwachen Batterien aufzuladen, sowohl mit Prana als auch mit <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Apana\" target=\"_blank\">Apana<\/a>. Sind dann eines Tages alle <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Nadis\" target=\"_blank\">Nadis<\/a> gereinigt, so beginnt sich unmittelbar und blitzartig die Energie durch die Wirbels\u00e4ule auszubreiten. Zu diesem Zeitpunkt sind alle Chakren weit ge\u00f6ffnet. Das ist das Erwecken der Chakren durch das Emporsteigen der Kundalini in die oberen Chakren. Wenn man regelm\u00e4\u00dfig Bandhas, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Mudra\" target=\"_blank\">Mudras<\/a>, Asanas und Pranayama aus\u00fcbt und sich mit Mantrasingen und richtiger Di\u00e4t einer Reinigung unterzieht, so muss die Energie automatisch in die oberen Chakren steigen. Die spirituelle Entwicklung wird in dem Ma\u00dfe voranschreiten, in dem die Energieebene in die h\u00f6heren Chakren steigt. Das ist mit \u201eErwecken der Kundalini Shakti\u201c gemeint.<br \/>\nDas sollte theoretisch verstanden werden. Die Energie ist in dir selbst. Sie muss nur erweckt werden. Vergr\u00f6bere sie nicht oder bringe sie nicht auf einen niedrigeren Stand. Ziehe die Sinne so gut du kannst zur\u00fcck und bringe diese Energie durch deine Vorstellungskraft und dein Konzentrationsverm\u00f6gen in h\u00f6here Zentren. Woran immer du denkst, dorthin flie\u00dft auch das Prana; das ist ein Gesetz. Umgekehrt wandern die Gedanken immer in die Richtung, in die das Prana sich bewegt. Gedanken und Prana stehen miteinander in Verbindung; das eine kann sich nicht ohne das andere Bewegen.<br \/>\nDarum erm\u00f6glichen dir Konzentration, Vorstellungskraft und k\u00f6rperliche \u00dcbungen zusammen einen vollst\u00e4ndigen und ganzheitlichen Zugang zur Erweckung der Shakti. Darum brauchst du Asanas, Pranayama, Bandhas, Mudras, die richtige Di\u00e4t und die geeignete Atmosph\u00e4re. Eine richtige Atmosph\u00e4re w\u00e4ren z. B. wundersch\u00f6ne Berge, wo die Vegetation eine wahre F\u00fclle von magnetischen Str\u00f6men (Prana) aussendet. Alles in der Natur sendet Strahlen aus, die man auffangen und bewahren kann f\u00fcr eine h\u00f6here geistige <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/ausbildung-weiterbildung\/yogalehrer-weiterbildung\/spirituelle-persoenliche-entwicklung.html\" target=\"_blank\">Entwicklung<\/a>.<\/p>\n<h4>B: Prana als Elektrizit\u00e4t<\/h4>\n<p>Der physische K\u00f6rper gleicht einer Maschine. Er wird von zwei Arten von Energie in Gang gehalten: chemische Energie, die aus der <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yoga-anfaenger\/yoga-ernaehrung.html\" target=\"_blank\">Nahrung<\/a> stammt, und psychische Energie (Prana genannt), die von all den Dingen kommt, die wir aufnehmen: Nahrung, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Wasser\" target=\"_blank\">Wasser<\/a>, Luft und Sonnenlicht. Das sind die Hauptquellen unseres Pranas, und sie finden sich \u00fcberall in der Natur. Prana existiert auch im luftleeren Raum, unter der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Erde\" target=\"_blank\">Erde<\/a> und sogar im Wasser. Es ist nicht chemisch, sondern elektrisch seinem Wesen nach. Unser K\u00f6rper speichert Prana, und der Blutkreislauf wirkt wie ein Transformator, der das Prana vom astralen in den physischen K\u00f6rper umlenkt.<br \/>\nYogis glauben nicht an die rein physisch-chemische Natur des K\u00f6rpers; f\u00fcr sie ist der elektrische Aspekt im K\u00f6rper wesentlich. Wird die elektrische Verbindung zwischen astralem und physischem Bereich unterbrochen, ist es wie bei einer Maschine, die von der Batterie getrennt wird, sie mag noch so stark sein, sie kann nicht starten. Die Prana-Impulse wandern von der astralen in die physische Sph\u00e4re durch eine astrale Nabelschnur am <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Solarplexus\" target=\"_blank\">Solarplexus<\/a>. Wird diese Verbindung unterbrochen, kann kein Prana mehr in den physischen K\u00f6rper flie\u00dfen. Kommt das Prana nur in kleinen Dosen, f\u00e4llt der K\u00f6rper ins Koma (Bewusstlosigkeit).<br \/>\nBegreift man die elektrische Natur unseres K\u00f6rpers, so wird einem auch der Sinn und Zweck des Pranayama klar. Ich werde es mit modernen Begriffen zu erkl\u00e4ren versuchen, da die althergebrachten Ausdr\u00fccke sehr schwer zu begreifen sind.<br \/>\nMan sagt, dass man die Luft in der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sushumna\" target=\"_blank\">Sushumna<\/a>, im Hals-, Magen-, <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/de\/asana\/ruecken.html\" target=\"_blank\">R\u00fccken<\/a>-, <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yogatherapie\/frage-antwort\/ohren-und-gleichgewicht.html\" target=\"_blank\">Ohren<\/a>\u2013 und <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/yogatherapie\/frage-antwort\/augen.html\" target=\"_blank\">Augen<\/a>bereich anhalten kann. Aber wie geht das vor sich, wenn die eingeatmete Luft gar nicht in diese Gebiete vordringt? Was ist also damit gemeint?<br \/>\nEs handelt sich nicht um eine physische Blockade; es ist die Umleitung der Energie von einer <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Quelle\" target=\"_blank\">Quelle<\/a> zu einer anderen. Im Yoga nennen wir diese Energie \u201ePrana\u201c. Das Problem ist, dass es im Englischen (bzw. Deutschen) keinen entsprechenden Ausdruck gibt, deshalb wird es mit \u201eLuft\u201c \u00fcbersetzt. Sogar indische Yogis machen diesen Fehler, weil sie nicht wissen, wie es aus dem Sanskrit zu \u00fcbersetzen ist.<br \/>\nIch werde versuchen, diese Gedanken anhand von Begriffen aus der Elektronik zu erl\u00e4utern. Die meisten von euch sind mit Ger\u00e4ten wie Radio, Kamera, Computer vertraut. Drei grundlegende Bestandteile sind allem gemeinsam. \u00c4hnliche Dinge existieren auch in unserem K\u00f6rper, obwohl das bitte alles nicht so w\u00f6rtlich zu nehmen ist. Es soll nur dazu beitragen, zu verstehen, in welcher Weise solche Dinge wie Verschl\u00fcsse im K\u00f6rpermechanismus funktionieren. Macht man Pranayama, so tr\u00e4gt das sehr zum besseren Verst\u00e4ndnis bei. \u00dcber drei Dinge sollte man Bescheid wissen: \u00fcber 1. Transformatoren, 2. Kondensatoren und 3. Widerst\u00e4nde.<\/p>\n<ol>\n<li>Transformatoren: in elektronischen Elementen befindet sich immer eine Kraftquelle in Form einer Batterie oder als Haushaltsstrom. Ein kleiner Kassettenrekorder kann mit der 220 Volt Stromspannung, wie sie ins Haus geliefert wird, nicht viel anfangen. Er muss auf eine niedrigere Spannungsstufe herunter transformiert werden, sonst w\u00fcrden die Bestandteile ausbrennen. (Es gibt Transformatoren, die hinauf- oder heruntertransformieren, um die Spannung entweder zu erh\u00f6hen oder zu erniedrigen.)<\/li>\n<li>Kondensatoren (auch Mehrfachkondensatoren genannt) sind Elektrizit\u00e4tsspeicher. Ein Beispiel daf\u00fcr ist der Elektronenblitz in der Kamera. Die Elektrizit\u00e4t f\u00fcr den Blitz kommt zwar aus einer 6 Volt Batterie, aber mit dieser Spannung k\u00f6nnte nie gen\u00fcgend <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Licht\" target=\"_blank\">Licht<\/a> erzeugt werden, um ein Foto zu schie\u00dfen. Man braucht einige 1000 Volt, um ein derartig intensives Licht hervorzubringen.<br \/>\nDie Energie aus dieser kleinen Batterie wird wie in einem Reservoir gespeichert (weder hinauf- noch hinunter transformiert) und gesammelt, bis gen\u00fcgend vorhanden ist, um f\u00fcr einen kurzen Augenblick einen m\u00e4chtigen Blitz zu erzeugen.<\/li>\n<li>Widerst\u00e4nde: Einen anderen Begriff aus der Elektronik, den wir verstehen sollten, ist der Widerstand. Wir k\u00f6nnen den Widerstand gegen\u00fcber dem Energiefluss entweder vergr\u00f6\u00dfern oder verkleinern. Erh\u00f6hte Verunreinigung setzt die Intensit\u00e4t des elektrischen Energieflusses herab. Ein Beispiel hierzu w\u00e4re ein gew\u00f6hnlicher Gartenschlauch, durch den das Wasser mit einer bestimmten Geschwindigkeit flie\u00dft, bis man ihn durch Zusammendr\u00fccken verengt. Die Wasserpumpe versucht weiterhin die 60 Liter Wasser pro Minute durch den Schlauch zu zwingen, aber wenn sein Fassungsverm\u00f6gen durch die Verengung vermindert wird, steigt der Druck und das Wasser schie\u00dft mit erh\u00f6hter Kraft heraus.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Auch in unserem K\u00f6rper gibt es so etwas \u00c4hnliches wie einen Kondensator. Das Prana gleicht der Elektrizit\u00e4t, ist aber viel subtiler. Jegliche Art von Elektrizit\u00e4t flie\u00dft durch die Dr\u00e4hte, und in unserem K\u00f6rper flie\u00dft sie durch Nadis (oder Meridiane im chinesischen System). Das Problem ist, dass viele Leute nur die sichtbaren Nerven darunter verstehen. Ein Nadi ist zwar das Gegenst\u00fcck zu einem Nerv im physischen K\u00f6rper, aber man k\u00f6nnte ihn auch als astralen Nervenkanal bezeichnen, da er nicht im physischen, sondern im Astralk\u00f6rper existiert.<br \/>\nEs ist nat\u00fcrlich nicht m\u00f6glich, dieses Thema ausschlie\u00dflich mit elektronischen Begriffen darzustellen, aber zweifellos besteht eine \u00c4hnlichkeit zwischen dem physischen und dem Astralnervensystem: sie entsprechen einander. Der Unterschied besteht allein darin, dass das eine sichtbar und das andere unsichtbar ist.<br \/>\nIn unserem <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/K\u00f6rper\" target=\"_blank\">K\u00f6rper<\/a> werden alle Impulse, die vom Gehirn ausgehen und durch den Vagusnerv, der <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Herz\" target=\"_blank\">Herz<\/a> und Lunge kontrolliert, hindurchgehen, Prana genannt. Fr\u00fcher glaubte man, dass das Herz einer willk\u00fcrlichen Kontrolle nicht unterworfen und der Herzschlag nicht durch Konzentration reguliert werden k\u00f6nnte. Aber Yogis k\u00f6nnen beweisen, dass der Herzschlag entweder durch Konzentrations- oder \u00e4hnliche \u00dcbungen, wie z. B. Jalandhara Bandha, sehr wohl verlangsamt werden kann. Sie drosseln den Pranafluss. Wir sprechen in diesem Fall nicht von physischen, sondern von psychischen Prana.<br \/>\nGedanken k\u00f6nnen sowohl den Atemrhythmus, als auch den Herzschlag ver\u00e4ndern. Zwei wichtige Elemente im K\u00f6rper werden zusammen Herz-Kreislauf-System genannt. Sie sind voneinander abh\u00e4ngig. Braucht der K\u00f6rper zus\u00e4tzlichen Sauerstoff, so steigt auch die Herzfrequenz. Um die Lungen zu verst\u00e4rkter Pumpt\u00e4tigkeit anzuregen, m\u00fcssen Zwerchfell- und Zwischenrippenmuskulatur stimuliert werden. Das geschieht im Gehirn. In Notsituationen, wenn man z. B. von einem Tiger verfolgt wird und sich am Rande der Ersch\u00f6pfung befindet, sto\u00dfen die Nebennierendr\u00fcsen Adrenalin aus, um dem Herzen eine zus\u00e4tzliche Unterst\u00fctzung zu geben, so dass es f\u00fcr kurze Zeit noch ein bisschen schneller arbeiten kann. Das entspricht dem Mehrfachkondensator in den elektrischen Ger\u00e4ten, die ich erw\u00e4hnt habe. Die Natur hat uns diese F\u00e4higkeit verliehen, um gef\u00e4hrlichen Situationen entkommen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nVersuchen wir das Herz-Kreislauf-System zu verstehen, um zu erkennen, wie eng Herzschlag und Atem miteinander zusammenh\u00e4ngen: Es gibt einen Apparat, der Polygraph oder L\u00fcgendetektor genannt wird. Ebenso wie das EEG die Gehirnstr\u00f6me testet, so misst der Polygraph die 3 Grundelemente, die haupts\u00e4chlich mit dem vegetativen Nervensystem in Verbindung stehen.<br \/>\nIm Allgemeinen liegt das vegetative oder autonome Nervensystem au\u00dferhalb unserer Kontrolle, aber Yogis verm\u00f6gen es dennoch zu kontrollieren. Die drei wesentlichen Aufgaben des Polygraphen sind:<\/p>\n<ol>\n<li>unsere Atemstruktur aufzuzeigen und zu messen, wie oft man in der Sekunde ein- und ausatmet (normalerweise ungef\u00e4hr 16 Mal pro Minute)<\/li>\n<li>die Pulsfrequenz festzustellen (normalerweise ungef\u00e4hr 75-80 Pulsschl\u00e4ge pro Minute)<\/li>\n<li>den galvanischen Hautwiderstand zu messen. Unter unseren Schwei\u00dfdr\u00fcsen befinden sich Nervenstr\u00e4nge, die sensorische Impulse weiterleiten.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der galvanische Hautwiderstand, gemessen anhand von Ausscheidungen der Schwei\u00dfdr\u00fcsen, ver\u00e4ndert sich mit der Beschaffenheit unserer Gedanken; deshalb ist dies eines der drei Grundelemente in einem Polygraphen. Pr\u00fcft man den galvanischen Hautwiderstand, indem man z.B. kleine Elektroden an die Fingerkuppen anlegt, so kann man den herausflie\u00dfenden Strom so weit verst\u00e4rken, dass das Muster des galvanischen Hautwiderstandes sichtbar wird. Ebenso geschieht das beim vegetativen Nervensystem.<br \/>\nStellt man mittels elastischen Materials eine Verbindung zwischen dem Brustkorb und dem Polygraphen her, so kann man die Anzahl und die Art der Atemz\u00fcge feststellen \u2013 flach, langwellig oder gest\u00f6rt. Bei normaler Atmung nehmen wir ca. 150 ccm Luft auf und geben ungef\u00e4hr die gleiche Menge wieder langsam ab. Bei tiefen Atemz\u00fcgen kann man bis zu 200 ccm Luft aufnehmen. Der Impuls ist dann sehr stark. Wird man dabei gest\u00f6rt, so \u00e4ndert sich auch das Atemschema.<br \/>\nSind alle diese Elemente an den Polygraphen angeschlossen, so k\u00f6nnen wir 3 verschiedenartige Wellenbewegungen erkennen: Atemrhythmus, Blutdruck und galvanischen Hautwiderstand. Nach 2 oder 3 Minuten zeigend die Aufzeichnungen normale Werte. Ver\u00e4ndert sich pl\u00f6tzlich etwas auf dem Polygraphen, so ist das ein Anzeichen daf\u00fcr, dass die Person gelogen hat. Eine emotionelle St\u00f6rung kann eine Ver\u00e4nderung des Atemrhythmus von 16 Mal pro Minute bis zu 25 oder 30 Mal pro Minute bewirken. Der Atem kann schneller oder langsamer werden. In extremen F\u00e4llen kommen Atem oder Herz sogar zum Stillstand, wie z.B. bei einem Schock oder schlechten Nachrichten. Aber auch erfreuliche Neuigkeiten, etwas sehr Aufregendes, \u2013 (angenommen) man hat 5 Millionen in der Lotterie gewonnen \u2013 k\u00f6nnen Herzschlag anhalten.<br \/>\nIn diesen F\u00e4llen wird der Mehrfachkondensator \u00fcberladen. Innerhalb kurzer Zeit ist \u00fcberall ein Kurzschluss. Die Spannung, die in den Nervenstr\u00e4ngen flie\u00dft, wird zu m\u00e4chtig, so dass sie alles kurzschlie\u00dft. Herz und\/oder Lunge h\u00f6ren auf zu arbeiten, und es kommt zum Kollaps. Daraus wird ersichtlich, dass sich unser K\u00f6rper nicht wesentlich von einem elektronischen Mechanismus unterscheidet.<br \/>\nDer elektronische Impuls in unserem K\u00f6rper ist das Prana. Das Prana flie\u00dft in das Nervensystem, wo es von den Kondensatoren gespeichert und von den Transformatoren umgewandelt wird. Es gibt 5 \u00fcbergeordnete Arten von Prana: Prana, Apana, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Udana\" target=\"_blank\">Udana<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Samana\" target=\"_blank\">Samana<\/a> und Vyana, sowie einige untergeordnete Arten. Der Unterschied zwischen \u00fcbergeordnetem und untergeordnetem Prana liegt in der Spannung. Auch in elektronischen Apparaten brauchen manche Bestandteile eine h\u00f6here Spannung, so dass verschiedene Typen von Transformatoren vonn\u00f6ten sind.<br \/>\nIm K\u00f6rper nennen wir die Transformatoren Chakren. Verschiedenste Nerven f\u00fchren zu und durch die Chakren. Sie sind nicht physischer, sondern astraler Natur.<br \/>\nIm physischen K\u00f6rper werden diese Nervenstr\u00e4nge, die sich beim R\u00fcckenmark vereinigen, Plexi oder Geflechte genannt. Sie stellen eine Art Knotenpunkt dar, einer Telephonvermittlung vergleichbar. Diese Plexi entsprechen den Chakren. Dort wird die Energie wie im Kondensator gespeichert, wie beim Transformator umgewandelt und wie durch Widerst\u00e4nde gesteuert. Alle diese Dinge spielen sich im gleichen Gebiet ab.<br \/>\nBei den meisten Menschen sind die Transformatoren in den h\u00f6heren Chakren nicht vollst\u00e4ndig ge\u00f6ffnet, bei sehr fortgeschrittenen Sch\u00fclern sind sie vielleicht teilweise offen. Gro\u00dfe Verunreinigungen wirken als Widerst\u00e4nde. Die verschiedenen Widerst\u00e4nde werden durch unsere Gedanken (oder auch durch unsere Di\u00e4t) unwillk\u00fcrlich beeinflusst. Alles wird vom Denken gelenkt. Entsprechend der Art der Gedanken sind die Verunreinigungen gr\u00f6\u00dfer oder kleiner, denn alle 3 Apparate in unserem System: Kondensatoren, Transformatoren und Widerst\u00e4nde werden vom Geist gesteuert.<br \/>\nDeshalb gehen die Yogis unmittelbar an den Geist heran, um das Schema zu \u00e4ndern. Entsprechend der Art des Gedankenmusters erh\u00f6ht oder verringert sich die Spannung. Wird die Spannung gr\u00f6\u00dfer, flie\u00dft die Energie in ein h\u00f6heres Chakra. Sinkt die Spannung (bei sehr grobstofflichen und ausschlie\u00dflich sinnlichen oder sexuellen Gedanken), wandert die Energie nur in die niedrigen Chakren, weil die Spannung nicht ausreicht, um in die h\u00f6heren Chakren aufzusteigen.<br \/>\nErinnern wir uns daran, dass weder Gedanken noch Prana im physischen K\u00f6rper vorkommen. Sie existieren nur im <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Astralk\u00f6rper\" target=\"_blank\">Astralk\u00f6rper<\/a>, und entsprechend der Art unserer Gedanken flie\u00dft Prana in den physischen K\u00f6rper \u00fcber. Sind unsere Gedanken sehr grobstofflich, so werden Prana oder die Elektronen, die in den physischen K\u00f6rper kommen, noch weiter geschw\u00e4cht, da zu hohe Widerst\u00e4nde bestehen. Au\u00dferdem vermag ein K\u00f6rpernerv keinen m\u00e4chtigen Gedanken aufzunehmen, und so kann es bis zu einem gewissen Grad zu einer Stilllegung des Pranas kommen. Ein verunreinigtes Nervensystem ist nicht in der Lage, hohe Spannungen zu \u00fcbertragen. Manchmal kann ein pl\u00f6tzlicher Schock den Pranafluss sogar vollkommen unterbrechen. Oder der Strom wird derartig verlangsamt, dass man zu einem lebendigen Leichnam wird; man liegt dann im Koma.<\/p>\n<h4>C: Bandhas und Mudras<\/h4>\n<p>Bandhas sind Verschl\u00fcsse, durch deren Anwendung das Prana in gewissen Zentren gehalten werden kann. Mudras sind Siegel, die verschiedene \u00d6ffnungen verschlie\u00dfen und bewirken, dass die Energie statt in mehrere, nur in eine Richtung flie\u00dft. Zum besseren Verst\u00e4ndnis dieser Dinge greifen wir wieder auf die Elektronik zur\u00fcck. Wir wissen jetzt alles \u00fcber Widerst\u00e4nde. Weitere Begriffe, die wir n\u00e4her in Betracht ziehen wollen, sind der Wechselstrom und der Gleichstrom. Die Gl\u00fchbirnen in unseren Haushalten sind an den Wechselstrom angeschlossen, weil negativer und positiver Pol je nach Rotation des Dynamos abwechseln. Auf der anderen Seite kann man mit Gleichstrom, wie er in einer Batterie zu finden ist, Ger\u00e4te wie z. B. ein Blitzlicht zum Aufleuchten bringen. Beim Gleichstrom kommt es zu keinem Wechsel des Elektronenflusses, er bewegt sich in gleichm\u00e4\u00dfigen Str\u00f6men. Wenden wir nun Siegel (Mudras) und Verschl\u00fcsse (Bandhas) an, so erm\u00f6glichen wir den Elektronen, nur in eine Richtung (nicht wechselseitig) zu flie\u00dfen, und wir stoppen die afferenten und efferenten Str\u00f6me (motorische und sensorische Impulse). Auf diese Weise wird das normale Energiekonzept im gesamten Nervensystem ver\u00e4ndert. Durch Bandhas, Mudras und Pranayama \u00fcben wir Kontrolle auf die sensorischen und motorischen Nerven aus.<br \/>\n\u00dcbt man die eben angef\u00fchrten Praktiken regelm\u00e4\u00dfig (mit gleichzeitiger Reinigung der Nadis), so wird die Energie wie beim Gleichstrom nur durch einen Kanal, die sogenannte Sushumna, flie\u00dfen. Das bringt h\u00f6here Spannung, weniger Widerstand und mehr Kapazit\u00e4t. \u00dcbertr\u00e4gt man all dies auf ein elektronisches Element, wie z. B. den Elektronenblitz, so bedeutet das, dass sich der Kondensator aufl\u00e4dt und Spannung aufbaut, bis er schlie\u00dflich zu einer intensiven Entladung von hellstem Licht f\u00fcr den Bruchteil einer Sekunde kommt. Bei zu hohen Widerst\u00e4nden allerdings wird alles in die Luft fliegen \u2013 der Fluss durch diesen Draht muss ausreichen, um alle Elektronen entsprechend zu versorgen. Wir m\u00fcssen also Begriffe wie Widerstand, Aufbau der Spannung und letztendlich Entladung im Auge behalten.<br \/>\nDas gleiche passiert auch in einer sexuellen Erfahrung. Die Kondensatoren werden mit Gedanken und Leidenschaften aufgeladen und beim sexuellen H\u00f6hepunkt erfolgt dann eine pl\u00f6tzliche Entladung des Pranas. Danach bleibt euch keinerlei Energie mehr. Ihr wisst alle, wie der sexuelle Akt (oder jede andere starke Emotion, wie z. B. <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Zorn\" target=\"_blank\">Zorn<\/a> oder <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/\u00c4rger\" target=\"_blank\">\u00c4rger<\/a>) buchst\u00e4blich jegliche Energie aus dem K\u00f6rper herauszieht. Nach der Entladung dauert es einige Stunden, bis die Kondensatoren wieder aufgeladen sind. Es ist wie beim Elektronenblitz: man kann nicht unmittelbar darauf den Entladungsknopf dr\u00fccken, um wieder eine derartige Lichtintensit\u00e4t zu erhalten. Man muss warten, bis sich die Ladung wieder aufbaut. Auch nach dem sexuellen Akt ist es notwendig zu warten, bis sich der K\u00f6rper wieder regeneriert hat. Ein Mensch, der st\u00e4ndig seine Energie vergeudet, wird eines Tages impotent und ausgebrannt wie eine leere Batterie sein. Gl\u00fcck und geistiger Friede sind ihm verwehrt. Ich spreche aber nicht nur von einer rein physischen, sondern auch von einer geistigen Impotenz. Die Gedanken werden tr\u00e4ge, man vermag die Gedankenstr\u00f6me nicht mehr entsprechend zu kanalisieren, emotionelle Schwierigkeiten treten auf und m\u00fcnden schlie\u00dflich in eine Dauerdepression. All das ist die Folge von einer exzessiven Entladung des Pranas.<br \/>\nWestliche Wissenschaftler machen sich ein falsches Bild von diesen Dingen und sind der irrigen Anschauung, dass der sexuelle Akt etwas Nat\u00fcrliches sei. Dem ist nicht so. Man braucht eine ungeheure Energiemenge, um die Mehrfachkondensatoren wieder aufzuladen und innerhalb k\u00fcrzester Zeit wird diese Energie freigesetzt. Stellen wir uns vor, wir w\u00fcrden nach jedem Aufladen des Kondensators den Blitz an unserer Kamera ununterbrochen entladen, so w\u00fcrde bald die Batterie vollkommen leer und ausgebrannt sein, und wir m\u00fcssten sie durch eine neue ersetzen. In unserem K\u00f6rper dagegen k\u00f6nnen wir die Batterie nicht so ohne weiteres austauschen, wir m\u00fcssen warten, indem wir uns entweder auf normale Art oder durch Pranayama wieder Energie zuf\u00fchren. Normale Menschen wissen nicht was Pranayama ist, daher k\u00f6nnen sie sich nur durch <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Ruhe\" target=\"_blank\">Ruhe<\/a>, <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Sonne\" target=\"_blank\">Sonne<\/a>n- und Nahrungsaufnahme wieder aufladen. Man nimmt zwar etwas Prana mit der Nahrung auf, aber eben nur ganz wenig, gerade so viel, um \u00fcberleben zu k\u00f6nnen und um die vegetativen Funktionen des K\u00f6rpers aufrechterhalten zu k\u00f6nnen.<br \/>\nGew\u00f6hnliche Leute wissen nichts \u00fcber h\u00f6here Praktiken der Meditation, richtiges Denken und h\u00f6heres Wollen. Obwohl sie vielleicht \u00c4rzte, Psychiater, Doktoren der Philosophie etc. sind, besitzen sie nicht einmal gen\u00fcgend Willenskraft, um z. B. ihre Rauchgewohnheiten aufzugeben, da ihre psychischen F\u00e4higkeiten sehr begrenzt sind. Sie geben ununterbrochen Energie ab und wissen nicht, wie sie sich wieder aufladen k\u00f6nnen. Ihr Geist befindet sich in einem sehr labilen Zustand. Hat man das erst einmal verstanden, so begreift man auch den Sinn und Zweck der Bandhas und Mudras.<br \/>\nDurch regelm\u00e4\u00dfiges \u00dcben von Pranayama zusammen mit Bandhas und Mudras, kann man allm\u00e4hlich den Energiestrom in nur eine Richtung lenken und konzentrieren. Normalerweise schwingt unsere Energie hin und her, wie beim Wechselstrom. Aber indem man die Energie in einem einzigen Strom kanalisiert, werden die Kondensatoren aufgeladen. Jedes Mal, wenn man den Atem anh\u00e4lt, l\u00e4dt man die Kondensatoren auf. Da jeder Chakra-Transformator pulsiert, steigt die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Tiefenentspannung\" target=\"_blank\">Spannung<\/a> und wandert immer h\u00f6her und h\u00f6her bis in die oberen Chakren. Steigt die Spannung, so verh\u00e4lt sich jedes Chakra wie ein Hochtransformator und hebt das Energieniveau Stufe um Stufe an, bis die Energie schlie\u00dflich das <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/chakra\/sahasrara-chakra-kronenchakra.html\" target=\"_blank\">Sahasrara<\/a> erreicht. Das nennt man die Vereinigung.<br \/>\nDas ist Theorie, die sich hinter Kundalini Yoga verbirgt. Um es philosophisch auszudr\u00fccken: Das Ziel der spirituellen <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Yoga_Praxis\" target=\"_blank\">Praxis<\/a> ist die <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Befreiung\" target=\"_blank\">Befreiung<\/a> vom irdischen Leben in das g\u00f6ttliche Leben. Mit Kundalini-Begriffen ausgedr\u00fcckt bedeutet diese <a href=\"https:\/\/www.yoga-vidya.de\/Yoga--Artikel\/Art-Artikel\/art_freiheit.html\" target=\"_blank\">Freiheit<\/a> oder <a href=\"https:\/\/wiki.yoga-vidya.de\/Mumukshutva\" target=\"_blank\">Mumukshutva<\/a> ein Entkommen aus einem niedrigen in einen h\u00f6heren Spannungszustand.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einleitung von Swami Vishnu-devananda A: Das Erwecken der Kundalini Da sich die meisten Menschen damit zufrieden geben, in den niedrigen Chakren zu leben, sind ihre Erfahrungen in dieser Welt auf die grobstoffliche Ebene beschr\u00e4nkt. So gehen sie z.B. zum Essen aus in teure Restaurants mit Kerzenlicht und lassen sich die Speisen von in feierliches Wei\u00df &hellip; <a href=\"https:\/\/schriften.yoga-vidya.de\/hatha-yoga-pradipika\/3-kapitel-einleitung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">3. 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